Regierung · Madrid
Spanisches Gericht verurteilt Podemos-Chefin Ione Belarra zur Zahlung von 9.000 Euro an pensionierten Richter, weil sie ihn auf X korrupt nannte
Ein Madrider Gericht hat entschieden, dass Podemos-Generalsekretärin Ione Belarra dem pensionierten Richter des Nationalen Gerichtshofs, Manuel García Castellón, 9.000 Euro Schadensersatz zahlen muss, nachdem sie ihn in einem Beitrag auf X im Jahr 2024 als ‚korrupt‘ und ‚Rechtsbeuger‘ bezeichnet hatte. Belarra und führende Parteimitglieder verurteilten das Urteil sofort als justiziellen Angriff auf die Meinungsfreiheit und politische Kritik.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, La Razón, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Madrider Gericht sprach dem pensionierten Richter Manuel García Castellón 9.000 Euro wegen Verletzung seiner Ehre zu, ein Bruchteil der 350.000 Euro, die er nach Belarras Beitrag von 2024 gefordert hatte.
Zusätzlich zur Zahlung ordnete das Gericht an, dass Ione Belarra das vollständige Urteil auf ihrem X-Profil veröffentlicht, derselben Plattform, auf der die beanstandeten Aussagen getätigt wurden.
Kurz nach dem Urteil wiederholte Belarra ihre Vorwürfe auf X, nannte den Richter einen Beschützer der Korruption und beschuldigte die Justiz eines ‚schmutzigen Krieges‘ gegen Podemos.
Der Podemos-Co-Sprecher Pablo Echenique behauptete, das Urteil sei an die Medien durchgesickert, bevor Belarra die offizielle Benachrichtigung erhalten habe, und bezeichnete den Vorgang als ‚mafiös‘.
Die EU-Abgeordneten Irene Montero und Isa Serra sowie Co-Sprecher Pablo Fernández stellten sich öffentlich hinter Belarra und bezeichneten die Geldstrafe als Versuch, politische Kritik zum Schweigen zu bringen.
Das Gerichtsurteil
Ein Gericht erster Instanz in Madrid (Juzgado de Primera Instancia Número 45) hat festgestellt, dass Belarras Aussagen auf X im Jahr 2024 eine ‚rechtswidrige Einmischung‘ in das Recht des Richters auf Ehre darstellten und mit 9.000 Euro entschädigt werden müssen. García Castellón hatte ursprünglich 350.000 Euro gefordert mit der Begründung, der Beitrag habe 685.000 Aufrufe erreicht und mehr als 5.000 ‚Gefällt mir‘-Angaben erhalten, was den Rufschaden vergrößert habe. Das Urteil verpflichtet Belarra zudem, das Urteil auf ihrem X-Profil zu veröffentlichen, derselben Plattform, auf der die Verletzung stattfand.
Das Gericht wies die Behauptung zurück, dass ihre parlamentarische Immunität die Äußerungen schütze, und wies darauf hin, dass der Oberste Gerichtshof den Fall bereits an die Zivilgerichtsbarkeit verwiesen hatte, da der Beitrag nicht in Ausübung ihrer parlamentarischen Pflichten verfasst worden war.
Belarras sofortige Reaktion
Kurz nachdem das Urteil bekannt wurde, veröffentlichte Belarra auf X eine trotzige Botschaft, in der sie ihre Anschuldigungen wiederholte.
„Ich werde verurteilt, 9.000 Euro an García Castellón zu zahlen, den Richter, der mit den Korrupten von Plus Ultra nach Cartagena de Indias reist, der die Korrupten der PP beschützt hat und einen schmutzigen Justizkrieg gegen Podemos geführt hat. Sie werden uns verfolgen, aber sie werden uns nicht zum Schweigen bringen.“
Der Hinweis auf Cartagena de Indias bezieht sich auf frühere Kritik an den Reisen des Richters, während die Erwähnung der PP (Partido Popular) langjährige Vorwürfe einer justiziellen Voreingenommenheit zugunsten der konservativen Opposition widerspiegelt.
Partei und Verbündete scharen sich hinter Belarra
Der Podemos-Co-Sprecher Pablo Echenique verschärfte die Konfrontation, indem er der Justiz vorwarf, das Urteil an die Medien durchsickern zu lassen, bevor es Belarra offiziell zugestellt worden war.
„Sie haben das Urteil auf mafiöse Weise durchsickern lassen, während Ione noch nicht einmal die offizielle Mitteilung hatte. Sie bestrafen eine ehemalige Ministerin dafür, dass sie ihre Meinungsfreiheit im politischen Bereich ausgeübt hat.“
Irene Montero, Podemos-Europaabgeordnete und ehemalige Gleichstellungsministerin, wiederholte Belarra fast wörtlich und fügte hinzu:
„Ich hoffe nur, dass er es nicht in Cartagena de Indias ausgibt. Sie bestrafen uns, aber sie werden unser Schweigen nicht erkaufen.“
Ein breiterer Konflikt um Meinungsfreiheit und Justiz
Das Urteil hat eine tief gespaltene Debatte in Spanien neu entfacht. Anhänger von Podemos sehen in der Geldstrafe einen Mechanismus, um politische Denunziation zum Schweigen zu bringen; Kritiker argumentieren, Belarra habe eine Grenze überschritten, indem sie einem Richter ohne Beweise Straftaten vorgeworfen habe. Echeniques Bezugnahme auf ein ‚mafiöses‘ Durchsickern wurde von einigen Seiten als Angriff auf die institutionelle Integrität verurteilt, während andere darin ein Symptom wachsenden Misstrauens gegenüber der Justiz sehen.
Belarras eigene rechtliche Vorgeschichte liefert Kontext: 2024 wies der Oberste Gerichtshof eine Hasskriminalitätsbeschwerde gegen sie wegen Äußerungen über Israel ab und entschied, dass Kritik an militärischen Aktionen nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden könne. Der vorliegende Fall dreht sich jedoch um die Grenzen der parlamentarischen Immunität bei der Veröffentlichung in sozialen Medien.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- eldiario.esBelarra, tras la condena a pagar 9.000 euros a García-Castellón: "Ha protegido a los corruptos del PP y le ha hecho la guerra sucia judicial a Podemos"
- La RazónEchenique estalla en defensa de Belarra y acusa a la judicatura de "filtrar mafiosamente" la sentencia
- La RazónBelarra desmpolva el hacha de guerra tras su condena y apunta a una "persecución" contra Podemos
- europa pressBelarra critica el fallo que la obliga a pagar 9.000 euros a García...
- Ione Belarra
- Generalsekretärin von Podemos und Mitglied des spanischen Abgeordnetenhauses
- Manuel García Castellón
- Pensionierter Richter des spanischen Nationalen Gerichtshofs (Audiencia Nacional)
- Pablo Echenique
- Co-Sprecher von Podemos
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