Wirtschaft · Tokio und Seoul

Asiatische Chipaktien rutschen nach Wahlsieg der Demokraten ab – Nikkei fällt um 1,79 Prozent

Der Nikkei 225 schloss am Donnerstag, 5. November, mit einem Minus von 1,79 Prozent bei 61.077,90 Punkten, während der Kospi in Seoul um mehr als 5 Prozent fiel und Toyota nach der Anhebung seiner Jahresprognose um 16,68 Prozent zulegte.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Sole 24 ORE, N-tv, Telegraaf und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Tokio, Seoul · Japan, Südkorea

Tokio schließt schwächer, Technologiewerte fallen

Der Nikkei 225 schloss am Donnerstag, 5. November, mit einem Minus von 1,79 Prozent bei 61.077,90 Punkten, belastet von Technologiewerten. Anleger sorgten sich um die Ausgaben für künstliche Intelligenz und um mögliche strengere Regulierung in den Vereinigten Staaten, nachdem die Demokraten die Zwischenwahlen gewonnen hatten. Die chinesischen Behörden hatten die 5,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme der Robotersparte von ABB durch SoftBank nicht genehmigt, was die Stimmung zusätzlich drückte. Die Chiphersteller für Anlagen, Advantest und Tokyo Electron, gehörten zu den größten Verlierern.

Toyota lief gegen den Trend und stieg um 16,68 Prozent, nachdem der Konzern seine Prognose für das Jahresergebnis angehoben hatte. Der breitere Topix folgte dem Nikkei nicht im gleichen Maße nach unten, da Branchen außerhalb der Technologie Käufer fanden.

Kospi stürzt ab, Handel in Seoul ausgesetzt

In Südkorea fiel der Kospi um mehr als 5 Prozent – ein Rückgang, der groß genug war, um eine Handelsunterbrechung auszulösen. Samsung Electronics und SK Hynix, die beiden schwergewichtigen Chipkonzerne, gehörten zu den am stärksten getroffenen Werten: Samsung verlor 7,8 Prozent, SK Hynix 9,6 Prozent. Qualcomm meldete enttäuschende Quartalszahlen, die Aktie fiel im nachbörslichen Handel in den Vereinigten Staaten um 7,5 Prozent. Auch Arm Holdings verlor nach Börsenschluss 1,8 Prozent, da die Zahlen die Anleger nicht beruhigten.

Der taiwanesische Leitindex fiel laut der Financial Times um 1,3 Prozent; die Zeitung brachte die regionale Verkaufswelle mit der Abhängigkeit von US-Investitionen in Rechenzentren in Verbindung.

Kapital fließt aus KI in andere Sektoren

Wataru Akiyama, Aktienstratege bei Nomura Securities, sagte, Geld, das in KI und Halbleiter geflossen sei, wandere nun in andere Sektoren. Zudem setze sich die Auffassung durch, dass Wahlsiege der Demokraten Rechenzentrumsprojekte verzögern würden, sodass das derzeitige Tempo des Gewinnwachstums nicht nachhaltig sein dürfte. Von den 33 Branchengruppen an der Tokioter Börse legten 25 zu. Immobilien führten die Gewinner mit einem Plus von 6,5 Prozent an, der Einzelhandel gewann 5,4 Prozent und Fast Retailing, der Betreiber von Uniqlo, stieg um 7,9 Prozent.

Die chinesischen Märkte bewegten sich anders. Der CSI 300 legte um 0,4 Prozent zu, der Hang Seng gewann 3,4 Prozent, wobei staatliche Unterstützung die Stimmung stützte, wie die Financial Times berichtete. Über Nacht hatte der S&P 500 1,6 Prozent höher geschlossen – sein größter Tagesgewinn seit Anfang August. Nicholas Yeo, Leiter chinesische Aktien bei Aberdeen, beschrieb die asiatische Verkaufswelle in größerem Zusammenhang:

„Es gab eine umfassende Korrektur, ausgelöst durch das, was in den USA vor sich geht“

Nicholas Yeo

Yeo sagte, chinesische Technologiewerte hingen weniger von US-Investitionen ab als ihre Pendants in Korea und Taiwan.

Ölpreise fallen, Händler bewerten die US-Wahl

Brent-Rohöl fiel am Donnerstag auf knapp über 94 Dollar je Barrel und setzte damit den Rückgang des Vortages fort. Trump hatte erklärt, die Wahrscheinlichkeit von Angriffen auf den Iran sei kleiner geworden, was die Preise zusätzlich drückte. Händler in Tokio sagten, einige Anleger wetteten darauf, dass der demokratische Durchmarsch Trump bremsen, die Benzinpreise dauerhaft senken und die Gesundheitskosten dämpfen könnte. Der Marktbericht von n-tv ergänzte, die Siege der Demokraten könnten Bemühungen zur Beendigung des US-Iran-Kriegs beschleunigen, was Lieferunterbrechungen und Inflationsdruck mildern würde. Niedrigere Ölpreise stützen zudem die Währungen von Netto-Energieimporteuren wie Japan.

Japans Dienstleistungssektor wächst weiter

Daten von S&P Global zeigten, dass der Einkaufsmanagerindex für den japanischen Dienstleistungssektor im Oktober von 51,3 im September auf 51,7 stieg, allerdings unter dem vorläufigen Wert von 52,0 blieb. Der Sammelindex für die Produktion fiel von 52,3 auf 52,1. Werte über 50 signalisieren Wachstum, sodass der Sektor weiter zulegte, während die Aktienmärkte verkauft wurden.

Japanischer Dienstleistungs-PMI, September und Oktober 2026Indexpunkte
2026-09
51.3 Indexpunkte
2026-10 (vorläufig)
52 Indexpunkte
2026-10
51.7 Indexpunkte

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Organisationen
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