
Waffen in gestohlenem Auto nahe Synagoge in Sarcelles gefunden, 300 evakuiert nach DGSI-Warnung
Die Polizei entdeckte am Samstagabend ein gestohlenes Fahrzeug mit einem Sturmgewehr und einer Pistole nahe einer Synagoge in Sarcelles, nördlich von Paris, was zur Evakuierung von etwa 300 Personen aus der Umgebung führte.
Entdeckung und DGSI-Warnung
Am Samstag, den 11. Juli, gegen 21:30 Uhr, erhielt die Brigade Anti-Criminalité (BAC) in Sarcelles einen Anruf von der Direction Générale de la Sécurité Intérieure (DGSI), dem französischen Inlandsgeheimdienst, über ein verdächtiges verlassenes Fahrzeug in der Rue Henri-Dunant. Das Auto stand nahe einer Synagoge, eines Kinos und mehrerer Restaurants in diesem nördlichen Pariser Vorort. Geheimdienstliche Bewertungen deuteten darauf hin, dass das Fahrzeug Sprengstoff enthalten und gegen die bedeutende jüdische Gemeinde von Sarcelles eingesetzt werden könnte, so mehrere Quellen.
Evakuierung und erste Reaktion
Die Polizei sperrte die Straße sofort ab und begann mit der Evakuierung der Umgebung. Etwa 300 Personen wurden aus dem Kino, den Geschäften und Restaurants gebracht. Das Gebiet, das an einem Samstagabend normalerweise belebt ist, wurde ohne Verletzte geräumt. Vorsorglich wurde ein Sprengstoffräumkommando zum Ort entsandt.
- DGSI alarmiert BAC über verdächtiges Fahrzeug in der Rue Henri-Dunant.
- Sicherheitsperimeter eingerichtet; etwa 300 Personen aus nahegelegenem Kino, Restaurants und Synagoge evakuiert.
- Entschärfungsteam inspiziert Auto; keine Sprengstoffe gefunden, Sturmgewehr und Pistole entdeckt.
- Innenminister Nuñez bestätigt Ermittlungen, erklärt Motive und Personen unbekannt.
Was die Entschärfer fanden
Nach der Untersuchung des Fahrzeugs bestätigte das Sprengstoffkommando, dass sich keine Sprengstoffe darin befanden. Allerdings fanden sie im Kofferraum ein Sturmgewehr und eine Pistole. Innenminister Laurent Nuñez, der am nächsten Morgen auf BFMTV sprach, beschrieb die Langwaffe als „arme de guerre“ – eine militärische Waffe. Eine Polizeiquelle teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass das Auto gestohlen worden sei, Details zum Diebstahl wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Ich verfolge diesen Fall seit gestern Abend.
Ein Verdächtiger identifiziert, aber nicht festgenommen
Quellen lieferten widersprüchliche Informationen über einen Verdächtigen. Franceinfo berichtete unter Berufung auf Polizeiquellen, dass ein Verdächtiger identifiziert und in der Nähe des Fahrzeugs gefunden worden sei. Unterdessen trug die Berichterstattung von BFMTV die Schlagzeile „Pas de suspect interpellé“ (Kein Verdächtiger festgenommen), und Nuñez selbst erklärte auf demselben Sender, dass „die Personen nicht identifiziert wurden“. Der Minister sagte, dass ein gerichtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei, wobei die Polizei von Val-d’Oise und spezialisierte Geheimdiensteinheiten die Ermittlungen leiten.
Wir kennen die Motive nicht, und die Personen wurden nicht identifiziert.
Laufende Ermittlungen und unklare Bedrohung
Auf die Frage nach einer unmittelbaren Bedrohung antwortete Nuñez: „Wir wissen es nicht.“ Er betonte, dass „eine Reihe von Maßnahmen“ ergriffen worden seien und dass „die zuständigen Staatsanwälte ermitteln“, führte dies jedoch nicht weiter aus. Der Vorfall hat zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen rund um Gemeinschaftseinrichtungen geführt, weitere Details wurden jedoch nicht genannt. Die Ermittlungen sollen klären, ob das Auto absichtlich positioniert wurde und ob ein größeres Komplott bestand.
Wir wissen es nicht.


