
UEFA bereitet Auslosung der Champions League mit 36 Teams und Preisgeld von 2,467 Milliarden Euro vor
Europäische Klubs erfahren am Donnerstag ihre acht Gegner in der Ligaphase, während die UEFA die Verteilung von 2,467 Milliarden Euro auf 36 Teilnehmer vorbereitet.
Software-Auslosungsmechanik und Turnierplan
Die Auslosung für die Ligaphase der UEFA Champions League 2026/27 findet am Donnerstag um 18:00 Uhr in Monaco statt, obwohl der Bayerische Rundfunk Nyon als Ort nennt. Ein digitales Softwaresystem wird die Spielpaarungen ermitteln, nachdem physische Klubnamen gezogen wurden, und ersetzt das manuelle Auslosungsformat. Alle 36 Klubs sind gemäß der UEFA-Klubkoeffizienten-Rangliste in vier Setzlisten-Töpfe eingeteilt. Jeder Klub trifft auf acht verschiedene Gegner (zwei aus jedem Topf, einschließlich des eigenen) und bestreitet vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Es gelten Länderschutzregeln, sodass Teams aus demselben nationalen Verband in der Ligaphase nicht aufeinandertreffen können und kein Team mehr als zwei Gegner aus einem einzigen Land haben darf. Die UEFA wird den vollständigen Spielplan frühestens am Samstag veröffentlichen. Die Auftaktspiele finden vom 8. bis 10. September statt, die Ligaphase endet am 27. Januar 2027. Die besten acht Teams ziehen direkt ins Achtelfinale ein (vom 9. bis 17. März), während die auf den Plätzen 9 bis 24 platzierten Teams eine Playoff-Runde mit Hin- und Rückspiel bestreiten. Das Finale findet am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid statt.
- Erste Qualifikationsspiele beginnen
- Auslosungszeremonie der Ligaphase findet statt
- Frühestmöglicher Veröffentlichungstermin des offiziellen Spielplans
- Erster Spieltag der Ligaphase beginnt
- Letzter Spieltag der 36-Team-Ligaphase
- Achtelfinale beginnt
- Champions-League-Finale im Estadio Metropolitano in Madrid
Setzlisten-Töpfe und deutsche Klubteilnahme
Deutschland geht mit vier qualifizierten Klubs ins Rennen, nachdem es einen zusätzlichen europäischen Leistungsplatz verpasst hat, der an England und Spanien ging. Die vier Bundesliga-Klubs werden aus verschiedenen Setzlisten-Töpfen gezogen. Der deutsche Meister FC Bayern München befindet sich in Topf 1, Borussia Dortmund in Topf 2, RB Leipzig in Topf 3 und der VfB Stuttgart in Topf 4. Bayern geht nach einem Halbfinal-Aus gegen Paris Saint-Germain im vorherigen Turnier (Gesamtergebnisse 4:5 und 1:1) in den Wettbewerb und hat Nathaniel Brown und Ismael Saibari für insgesamt rund 55 Millionen Euro verpflichtet. Das Ligaphasen-Format bedeutet, dass Klubs in Topf 1 weiterhin auf zwei Gegner aus Topf 1 treffen, wodurch frühere Garantien gegen frühe Schwergewichtsduelle entfallen.
Finanzielle Verteilung und Klubpreisgelder
Die UEFA prognostiziert Gesamteinnahmen aus dem kommerziellen Bereich von 4,4 Milliarden Euro aus der Champions-League-Saison 2026/27. Von diesem prognostizierten Umsatz wird der Verband 2,467 Milliarden Euro an die 36 teilnehmenden Klubs verteilen, basierend auf Startgebühren, Leistungsergebnissen und Marktwert. Jeder Klub in der Ligaphase erhält eine garantierte Startprämie von 18,62 Millionen Euro. Leistungsprämien in der Ligaphase betragen 2,1 Millionen Euro pro Sieg und 700.000 Euro pro Unentschieden. Der Aufstieg durch die K.o.-Runden bietet zusätzliche Auszahlungen, beginnend mit 1,0 Millionen Euro für das Erreichen der Playoffs und steigend auf kumulierte 63,5 Millionen Euro für den späteren Sieger. Eine separate Wertesäule zahlt zwischen 935.000 Euro für den 36. platzierten Klub und 33,66 Millionen Euro für den bestplatzierten Klub gemäß den kommerziellen Marktanteilen.
- Startprämie
- 18.62 Mio. €
- Ligasieg
- 2.1 Mio. €
- Unentschieden
- 0.7 Mio. €
- Playoff-Qualifikation
- 1 Mio. €
- Höchste Marketingpool-Zuteilung
- 33.66 Mio. €
- Niedrigste Marketingpool-Zuteilung
- 0.935 Mio. €
- Kumulierte Siegerprämie
- 63.5 Mio. €
Governance-Treffen und FIFA-Führungsstrategie
Vor der Auslosungszeremonie versammeln sich europäische Fußballfunktionäre unter der Leitung von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin in der Nähe des Grimaldi Forums mit Vertretern von 55 Mitgliedsverbänden. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen die anhaltende institutionelle Krise mit der FIFA und die strategische Planung vor der FIFA-Präsidentschaftswahl am 18. März 2027. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizepräsident Hans-Joachim Watzke, der auch im UEFA-Exekutivkomitee sitzt, nehmen an den Gesprächen teil. Die europäischen Delegierten planen in dieser Phase nicht, einen Gegenkandidaten gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino zu benennen. Stattdessen konzentriert sich die Strategie darauf, Infantino einen strengen Katalog von Good-Governance-Forderungen vorzulegen und gleichzeitig frühere Verwaltungsunterlagen aus seiner UEFA-Zeit zu prüfen.


