Schulbus an Bahnübergang in Belgien von Zug erfasst: Mindestens vier Tote, darunter zwei Jugendliche
Ein Zug hat am Montagmorgen an einem Bahnübergang in Buggenhout, Ostflandern, einen Schulkleinbus erfasst und dabei mindestens vier Menschen getötet, darunter zwei Jugendliche. Die genauen Umstände werden noch untersucht.
Eine verheerende Kollision zwischen einem Personenzug und einem Schulkleinbus an einem Bahnübergang in Buggenhout, Belgien, hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet und zwei weitere schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich am Morgen des 26. Mai 2026 und versetzte die örtliche Gemeinschaft in Schockstarre, während belgische und europäische Spitzenpolitiker ihre Trauer bekundeten.
Der Unfall und seine unmittelbaren Folgen
Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes neun Personen im Kleinbus: sieben Schüler, ein Begleitperson und der Fahrer. Das Fahrzeug war als Subunternehmer für das flämische Nahverkehrsunternehmen De Lijn im Einsatz. Verkehrsminister Jean-Luc Crucke bestätigte gegenüber dem Sender RTL, dass die vorläufige Zahl der Todesopfer bei vier liegt – zwei Jugendliche, der Busfahrer und die erwachsene Begleitperson –, während zwei weitere Menschen schwer verletzt wurden.
Unter den Opfern sind auch der Busfahrer und ein Erwachsener, der die Schüler begleitete.
Infrabel, der belgische Schienennetzbetreiber, berichtete, dass der Bahnübergang zum Zeitpunkt des Aufpralls geschlossen war, obwohl der genaue Hergang noch nicht geklärt ist. Die Sprecherin der Bundespolizei, An Berger, erklärte, dass die Eisenbahnpolizei erste Ermittlungen eingeleitet habe, aber zunächst keine weiteren Informationen zu den Opfern veröffentlicht würden.
Lokale und nationale Reaktionen
Buggenhouts Bürgermeister Geert Hermans schilderte eine schockierte Gemeinschaft und erklärte auf einer Pressekonferenz, die Bilanz sei „besonders schwer“ und die Behörden hätten es priorisiert, die Familien der Opfer und Überlebenden zu informieren, bevor sie sich öffentlich äußerten.
Wir sind von einem äußerst schweren Unfall getroffen worden. Die Bilanz ist besonders schwer. Wir wollten alle Familienangehörigen und Angehörigen der Opfer und Überlebenden vor dieser Pressekonferenz informieren. Wir sind schockiert, zutiefst betroffen von dem, was heute in Buggenhout passiert ist.
Der belgische Premierminister Bart De Wever zeigte sich auf sozialen Medien entsetzt und schrieb, seine Gedanken seien bei den betroffenen Familien. Auch der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele sprach sein Beileid aus und dankte den Einsatzkräften vor Ort.
Europäische Spitzenpolitiker trauern
Die Beileidsbekundungen reichten bis in die höchsten Ebenen der Europäischen Union. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, sie sei „zutiefst schockiert“ über die Nachricht, und erklärte: „Heute trauert Europa mit Belgien.“ EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola bezeichnete den Schmerz als „unerträglich“ und betonte, dass der Kontinent in Trauer vereint sei.
Der Schmerz und das Leid sind heute unermesslich. Es ist unerträglich, sich die Trauer vorzustellen, die der tragische Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Schulbus in Buggenhout über das gebracht hat, was ein gewöhnlicher Morgen hätte sein sollen. Heute steht Europa vereint in Trauer mit den Familien der Opfer und mit allen, die durch diesen schrecklichen Tag verletzt und betroffen wurden. Europa weint mit euch.
Auch Außenminister Bernard Quintin reagierte bestürzt und wünschte den Verletzten Kraft. Die Ermittlungen zu den genauen Unfallursachen dauern an.

