
Hochgeschwindigkeitszug zwischen Madrid und Sevilla nach nächtlichem Brand und Stromausfall wieder in Betrieb
Ein herabgefallenes Stromkabel löste am Gleisbett bei Sevilla einen Brand aus, legte die Hochgeschwindigkeitszüge lahm und ließ Reisende zwölf Stunden lang stranden, bevor nächtliche Reparaturen die Strecke bis Mittwochmorgen wieder freigaben.
Am Dienstagabend entzündete ein herabgefallenes Hochspannungskabel ein Feuer auf den Eisenbahngleisen nahe Sevilla, legte Spaniens Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla lahm und verursachte weitreichende Störungen in ganz Andalusien. Der Betrieb wurde nach nächtlichen Reparaturen bis Mittwochmorgen vollständig wiederhergestellt.
Was geschah
Gegen 19:47 Uhr am 23. Juni fiel ein Mittel-/Hochspannungskabel von Endesa auf die Oberleitungen von Adif in La Rinconada, Sevilla. Der Vorfall führte zu einem Stromausfall, erheblichen Schäden an der Oberleitung und einem Brand am Gleisbett, den die Feuerwehr löschen musste. Die genaue Ursache ist noch unbekannt.
Auswirkungen auf das gesamte Netz
Der Ausfall stoppte den gesamten Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Sevilla–Santa Justa und Guadajoz (Normalspur) sowie zwischen Sevilla–Santa Justa und Brenes (Breitspur). Betroffen waren die Strecken Madrid–Sevilla AVE, Sevilla–Málaga, Sevilla–Córdoba, Media Distancia sowie das Cercanías-Netz rund um die andalusische Hauptstadt. Die Betreiber Renfe und Iryo meldeten Verspätungen und Ausfälle.
Alle Züge im Umlauf konnten nahegelegene Bahnhöfe erreichen, mit Ausnahme eines Zuges, der eine Gleisverlegung zur Evakuierung der Fahrgäste erforderte. Angesichts der Uhrzeit und der voraussichtlichen Dauer der Reparaturarbeiten haben wir beschlossen, die letzten planmäßigen Züge für heute auszusetzen und den Reisenden Planungssicherheit zu geben.
Reisende am Madrider Bahnhof Atocha warteten auf Neuigkeiten, während ein Zug der Linie Madrid–Huelva in Córdoba festsaß und die Fahrgäste stundenlang im Zug bleiben mussten. In Villanueva de Córdoba durften einige aussteigen, um Wasser zu holen.
Maßnahmen für Fahrgäste
Renfe aktivierte kostenlose außerplanmäßige Ticketänderungen und Erstattungen für Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla, um die Unannehmlichkeiten für die Reisenden zu minimieren.
Nächtliche Reparaturarbeiten
Teams von Adif und Endesa arbeiteten die ganze Nacht gegen die Zeit, entfernten das herabgefallene Kabel und reparierten die Oberleitung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
- Stromkabel fällt auf Oberleitung bei La Rinconada; Brand entsteht und Betrieb wird eingestellt
- Adif bestätigt Stromausfall und Einstellung mehrerer Linien; Fahrgäste werden informiert
- Über Nacht: Gemeinsame Reparaturteams von Endesa und Adif entfernen das Kabel und reparieren die beschädigte Infrastruktur
- Adif stellt Infrastruktur wieder her; Eisenbahnbetreiber nehmen Betrieb wieder auf
Wiederaufnahme des Betriebs
Am frühen Mittwochmorgen um 06:15 Uhr gab Adif bekannt, dass die Infrastruktur den Eisenbahnbetreibern wieder zur Verfügung stehe.
Nach Behebung des Vorfalls an der Oberleitung stellt Adif die Infrastruktur den Eisenbahnunternehmen zur Verfügung.
Kurz darauf bestätigte Renfe, dass die Hochgeschwindigkeits-, Media Distancia- und Cercanías-Dienste wieder normal liefen, womit eine fast zwölfstündige Unterbrechung beendet war.

