Regierung · Warschau und Brüssel

Tusk schlägt die EU-Botschafterin Agnieszka Bartol als neue Ministerin für Fonds und Regionalpolitik vor

Ministerpräsident Donald Tusk erklärte am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, er werde Agnieszka Bartol vorschlagen, um Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz zu ersetzen, die Anfang Oktober zurückgetreten war. Bartol ist derzeit Polens Ständige Vertreterin bei der Europäischen Union.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVP Info, Nasz Dziennik, Rzeczpospolita und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Warschau, Brüssel · Polen, Belgien
Wie es dazu kam
  1. April 2025Erhält ihre Ernennung zur Botschafterin
  2. Erste Hälfte 2025Leitet den COREPER während der polnischen EU-Ratspräsidentschaft
  3. 27.10.Tusk kündigt an, sie als Fondsministerin vorzuschlagen

Eine neue Ministerin für EU-Fonds

Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, kündigte Ministerpräsident Donald Tusk an, er werde Agnieszka Bartol, derzeit Polens Ständige Vertreterin bei der Europäischen Union, als Ministerin für Fonds und Regionalpolitik vorschlagen. Er machte die Ankündigung vor Beginn der Regierungssitzung jenes Tages. Das Amt war vakant geworden, nachdem Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz Anfang Oktober zurückgetreten war. Nach Angaben von TVP Info wird Bartol zugleich die Rolle der Botschafterin bei der EU behalten. Tusk nannte sie „unsere Sherpa“ und sagte, sie sei nicht nur in Polen, sondern womöglich auch in Europa die führende Spezialistin für europäische Angelegenheiten, einschließlich der europäischen Fonds.

Konsultationen und erste Worte der Ministerin

Tusk sagte, er habe Szymon Hołownia konsultiert, stellvertretender Sejmmarschall und Gründer von Polska 2050, dessen Partei dieses Ministerium nach der Koalitionsvereinbarung zusteht. Er habe zudem mit Władysław Kosiniak-Kamysz gesprochen, stellvertretender Ministerpräsident, Verteidigungsminister und Vorsitzender der PSL, sowie mit Włodzimierz Czarzasty, Sejmmarschall und Vorsitzender der Neuen Linken. Tusks Worte über die Kandidatin wurden wie folgt festgehalten.

„Nicht nur in Polen, sondern vielleicht auch in Europa ist sie die herausragendste Spezialistin für europäische Fragen, einschließlich der europäischen Fonds.“

Donald Tusk, Ministerpräsident Polens

Auf einer kurzen Pressekonferenz bezeichnete Bartol die Ernennung als enorme Ehre und gewaltige Verantwortung, die sie voll und ganz verstehe. Sie beschrieb das Amt als Krönung eines Traums, angesichts ihrer beruflichen Laufbahn, die sie mit EU-Angelegenheiten verbracht habe. Sie betonte die Bedeutung der kommenden Förderperiode.

„Die europäischen Fonds werden äußerst wichtig sein, denn mit ihnen beginnt wirklich alles: die Pläne und der neue Finanzrahmen.“

Agnieszka Bartol, Polens Ständige Vertreterin bei

Karriere in Brüssel

Bartol kam im Februar 2024 in die Regierung als Staatssekretärin in der Kanzlei des Ministerpräsidenten, ein Amt, das sie nur wenige Monate innehatte. Im selben Monat wurde sie Tusks Sherpa in den EU-Strukturen und bereitete die Tagesordnung und die Schlussfolgerungen der Gipfel des Europäischen Rates in vertraulichen Sitzungen vor, die vor dem Zusammentreffen der Staats- und Regierungschefs stattfinden. Im Oktober 2024 übernahm sie die Ständige Vertretung Polens bei der EU von Piotr Serafin, der Polens Kandidat für das Amt des EU-Haushaltskommissars geworden war. Ihre Ernennung zur Botschafterin folgte im April 2025, nachdem ein Streit zwischen der Regierung und Präsident Andrzej Duda über die Besetzung diplomatischer Posten beigelegt worden war. Sie ist die erste Frau auf dem Posten der Ständigen Vertreterin. Während der polnischen EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2025 leitete sie sechs Monate lang die COREPER-Sitzungen der Botschafter der 27 Mitgliedstaaten. Die Regierung nannte das Verteidigungsdarlehensprogramm SAFE, das in 71 Tagen ausgehandelt wurde, als einen der Erfolge der Präsidentschaft.

Reaktionen und der bevorstehende Haushalt

Von der Rzeczpospolita befragte Vertreter des Europäischen Parlaments und der EU bezeichneten Bartol als hervorragende Beamtin, die Brüssel vermissen werde, und einer beschrieb sie als praktisch unersetzlich. Der Politikwissenschaftler Andrzej Zybała von der Wirtschaftshochschule SGH sagte gegenüber RMF24, die Wahl sei gut gewesen.

„Der Premier hat uns einen Experten gegeben, keinen politischen Apparatschik, und das ist ein großer Wert.“

Andrzej Zybała

Zybała argumentierte, ein Jahr sei zu kurz, um die Arbeit des Ministeriums zu beurteilen, da Projekte wie der Straßenbau über Jahre liefen. Die Ministerin wird die Verhandlungen und die Planung für den nächsten EU-Finanzrahmen verantworten, der die Jahre 2028 bis 2034 umfasst. Nach dem EU-Zeitplan sollen die Gespräche bis Ende 2026 abgeschlossen sein, die Rechtsakte sollen Anfang 2027 verabschiedet werden.

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