Regierung · Rom, Turin und Mailand

Rom und Turin: Ausschreitungen nach Generalstreik der USB – 60 Durchsuchungen in 23 Städten

Digos und die Postpolizei haben am 31. Oktober in 23 Städten Durchsuchungen gegen Personen durchgeführt, die online zu Gewalt aufgerufen hatten, nachdem ein Generalstreik in Rom und Turin in Ausschreitungen geendet war.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Il Messaggero, lastampa.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Rom, Turin, Mailand, Bologna · Italien
Wie es dazu kam
  1. 24.10.Marsch in Florenz besetzt Straßenbahnschienen nahe dem Bahnbetriebswerk; rund zehn Personen identifiziert und angezeigt
  2. 30.10.Generalstreik der USB bringt Demonstrationen in mehr als 60 Städte; Ausschreitungen in Rom und Turin
  3. 31.10.Digos und Postpolizei führen 60 Durchsuchungen in 23 Städten durch

Ein Generalstreik in mehr als 60 Städten

Die Gewerkschaft USB hatte einen Generalstreik gegen Aufrüstung und steigende Lebenshaltungskosten ausgerufen, am 30. Oktober fanden in mehr als 60 italienischen Städten Demonstrationen statt. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich Studierende, Beschäftigte, prekär Arbeitende, Landwirte und Rentner. USB sprach von mehr als einer Million Teilnehmern, das Innenministerium zählte 255.000. In Bologna bezifferte die Questur die Teilnehmerzahl auf über 20.000 und erklärte, rund 300 Personen seien identifiziert worden, eine Person sei mit einem präventiven Fermo belegt worden – einer kurzen polizeilichen Festhaltung auf Grundlage der jüngsten Gesetzgebung. Einige Demonstranten durchbrachen einen Polizeikordon nahe der Via Stalingrado und gelangten auf den Ring, weshalb der Abschnitt zwischen den Ausfahrten 4 und 8 und der entsprechende Autobahnabschnitt aus Sicherheitsgründen gesperrt wurden. In Mailand besetzten Protestierende anderthalb Stunden lang den östlichen Ring, entlang der Fahrbahn erschienen Graffiti gegen Salvini und Meloni.

Ausschreitungen in Rom und Turin und Verletzte im Veneto

Am Abend eskalierten die Spannungen in Rom und Turin. Nahe dem Kolosseum warfen Protestierende Gegenstände auf Einsatzkräfte und zündeten Müllcontainer an, in Trastevere und entlang des Lungotevere Testaccio kamen Wasserwerfer zum Einsatz, wo acht Personen festgehalten wurden, weil sie Polizeisperren überwinden wollten. In Turin wurden auf der Piazza Castello Eier und Flaschen auf Einsatzkräfte geworfen, die mit Vorstößen, Wasserwerfern und Tränengas reagierten. Die Verletztenzahlen unterscheiden sich je nach Quelle. Polizeichef Antonio Sbordone erklärte, in Mestre hätten sieben Beamte Prellungen und Schnittwunden erlitten, in Vicenza seien vier Beamte verletzt worden, wo die Polizei Wasserwerfer gegen Demonstranten einsetzte, die den westlichen Ring besetzen wollten. Die Polizeigewerkschaft Coisp nannte eine höhere Gesamtzahl von elf verletzten Polizeibeamten und zwei verletzten Carabinieri, darunter ein Beamter mit einem Bruch der Hand, der operiert werden muss.

Sechzig Durchsuchungen wegen Online-Aufrufen zur Gewalt

Am 31. Oktober führten Digos und Postpolizei 60 Durchsuchungen in 23 Städten gegen Personen durch, die nach Polizeiangaben in Chats und auf sozialen Plattformen im Vorfeld der jüngsten Demonstrationen zu Gewalt aufgerufen hatten. In Florenz und der Provinz wurden drei volljährige italienische Staatsangehörige durchsucht. Der Marsch in Florenz am 24. Oktober war von der Piazza Santa Maria Novella ausgegangen und hatte die Straßenbahnschienen nahe dem Bahnbetriebswerk besetzt; rund zehn Personen wurden identifiziert und wegen der Unterbrechung eines öffentlichen Dienstes angezeigt.

In den Tagen vor den Durchsuchungen war ein 30-Jähriger, der Social-Media-Kanäle einer selbst ernannten „Movimento 17 ottobre“ betrieb, wegen Aufstachelung zu Straftaten festgehalten worden, doch der Ermittlungsrichter in Mailand ließ ihn wieder frei. Die Polizei erklärte, die Operation laufe in ganz Italien weiter, und die Digos in Bologna setze ihre Prüfungen fort, um mögliche Verantwortlichkeiten zu klären.

Reaktionen von Regierung und Gewerkschaften

Innenminister Matteo Piantedosi erklärte, das Demonstrationsrecht sei trotz der Gewalt einiger Gruppen gewährleistet worden, und schrieb das Ergebnis den Sicherheitsvorkehrungen seines Ministeriums zu. Domenico Pianese, Generalsekretär der Polizeigewerkschaft Coisp, äußerte sich in einer Erklärung zu den Verletzten.

„Erneut haben die Uniformierten den Preis für die Gewalt auf den Plätzen bezahlt.“

Domenico Pianese

Pianese sagte, die gewalttätigen Gruppen hätten sich von den Zügen abgespalten und bewegten sich in kleinen Trupps, um mehrere Druckpunkte zu schaffen und die Sicherheitskräfte zu zermürben. Ihr erklärtes Ziel sei die Konfrontation und erzwungene Blockaden, um institutionelle Gebäude zu erreichen; er verwies auf einen Versuch, zum Parlament in Rom zu ziehen, und auf ein Vorgehen gegen die Präfektur in Turin.

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