Erdbeben der Stärke 6,9 vor Japans Iwate-Küste auf 7,2 korrigiert; sechs Verletzte, Schnellzüge gestoppt
Ein starkes Erdbeben vor der Küste der Präfektur Iwate im Nordosten Japans hat am Donnerstagmorgen mindestens sechs Menschen verletzt und den Hochgeschwindigkeitszugverkehr vorübergehend lahmgelegt. Es wurde keine Tsunami-Warnung herausgegeben.
Das Erdbeben
Ein Erdbeben der Stärke 6,9 erschütterte am Donnerstag um etwa 7:30 Uhr Ortszeit die Ostküste der Präfektur Iwate, wie die Japanische Meteorologische Agentur (JMA) mitteilte. Die Agentur korrigierte die Stärke später auf 7,2 nach oben, während der US Geological Survey eine Schätzung von 6,9 beibehielt. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 44 bis 50 Kilometern, sein Epizentrum lag im Pazifischen Ozean nahe der Grenze zur Präfektur Aomori. Die Erschütterungen erreichten in der Stadt Hashikami die zweithöchste Stufe auf Japans siebenstufiger seismischer Intensitätsskala – Oberstufe 6 – und Unterstufe 6 im benachbarten Hachinohe. Die Beben waren bis nach Tokio zu spüren.
Opfer und Schäden
Sechs Menschen wurden in den Präfekturen Aomori und Iwate verletzt. In Hachinohe erlitten drei Personen Verletzungen, in Hashikami, der Stadt Aomori und Kamaishi wurde jeweils eine Person verletzt, darunter eine Frau in den 90ern, die stürzte und sich am rechten Arm verletzte. Etwa 70 Schulen in Aomori stellten den Unterricht ein. Größere strukturelle Schäden wurden nicht gemeldet, obwohl in Geschäften Waren umherlagen und in einem Lebensmittelverarbeitungsbetrieb in Hashikami eine Decke teilweise einstürzte.
Unser Haus hat keinen Schaden erlitten, aber unsere Firma hat uns gebeten, heute zu Hause zu bleiben, weil die automatische Tür im Büro nicht mehr aufgeht und ein Teil der Decke eingestürzt ist.
Kabinettssekretär Minoru Kihara erklärte zunächst, es seien keine Verletzten gemeldet worden, spätere Updates bestätigten jedoch die Opferzahlen. Die Regierung richtete im Krisenmanagementzentrum des Premierministers ein Notfallbüro ein, und Premierministerin Sanae Takaichi wies die Mitarbeiter an, die Schäden schnell zu bewerten und die Öffentlichkeit zu informieren.
Verkehrsbeeinträchtigungen
Die East Japan Railway (JR East) stellte unmittelbar nach dem Beben alle Tohoku-Shinkansen-Verbindungen zwischen Tokio und dem Bahnhof Shin-Aomori ein. Der Betrieb wurde schrittweise wieder aufgenommen: Die Verbindungen Tokio–Sendai wurden um 9:30 Uhr wieder aufgenommen, und die gesamte Strecke, einschließlich Sendai–Morioka und Morioka–Shin-Aomori, war kurz nach 13:00 Uhr wieder in Betrieb. In den Kernkraftwerken der Regionen Tohoku und Hokkaido wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.
- Erdbeben der Stärke 6,9 erschüttert die Küste der Präfektur Iwate; Shinkansen-Verbindungen eingestellt.
- Shinkansen-Verbindungen Tokio–Sendai wieder aufgenommen.
- Gesamte Tohoku-Shinkansen-Strecke (Sendai–Shin-Aomori) nimmt Betrieb wieder auf.
Seismischer Kontext und Warnungen
Das Beben ereignete sich in einem Gebiet, in dem die seismische Aktivität seit November 2025 erhöht ist. Ein Erdbeben der Stärke 7,5 erschütterte am 8. Dezember 2025 die Ostküste von Aomori, gefolgt von einem Beben der Stärke 7,7 vor der Sanriku-Küste am 20. April 2026. Beide lösten einwöchige Hinweise auf ein mögliches weiteres großes Beben aus. Für das Beben am Donnerstag gab die JMA keinen solchen Hinweis, da die Kriterien nicht erfüllt waren, aber die Behörden riefen zur Vorsicht auf.
In der nächsten Woche oder so ist Vorsicht vor Erdbeben bis etwa zur Oberstufe 6 in Gebieten geboten, die beim heutigen Beben starke Erschütterungen erlebt haben.
- 2025-12-08
- 7.5 Magnitude
- 2026-04-20
- 7.7 Magnitude
- 2026-06-25
- 7.2 Magnitude
Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring und verzeichnet jährlich Tausende von Erdbeben. Die Infrastruktur ist so ausgelegt, dass sie starken Erschütterungen standhält, und mit diesem Offshore-Ereignis war keine Tsunami-Gefahr verbunden.


