
Athener Gericht verurteilt drei Attikes-Diadromes-Manager wegen Schneesturm-Staus auf der Attiki Odos 2022
Ein griechisches Gericht verurteilte drei Führungskräfte des Unternehmens zu zehn Monaten auf Bewährung, weil sie während des Wintersturms Elpida im Januar 2022 tausende Autofahrer auf der Autobahn Attiki Odos eingeschlossen hatten.
Urteil
Ein Einzelrichter-Schöffengericht in Athen befand drei Führungskräfte des Autobahnbetreibers Attikes Diadromes der Gefährdung der Transportsicherheit während des extremen Schneesturms Elpida im Januar 2022 für schuldig. Das Gericht verhängte eine zehnmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung. Allen drei Angeklagten wurde der Milderungsgrund eines bisher gesetzmäßigen Lebens zuerkannt, doch das Gericht lehnte es ab, aufrichtige Reue anzuerkennen.
Das zurückgewiesene Wiedergutmachungsargument
Die Angeklagten hatten argumentiert, sie hätten versucht, die Folgen der Blockade zu mildern, indem sie jedem eingeschlossenen Fahrer 2.000 Euro zahlten. Das Gericht lehnte dieses Argument als Grund für aufrichtige Reue ab.
Das Unternehmen war vom Ministerium dazu verpflichtet, diese Maßnahme zu ergreifen, und tat dies nicht aus eigener Initiative.
Freisprüche
Drei weitere Angeklagte – einer von derselben Firma und zwei von der Betreibergesellschaft der Attiki Odos – wurden freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte ursprünglich vier Verurteilungen gefordert.
Verkehrspolizei unter Beobachtung
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Gericht die Weiterleitung der Prozessakten an die Staatsanwaltschaft Athen Erster Instanz an. Die Ermittler werden prüfen, ob der damalige Direktor der attischen Verkehrspolizei und der damalige für die Attiki Odos zuständige Verkehrsleiter Straftaten begangen haben, weil vor dem Eintreffen des Extremwetters ein Lkw-Fahrverbot hätte verhängt werden müssen.


