
Taifun Bavi wird nach Auftreffen auf Ostchina zum tropischen Sturm herabgestuft: 1,7 Millionen evakuiert, 17 Tote auf den Philippinen
Taifun Bavi ist am späten Samstag in der Provinz Zhejiang auf Land getroffen, brachte sintflutartige Regenfälle und erzwang fast zwei Millionen Evakuierungen, bevor er sich am Sonntagmorgen zu einem schweren tropischen Sturm abschwächte.
Taifun Bavi, der stärkste Sturm, der in diesem Jahr das chinesische Festland getroffen hat, ist am späten Samstag, den 11. Juli, in der östlichen Provinz Zhejiang auf Land getroffen, bevor er sich am Sonntagmorgen zu einem schweren tropischen Sturm abschwächte. Das System hatte bereits auf den Philippinen mindestens 17 Todesopfer gefordert und die vorsorgliche Evakuierung von fast zwei Millionen Menschen in Ostchina ausgelöst.
Landgang und unmittelbare Auswirkungen
Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die sich auf das örtliche meteorologische Observatorium berief, erreichte Bavi zunächst die Stadt Yuhan, dann etwa 20 Minuten später Yueqing. Der Landgang erfolgte am Samstag gegen 23:20 Uhr Ortszeit (15:20 Uhr GMT). Bis Sonntag 05:00 Uhr (Samstag 21:00 Uhr GMT) hatte die chinesische Meteorologische Verwaltung das System zu einem schweren tropischen Sturm herabgestuft. In Yueqing fielen mehr als 1.300 Bäume, über 700 davon wurden entwurzelt, wie der staatliche Sender CCTV berichtete. In den am stärksten betroffenen Gebieten erreichten die Fluten eine Tiefe, die der Hälfte der Höhe eines Autoreifens entspricht.
Evakuierungen und Notfallmaßnahmen
Allein in der Provinz Zhejiang wurden mehr als 1,7 Millionen Menschen evakuiert, über die Hälfte davon in der Stadt Wenzhou. Weitere 130.000 wurden in der südlichen Provinz Fujian evakuiert. Im Norden zwangen starke Regenfälle die Evakuierung von mehr als 100.000 Menschen in Peking, wie die Hauptstadtregierung mitteilte, während weitere 34.000 aus den Küstengebieten Shanghais gebracht wurden. Das Verkehrsministerium hob am Sonntag seine Notfallreaktionsstufe für starke Regenfälle auf Stufe II an und behielt die Stufe III für Taifune bei, nachdem der nationale Wetterdienst eine orangefarbene Sturmwarnung und eine gelbe Taifunwarnung herausgegeben hatte, wie Bloomberg berichtete.
Verkehrsbehinderungen
Die Flughäfen Pudong und Hongqiao in Shanghai planten, am 12. Juli 653 ankommende und abfliegende Flüge zu streichen – fast 30 % der planmäßigen Flüge an beiden Flughäfen, wie CCTV berichtete. In der benachbarten Stadt Hangzhou, der Hauptstadt Zhejiangs, stellten zwei große Bahnhöfe den gesamten Verkehr ein, und am internationalen Flughafen Xiaoshan wurden mindestens 327 Flüge gestrichen. In ganz Shanghai wurden insgesamt 1.620 Zugverbindungen und 684 Flüge gestrichen. Die örtlichen Behörden in Shanghai rieten den Bewohnern, Türen und Fenster gut geschlossen zu halten, unnötige Ausgänge zu vermeiden und auf die Gefahr herabfallender Gegenstände im Freien zu achten.
Stellen Sie sicher, dass Türen und Fenster gut geschlossen sind, vermeiden Sie unnötige Ausgänge und achten Sie auf die Gefahr herabfallender Gegenstände im Freien.
Vorhersage und weiteres Regenrisiko
Das nationale Wetterzentrum prognostizierte, dass Bavi am Montag, den 13. Juli, nach Osten in die Provinz Anhui abdrehen würde, bevor es in das nördliche Gelbe Meer zieht und sich allmählich in einen außertropischen Wirbelsturm verwandelt. Ab Dienstag, dem 14. Juli, werden starke Regenfälle in Fujian, Zhejiang, Jiangxi, Anhui, Jiangsu, Shandong und Teilen Nordostchinas erwartet. Einige Gebiete in Anhui, Zhejiang und Jiangxi könnten extrem heftige Regenfälle erleben. Starke Winde könnten den Seeverkehr, Offshore-Operationen und die Aquakultur entlang der chinesischen Ostküste beeinträchtigen. Der Sturm wird voraussichtlich ab Montag in den Provinzen Jilin, Liaoning, Hebei, Shandong, Jiangsu und Anhui schwere oder sintflutartige Regenfälle verursachen, was die Überschwemmungsgefahr in bereits durch frühere Regenfälle gesättigten Gebieten verschärft.
Der Sturm wird am Montag, den 13. Juli, in Ost-Anhui nach Nordosten abdrehen, bevor er in das nördliche Gelbe Meer zieht und sich allmählich in einen außertropischen Wirbelsturm verwandelt.
Frühere Zerstörung und breiterer Kontext
Bevor Bavi China erreichte, hatte er den Norden Taiwans und entlegene Inseln im Süden Japans getroffen. Extremwetter hat diese Woche bereits im Süden und in der Mitte Chinas Verwüstung angerichtet: Stürme forderten mindestens 39 Todesopfer, Dutzende Flüsse traten über die Ufer, und ein Damm brach. Die kombinierte Bilanz der Philippinen und der vorangegangenen Stürme in China unterstreicht die Schwere der Taifunsaison 2026 in Ostasien.
- Bavi trifft als Taifun in Yuhan, Provinz Zhejiang, auf Land.
- Bavi erreicht Yueqing, Zhejiang, etwa 20 Minuten nach Yuhan.
- Die chinesische Meteorologische Verwaltung stuft Bavi zu einem schweren tropischen Sturm herab.
- Nationales Wetterzentrum bestätigt Abschwächung; orangefarbene Sturmwarnung und gelbe Taifunwarnung in Kraft.
- Sturm wird voraussichtlich nach Nordosten in Ost-Anhui abdrehen, dann in das nördliche Gelbe Meer ziehen.
- Starke Regenfälle werden für Fujian, Zhejiang, Jiangxi, Anhui, Jiangsu, Shandong und Nordostchina vorhergesagt.


