Lokal · Belfast
Kundgebung in Belfast lehnt Hass ab: Tausende marschieren nach ausländerfeindlichen Krawallen und Messerangriff
Tausende versammelten sich am Samstag vor dem Rathaus von Belfast, um die ausländerfeindlichen Krawalle zu verurteilen, die unionistische Gebiete erfassten, nachdem ein Sudanese wegen eines Messerangriffs angeklagt worden war, bei dem das Opfer ein Auge verlor.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von RFI, France 24, 7sur7 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Eine als tausendschaftlich beschriebene Menschenmenge versammelte sich am Samstag vor dem Rathaus, einberufen von Unite Against Racism, um die ausländerfeindlichen Krawalle der vergangenen Tage zurückzuweisen.
Ausländerfeindliche Gewalt brach am Dienstagabend in unionistischen Gebieten aus, nachdem ein grafisches Video des Messerangriffs vom Montag online kursierte. Häuser ethnischer Minderheiten wurden angegriffen.
Belfasts Bürgermeisterin Róis-Máire Donnelly sagte bei der Kundgebung, sie habe Morddrohungen erhalten, und ein Stadtrat verurteilte sowohl den Messerangriff als auch die darauffolgende Gewalt.
Der Sudanese Hadi Alodid, 30, wurde am Mittwoch wegen versuchten Mordes angeklagt und bleibt bis zu einer Gerichtsverhandlung am 8. Juli in Haft.
Das Messerangriff-Opfer Stephen Ogilvy verlor ein Auge und befindet sich in einem stabilen Zustand, so seine Familie. Ein Redner bei der Kundgebung würdigte ihn.
- 10.06.Zusammenstöße mit der Polizei; Randalierer greifen Häuser ethnischer Minderheiten an. Tatverdächtiger Hadi Alodid wegen versuchten Mordes angeklagt.
- 13.06.Tausende versammeln sich vor dem Rathaus von Belfast zu einer Anti-Rassismus-Kundgebung.
- 8.07.Nächster Gerichtstermin für Hadi Alodid.
Eine trotzige Versammlung
Tausende von Menschen füllten am Samstag den Platz vor dem Rathaus von Belfast, einberufen von der Vereinigung Unite Against Racism. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift „Belfast lehnt Rassismus ab“, „Bekämpfe Rassismus, baue Solidarität auf“ und „Hass ist die einzige Bedrohung für unsere Straßen“. Die Kundgebung war eine direkte Reaktion auf vier Tage der Gewalt, in denen maskierte Jugendliche Häuser ethnischer Minderheiten angriffen und mit der Polizei zusammenstießen.
„Ich bin schockiert, wirklich schockiert. Die letzten Tage versetzen uns zurück in die dunklen Stunden der Troubles.“
Die 63-jährige Demonstrantin bezog sich auf die jahrzehntelangen konfessionellen Konflikte zwischen republikanischen und unionistischen Gemeinschaften, die Nordirland bis 1998 geprägt hatten.
Wie die Gewalt eskalierte
Die Ereigniskette begann am Montag mit einem Messerangriff auf einen Mann in Belfast. Ein Video des Angriffs wurde am Dienstagabend weit verbreitet und löste Krawalle in überwiegend unionistischen Arbeitervierteln aus. Bis Mittwoch hatten sich die Unruhen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei ausgeweitet. Die Randalierer, oft junge Männer mit Masken, zielten auf Häuser ethnischer Minderheiten.
Opfer und Tatverdächtiger
Das Opfer des Messerangriffs, Stephen Ogilvy, verlor ein Auge. Seine Familie bat die Öffentlichkeit und die Medien um Respekt für ihre Privatsphäre und teilte am Mittwoch mit, dass er sich in einem stabilen Zustand befindet. Hadi Alodid, ein 30-jähriger Sudanese, wurde am Mittwoch wegen versuchten Mordes angeklagt und einem Richter vorgeführt. Er befindet sich in Untersuchungshaft bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 8. Juli.
Bürgermeisterin erhält Morddrohungen
Belfasts Bürgermeisterin Róis-Máire Donnelly wandte sich an die Menge und sagte, sie habe Morddrohungen erhalten.
„Ihr seid das Belfast, das ich vertrete.“
Der Stadtrat Seamas de Faoite von der nationalistischen SDLP sagte, er sei sowohl von dem Messerangriff als auch von der darauffolgenden Gewalt entsetzt und betonte, dass sie verurteilt und bekämpft werden müssten. Bei der Kundgebung gab es Applaus und Jubel, als ein Redner Stephen Ogilvy würdigte.
Echos vergangener Unruhen und soziale Medien
Nordirland erlebte im Sommer 2024 und erneut im Juni 2025 gewaltsame ausländerfeindliche Proteste, ähnlich wie in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs. Einige Demonstranten am Samstag wiesen auf die Rolle extrem wohlhabender Persönlichkeiten hin. In den letzten Tagen hatte Elon Musk Beiträge des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson auf X massiv verstärkt, wobei Robinson die Krawalle anheizte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- RFI"El odio es la única amenaza", claman miles de manifestantes en Belfast tras disturbios
- France 24À Belfast, un vaste rassemblement contre le racisme après des émeutes anti-immigrés
- 7sur7Des milliers de manifestants contre le racisme à Belfast après les violences: "La haine est la seule menace pour nos rues
- La Libre.be"La haine est la seule menace pour nos rues": à Belfast, des milliers de manifestants après les violences
- Hilary Hunter
- 63-jährige Demonstrantin bei der Anti-Rassismus-Kundgebung in Belfast, die die jüngsten Krawalle mit den Troubles verglich.
- Róis-Máire Donnelly
- Bürgermeisterin von Belfast, die die Kundgebung ansprach und offenbarte, dass sie Morddrohungen erhalten hatte.
- Seamas de Faoite
- Stadtrat von Belfast von der SDLP, der den Messerangriff und die daraus resultierende Gewalt verurteilte.
- Stephen Ogilvy
- Opfer des Messerangriffs in Belfast am 8. Juni 2026, der ein Auge verlor und sich in stabilem Zustand befand.
- Hadi Alodid
- 30-jähriger Sudanese, angeklagt wegen versuchten Mordes an Stephen Ogilvy; bis 8. Juli 2026 in Untersuchungshaft.
- Elon Musk
- Inhaber von X, der massiv Beiträge des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson verbreitete, die die Krawalle in Belfast anheizten.
- Tommy Robinson
- Rechtsextremer Aktivist, dessen die Krawalle anfeuernde Kommentare von Elon Musk auf der Social-Media-Plattform X verstärkt wurden.
- Orte
- Belfast
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen