
Bauarbeiten am ersten 71-km-Abschnitt der Schnellbahnstrecke Porto–Lissabon im Distrikt Aveiro beginnen
Am Montag, den 12. Oktober 2026, begannen die Bauarbeiten am ersten 71 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Bahnhof Campanhã in Porto und Oiã. Die Regierung gibt an, dass die Fahrt zwischen Porto und Lissabon dann etwa 1 Stunde und 15 Minuten dauern soll. Der Standort des Bahnhofs Vila Nova de Gaia ist weiterhin umstritten.
Bauarbeiten am ersten 71-km-Abschnitt beginnen
Der Bau des ersten Abschnitts der Schnellbahnstrecke begann am Montag, den 12. Oktober 2026, mit einer Zeremonie in Oiã im Distrikt Aveiro, wo der Abschnitt endet. Der Abschnitt verläuft über 71 Kilometer vom Bahnhof Campanhã in Porto bis Oiã (Oliveira do Bairro) und wird für Züge mit bis zu 300 km/h ausgelegt. Er umfasst 8 Kilometer Tunnel, 19 Kilometer Brücken und Viadukte sowie eine neue Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Douro, die auch Autos aufnehmen soll. Die Investition beläuft sich auf etwa 2 Milliarden Euro und wird von einem Konsortium aus sieben Bauunternehmen getragen. Die Regierung gibt an, dass die Fahrt zwischen Porto und Lissabon nach Inbetriebnahme der gesamten Strecke etwa 1 Stunde und 15 Minuten dauern wird.
- Neue Strecke insgesamt
- 71 km
- Tunnel
- 8 km
- Brücken und Viadukte
- 19 km
Zeitplan und der Rest der Strecke
Miguel Pinto Luz setzte 2030 als Frist für die Fertigstellung dieses ersten Abschnitts und 2032 für die Fertigstellung der Verbindungen nach Lissabon, Porto und Vigo. Der zweite Abschnitt von Oiã nach Soure befindet sich laut JN in der Endphase und steht kurz vor der Vergabe, während SIC berichtete, dass er noch nicht vergeben wurde. Die Ausschreibung für den dritten Abschnitt von Soure nach Carregado wurde noch nicht gestartet, und laut JN erklärte der Minister, sie werde in Kürze veröffentlicht. Die Strecke soll über den neuen Flughafen Lissabon eine Verbindung nach Madrid herstellen, und SAPO berichtet von einem Ziel von etwa drei Stunden zwischen Lissabon und Madrid bis 2034. SIC berichtet zudem, dass für den Bau mehr als tausend Grundstücke enteignet werden müssen.
- Bauarbeiten am ersten Abschnitt zwischen Porto (Campanhã) und Oiã beginnen
- Ziel für die Fertigstellung des ersten Abschnitts
- Ziel für die Fertigstellung der Verbindungen nach Lissabon, Porto und Vigo
- Ziel für eine Fahrt Lissabon–Madrid von etwa drei Stunden
Der Streit um den Bahnhof Vila Nova de Gaia
Der Standort des Bahnhofs Vila Nova de Gaia ist weiterhin umstritten. Der geplante Bahnhof Santo Ovídio würde 60 Meter tief liegen, und die Alternative Vilar do Paraíso des Konsortiums wurde in der Umweltverträglichkeitsprüfung abgelehnt. Bürgermeister Luís Filipe Menezes will die Alternativen in Mafamude und Vilar do Paraíso geprüft sehen und warnte in einer Erklärung vor der "enorme gravidade potencial dos impactos" angesichts von mindestens fünf Jahren mit Mobilitätseinschränkungen. Er verwies zudem auf etwa 200 Lastwagen pro Tag, die Erde bewegen, ein Risiko erheblicher Verluste für lokale Geschäfte und einen schwierigen Zugang zum Krankenhaus von Gaia über die Rua Conceição Fernandes. Pinto Luz sagte, er werde den Bürgermeister anhören, und hat ein Treffen mit ihm vereinbart, signalisierte jedoch keine Änderung der Entscheidung.
Dies ist ein abgeschlossenes Projekt, ein Projekt, das eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchlaufen hat.
Carlos Mota Santos, der für das Konsortium Avan sprach, sagte, die Bauunternehmen seien verpflichtet, das genehmigte Ausführungsprojekt umzusetzen.
Warnungen vor Verzögerungen und zum Flughafen
Pinto Luz sagte, die fehlenden Entscheidungen zum neuen Flughafen Lissabon und zur Schnellbahnstrecke hätten für die Portugiesen astronomische Kosten. Er sagte, der Flughafen Lissabon platze aus allen Nähten, und die Bahnnutzer und Unternehmen, die auf die Strecke angewiesen seien, seien die Leidtragenden. Er warnte, dass die Schnellbahnstrecke bei Verzögerungen lahmgelegt würde, und verknüpfte die Verbindung nach Madrid mit dem neuen Flughafen: Er könne keinen neuen Flughafen ohne Schnellbahnstrecke haben.
Mit Unentschlossenheit wird überhaupt nichts gebaut.
Der Minister fügte hinzu, die Linha do Norte werde nach dem Bau der neuen Strecke weniger ausgelastet sein und könne mehr Fracht befördern.


