Berliner Expertenkommission legt Bericht zu Januar-Stromausfall vor, der 100.000 Menschen ohne Heizung ließ
Eine Expertenkommission wird am Montag im Roten Rathaus ihre Ergebnisse vorlegen, sechs Monate nachdem ein mutmaßlicher Brandanschlag den längsten Stromausfall in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg verursacht hat.
Berichtsvorlegung
Eine Expertenkommission wird am Montag um 11:30 Uhr im Berliner Roten Rathaus ihren Bericht vorlegen, der die Lehren aus dem massiven Stromausfall im Januar zieht. Die Kommission wurde Ende Januar, kurz nach dem Blackout, vom Senat eingesetzt und soll Empfehlungen geben, wie die Bevölkerung bei künftigen Vorfällen besser geschützt werden kann.
Der Januar-Blackout
Im Januar löste ein mutmaßlicher linksextremer Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf einen mehrtägigen Stromausfall aus. Rund 100.000 Menschen waren betroffen, viele blieben mitten im Winter ohne Strom und Heizung. Berlin rief daraufhin einen Großschadensfall aus.
Kommissionsmitglieder
Zur Expertengruppe gehören Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, die ehemalige Bahnmanagerin Sigrid Nikutta, der frühere Berliner Feuerwehrchef Albrecht Broemme und der ehemalige Brigadegeneral der Bundeswehr Uwe Nerger. Ihr Mandat umfasst Risikobewertung und operative Verbesserungen.
- Brandanschlag auf Kabelbrücke verursacht massiven Stromausfall, der 100.000 Menschen betrifft.
- Berliner Senat setzt Expertenkommission zur Untersuchung des Blackouts ein.
- Kommission legt ihren Bericht im Roten Rathaus vor.
Politische Reaktion
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte unmittelbar nach dem Blackout angekündigt, dass Prozesse auf Optimierungsmöglichkeiten überprüft werden müssten. Der Bericht der Kommission wird voraussichtlich Lücken in der Katastrophenvorsorge und der Infrastrukturresilienz aufzeigen.


