
Polen schreibt Ausbau des 2,3-Kilometer-Abschnitts der DK44 in Oświęcim aus
Die polnische Straßenbehörde hat Angebote für die Planung einer vierspurigen Fahrbahn auf einem 2,3 Kilometer langen Abschnitt der Landesstraße 44 in Oświęcim eingeholt; der Bau soll 2032–2034 erfolgen.
Ausschreibung für die Straßenplanung
Die Krakauer Niederlassung der Generaldirektion für Landesstraßen und Autobahnen (GDDKiA) hat eine öffentliche Ausschreibung für die Planung des Ausbaus der Landesstraße 44 in der Woiwodschaft Kleinpolen gestartet. Das geplante Infrastrukturvorhaben betrifft einen 2,3 Kilometer langen Abschnitt entlang der Zatorska- und der Chemików-Straße durch die Stadt Oświęcim und das benachbarte Dorf Zaborze. Derzeit verläuft die Strecke zwischen dem Knotenpunkt mit der neuen Umgehung von Oświęcim und dem Kreisverkehr Andrzej Telka als einbahnige Straße mit je einer Fahrspur pro Richtung. Die staatliche Straßenbehörde sucht Ingenieurbüros, die die technische Dokumentation für den Ausbau des Korridors auf zwei Fahrspuren je Richtung erstellen. GDDKiA-Kommunikationsspezialist Kacper Michna erläuterte das Ziel der Untersuchung.
Wir wollen prüfen, wie dieser 2,3 Kilometer lange Abschnitt auf zwei Fahrspuren je Richtung ausgebaut werden kann.
Interessierte Ingenieurbüros haben bis zum 5. November 2026 Zeit, ihre förmlichen Angebote für den Planungsauftrag einzureichen.
Umfang und Trassenvarianten
Der geplante Umbau umfasst den gesamten 2,3 Kilometer langen Straßenabschnitt sowie sechs entlang der Strecke gelegene Kreuzungen, von denen zwei Kreisverkehre sind. Am Kreisverkehr Andrzej Telka trifft die Landesstraße 44 derzeit auf den Verkehr aus der Fabryczna-Straße und der Woiwodschaftsstraße 933 entlang der Chemików-Straße. Die beauftragten Planer sollen zudem prüfen, ob die Landesstraße 44 zwischen der Porębska-Straße und der Fabryczna-Straße technisch auf eine völlig neue Trasse verlegt werden kann. Die GDDKiA wies darauf hin, dass eine solche Trassenverlegung auf dem Abschnitt zwischen der Umgehung und der Porębska-Straße wegen räumlicher Zwänge nicht möglich ist, da Wohngebäude den westlichen Rand der Straße säumen, während Fischteiche an den östlichen Rand grenzen. Das siegreiche Planungsbüro muss alle möglichen Varianten analysieren, die optimale technische Lösung auswählen und die erforderliche Umweltentscheidung einholen. Neben den verbreiterten Fahrbahnen soll das Projekt auch Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur umfassen, darunter eigene Fuß- und Radwege.
Verkehrsaufkommen und Staus
Die Modernisierung reagiert auf das hohe Verkehrsaufkommen und die häufigen Engpässe auf dieser regionalen Verbindung. Nach Daten der Allgemeinen Verkehrszählung 2025 passieren täglich mehr als 12.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt der Landesstraße 44. Der Güterverkehr macht 18 Prozent dieses Gesamtaufkommens aus, was mehr als 2.100 schweren Lastwagen entspricht, die den Korridor täglich durchqueren. In den Morgen- und Nachmittagsspitzen bilden sich auf der Zufahrt zum Kreisverkehr Andrzej Telka häufig Rückstaus. Ortsansässige Autofahrer erwarten, dass das Verkehrsaufkommen, insbesondere der Schwerlastverkehr, weiter steigen wird, wenn weitere Abschnitte des regionalen Straßennetzes eröffnet werden. Autofahrer Michał Zając beschrieb die aktuelle Verkehrslage nahe der Kreuzung.
Schon jetzt bilden sich auf der Zufahrt zum Telka-Kreisverkehr Staus. Nach der Eröffnung der gesamten Umgehung wird der Verkehr, auch der Lastwagenverkehr, noch größer sein.
Die Landesstraße 44 dient als regionale Ost-West-Transitroute durch Südpolen und verläuft von Gliwice über Tychy und Oświęcim nach Krakau.
Zeitplan und kommunale Finanzierung
Die Vorbereitungsphase wird in einer Partnerschaft zwischen der staatlichen Straßenbehörde und der Gemeinde Oświęcim umgesetzt. Nach den Bedingungen der Vereinbarung übernimmt die Stadtverwaltung 50 Prozent der Kosten für die Erstellung der technischen Dokumentation und die Einholung der erforderlichen Genehmigungen. Die GDDKiA schätzt, dass die umfassende Planung und das Genehmigungsverfahren sechs Jahre dauern werden. Dieser lange mehrjährige Zeitplan umfasst sowohl die Einholung einer förmlichen Umweltentscheidung als auch die Erteilung der gesetzlichen Genehmigung zur Realisierung der Straßeninvestition, die im polnischen Recht als ZRID bekannt ist. Der Bau der vierspurigen Fahrbahn könnte zwischen 2032 und 2034 erfolgen.
- Frist für die Einreichung von Angeboten in der Planungsausschreibung
- Sechsjährige Planungsphase sowie Umwelt- und ZRID-Genehmigungsverfahren
- Geplanter Bau der verbreiterten vierspurigen Fahrbahn


