
Game Freaks Beast of Reincarnation erscheint mit gemischten Kritiken, Lob für Sekiro-ähnliches Kampfsystem und Kritik an übertriebener Bevormundung
Das Action-RPG in einem postapokalyptischen Japan wird mit Sekiro und NieR verglichen, doch Kritiker bemängeln, dass die bevormundenden Mechaniken und der Mangel an Originalität das Erlebnis beeinträchtigen.
Eine neue Richtung für Game Freak
Game Freak, das Studio, das vor allem für die Pokémon-Reihe bekannt ist, hat Beast of Reincarnation veröffentlicht, ein Action-RPG in einem postapokalyptischen Japan. Das Spiel erschien am 4. August 2026 für PC, Xbox und PlayStation 5. Es stellt einen Bruch mit dem üblichen Angebot des Entwicklers dar und wird mit Sekiro: Shadows Die Twice, Final Fantasy VII Remake und NieR: Automata verglichen. Regisseur Kota Furushima sagte gegenüber Famitsu, das Team habe das Erlebnis "auch für diejenigen unterhaltsam machen wollen, die nicht gut in Actionspielen sind".
unterhaltsam für selbst diejenigen, die nicht gut in Actionspielen sind
Kampf und Begleiter
Die Spieler steuern Emma, eine umherziehende Söldnerin mit der Fähigkeit, Kräfte von gefallenen Mutanten zu absorbieren. Sie wird von Koo begleitet, einem Wolf-Hund-Begleiter, der Feinde, Gegenstände und Geheimnisse aufspürt. Der Kampf ist herausfordernd, mit Ausweich- und Pariermechaniken, die an Soulslike-Titel erinnern, aber das Spiel bietet mehrere Schwierigkeitsgrade und einen Fertigkeitsbaum, der das Duo allmählich stärker macht. The Guardian merkte an, dass die Mechaniken "in bevormundendes Gebiet abgleiten", da Koo automatisch Gegenstände holt und Interessenspunkte enthüllt, bevor der Spieler sie entdecken kann. The Verge lobte die "geschmeidige Action" und Emmas einzigartige rankenbasierte Fähigkeiten, mit denen sie Brücken bauen und Lücken überwinden kann.
Eine verseuchte Welt
Die Geschichte spielt im Jahr 4026, zwei Jahrtausende nachdem eine Katastrophe einige Menschen dazu zwang, ihr Bewusstsein in robotische Golems zu übertragen. Eine parasitäre Seuche verdirbt nun die Tierwelt und droht, die unsterbliche Bestie der Wiedergeburt wiederzuerwecken. Emma, eine Reinigerin, muss verschiedene Regionen durchqueren, korrumpierte Nushi-Monster besiegen und ihre Kräfte absorbieren, um eine Chance gegen die Bestie zu haben. TechRadar beschrieb die Erzählung als eine "emotionale Achterbahnfahrt", die Themen wie Liebe und das Menschsein erkundet, mit einem Beziehungssystem, das die Bindung zwischen Emma und Koo vertieft.
Kritische Resonanz
Die Kritiken sind gemischt. TechRadar nannte das Spiel "ein fantastisches und immersives Action-Adventure-RPG" mit einem Kampfsystem, das "ein ausgezeichnetes Gefühl von Ebbe und Flut" habe, wies jedoch auf Lebensqualitätsprobleme, eine etwas zu lange Kampagne und minimale kosmetische Anpassungsmöglichkeiten hin. The Verge war weniger begeistert und argumentierte, dass "neue Ideen Mangelware sind" und dass es abgesehen von der Action "wenig gibt, was nicht schon einmal gemacht wurde". The Guardian empfand die Reise als "anstrengend und oft eintönig", räumte jedoch ein, dass die repetitive Struktur einem thematischen Zweck dient und die Kreisläufe von menschengemachten Schäden widerspiegelt. Alle drei Medien hoben das bevormundende Design hervor, das nach Ansicht einiger das Entdeckungsgefühl untergräbt.
Was kommt als Nächstes für Game Freak
Beast of Reincarnation repräsentiert Game Freaks Ambitionen, sich über Pokémon hinaus zu verzweigen, aber die kritische Resonanz deutet darauf hin, dass das Studio im Action-Genre noch Fuß zu fassen versucht. Während das Kampfsystem und die emotionale Geschichte Lob gewonnen haben, haben die mangelnde Originalität und die übermäßige Führung einige Rezensenten nach mehr verlangen lassen. Das Spiel ist jetzt für PC, Xbox Series X/S und PlayStation 5 erhältlich.


