
Leiche der Schottin in Koffer in Athen gefunden; Telefon nach Tod genutzt
Die griechische Polizei hat die in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude in Athen gefundene Leiche elf Tage nach der Entdeckung als die 38-jährige Schottin Elisabeth-Jane Ross identifiziert. Ihr Telefon wurde nach ihrem Tod zum Versenden von Nachrichten genutzt, und die Ermittler behandeln den Fall als Tötungsdelikt.
Entdeckung in Kypseli
Am 18. Juli 2026 folgte ein Obdachloser einem starken Geruch in ein verlassenes Gebäude in der Evelpidon-Straße im Stadtteil Kypseli im Zentrum Athens. Auf dem Dachboden fand er einen Koffer, aus dem ein menschliches Glied ragte. Die in Tuch gewickelte und in einem Müllsack im Koffer befindliche Leiche wurde später als die 38-jährige britische Staatsbürgerin Elisabeth-Jane Ross identifiziert.
Die Überreste, so können wir bestätigen, wurden als die einer britischen Frau identifiziert. Ihre Angehörigen wurden informiert.
Letzte Bewegungen des Opfers
Ross, 1988 in Schottland geboren, war aus den Vereinigten Staaten gereist und am 29. Juni über Zypern in Griechenland angekommen. Sie wohnte bei Freunden in Athen und wurde zuletzt am 15. Juli lebend gesehen. Forensische Schätzungen gehen davon aus, dass sie zwischen fünf und sieben Tagen vor der Entdeckung starb, obwohl ein lokaler Medienbericht unter Berufung auf eine Obduktion den Tod acht Tage früher datierte. An der Leiche wurden keine sichtbaren Verletzungen oder Anzeichen eines Kampfes gefunden.
- Elisabeth-Jane Ross kommt aus den Vereinigten Staaten über Zypern in Griechenland an.
- Letzte bestätigte Sichtung von Ross durch Freunde, bei denen sie in Athen wohnte.
- Obdachloser entdeckt Leiche in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude in Kypseli.
- Griechische Polizei bestätigt Identität als Elisabeth-Jane Ross über Interpol und US-DNA-Daten.
Telefonaktivität nach dem Tod
Die Ermittler entdeckten, dass Ross' Mobiltelefon nach ihrem vermuteten Tod aktiv blieb. Von dem Gerät wurden Nachrichten gesendet, was die Polizei als Versuch wertet, den Eindruck zu erwecken, sie sei noch am Leben. Das Telefon wurde kurz nachdem der Fall internationale Aufmerksamkeit erregte, ausgeschaltet und ist seitdem inaktiv.
Es wurden auch Nachrichten gesendet, offensichtlich mit der Absicht, den Anschein zu erwecken, sie sei noch am Leben.
Internationale Identifizierungsbemühungen
Lokale Fingerabdruckdatenbanken ergaben keinen Treffer, woraufhin die griechischen Mordermittler Interpol um Hilfe baten. Die US-Behörden stellten DNA-Beweise auf der Grundlage von Aufzeichnungen einer früheren Dienstreise von Ross zur Verfügung, was die Bestätigung ihrer Identität am 29. Juli ermöglichte. Polizeisprecherin Konstantina Dimoglidou teilte Skai TV mit, dass CCTV-Aufnahmen ausgewertet würden, um Ross' Bewegungen nachzuvollziehen, und dass Fluggesellschaften kontaktiert worden seien, um festzustellen, ob sie allein gereist sei.
Reaktion der Familie und des Konsulats
Ross' Vater wurde benachrichtigt. Police Scotland bestätigte, dass man mit den griechischen Behörden zusammenarbeite und die Familie unterstütze. Das britische Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium erklärte, es leiste konsularische Hilfe.
In dieser schwierigen Zeit sind unsere Gedanken bei Elizabeths Familie. Wir leisten konsularische Unterstützung.
Die griechische Polizei behandelt den Tod aufgrund der Verbergung der Leiche als Straftat. Toxikologische Ergebnisse stehen noch aus, und es wurden keine Festnahmen bekannt gegeben.


