
Deutsche Bahn verschiebt Wiedereröffnung Nürnberg-Regensburg um drei Wochen, ordnet Überprüfung des Sanierungsprogramms an
Die Wiedereröffnung der sanierten Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg wurde vom 10. Juli auf den 31. Juli verschoben, da noch Sicherheitsprüfungen an der neuen Stellwerkstechnik laufen. Konzernchefin Evelyn Palla kündigte eine umfassende Überprüfung des gesamten Korridorsanierungsprogramms an, nachdem es in diesem Jahr bereits die zweite große Verzögerung gegeben hat.
Strecke Nürnberg-Regensburg verschoben
Die Deutsche Bahn bestätigte am Dienstag, dass die Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg nicht planmäßig abgeschlossen wird. Die Strecke sollte nach monatelanger Vollsperrung am 10. Juli wieder eröffnet werden, doch die Sicherheitsprüfungen der neuen Signaltechnik laufen noch. Der neue Zieltermin ist der 31. Juli, kurz vor Beginn der bayerischen Schulferien.
Viele Reisende, Anwohner und unsere Partner haben in den letzten Monaten erhebliche Belastungen getragen. Umso enttäuschender ist es, dass wir die Strecke Nürnberg-Regensburg nicht wie geplant am 10. Juli in Betrieb nehmen können.
Die bestehenden Umleitungs- und Ersatzbusverkehre bleiben bestehen. Fern- und Güterzüge nutzen weiterhin alternative Routen, während der Regionalverkehr mit Bussen abgedeckt wird.
Zweite Verzögerung löst Programmüberprüfung aus
Es ist die zweite sogenannte Generalsanierung, die ihren Termin nicht eingehalten hat. Im Frühjahr wurde auch die Strecke Hamburg-Berlin nicht rechtzeitig fertig. Als Reaktion erklärte Konzernchefin Evelyn Palla, der gesamte Ansatz der Korridorsanierung werde neu überprüft.
Ich habe entschieden, dass die Art und Weise, wie wir Korridorsanierungen angehen, wie wir planen, wie wir umsetzen, wie wir in Betrieb nehmen, umfassend überprüft wird.
Palla gab die Ankündigung gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bekannt. Das Programm zielt darauf ab, bis Mitte der 2030er Jahre rund 40 Schlüsselstrecken grundlegend zu sanieren, wobei längere Vollsperrungen genutzt werden, um Arbeiten am laufenden Betrieb zu vermeiden. Die Deutsche Bahn ist bereits vom ursprünglichen Konzept abgewichen und hat für jede Strecke leicht unterschiedliche Pläne entwickelt, insbesondere hinsichtlich der Baudauer.
- Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin nicht fristgerecht abgeschlossen
- Strecke Nürnberg-Regensburg sollte ursprünglich wiedereröffnet werden
- Verzögerung angekündigt; Wiedereröffnung auf 31. Juli verschoben; Konzernchefin ordnet Programmüberprüfung an
- Neuer Zieltermin für die Wiedereröffnung der Strecke Nürnberg-Regensburg
Andere Korridore im Zeitplan
Nicht alle Projekte sind betroffen. Die Korridore Hagen-Wuppertal-Köln und Hamburg-Hannover bleiben im Zeitplan. Die Ersatzbusverkehre für den Regionalverkehr und die weiträumigen Umleitungen für Fern- und Güterzüge auf diesen Strecken enden am Freitagabend, so das Unternehmen.

