Asiatische Chipaktien treiben Nikkei um 2,7 % nach oben, da nachlassende US-Inflation den Zinsdruck mindert
Die asiatischen Aktienmärkte legten am 1. Oktober zu, angeführt von einem Anstieg des Tokioter Nikkei um 2,7 % nach starken Umsatzprognosen von Micron und niedriger als erwarteten US-Inflationsdaten.
Asiatische Aktien legen nach US-Inflationsdaten zu
Die asiatischen Aktienmärkte notierten am 1. Oktober überwiegend im Plus, nachdem am Vortag US-Inflationszahlen veröffentlicht worden waren. Die am Mittwoch, dem 30. September, publizierten Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Verbraucherpreisinflation in den Vereinigten Staaten im August weniger stark gestiegen war als erwartet. Der schwächere Inflationswert dämpfte die Markterwartungen, dass die Federal Reserve auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Oktober eine weitere Zinserhöhung vornehmen würde. Gleichzeitig signalisierte die Bepreisung am Zinsmarkt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der US-Notenbank im Oktober weiter auf rund 38 % sank.
Halbleiterrally hebt Nikkei und Kospi
Technologiewerte lieferten an den regionalen Börsen den wichtigsten Aufwärtsimpuls, nachdem der US-Chiphersteller Micron einen optimistischen Finanzausblick vorgelegt hatte. Micron prognostizierte für das erste Quartal einen Umsatz, der die Konsensschätzungen der Wall-Street-Analysten übertraf, und untermauerte damit die Erwartungen in den asiatischen Märkten, dass die anhaltende Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz die weltweiten Verkäufe von Speicherchips weiter stützen wird.
- Advantest
- 7.7 %
- Tokyo Electron
- 5.6 %
- Kioxia
- 4.4 %
- Softbank Group
- 3.7 %
- Samsung Electronics
- 2.2 %
- SK Hynix
- 2.1 %
- TSMC
- 0.8 %
Der branchenweite Anstieg bescherte japanischen Halbleiterausrüstern, Herstellern von Fertigungsanlagen und Technologiekonglomeraten in Tokio deutliche Gewinne. Die Aktien von Advantest stiegen um 7,7 %, Tokyo Electron legte um 5,6 % zu, Kioxia gewann 4,4 %, während Softbank Group um 3,7 % zulegte. Diese Gewinne trieben den technologielastigen Nikkei um 2,7 % nach oben, nachdem er im Morgenhandel bereits um 2,4 % gestiegen war. Der breitere Tokioter Topix-Index legte moderater um 0,3 % zu.
In Südkorea erlebten die Speicherchip-Hersteller einen ähnlichen Anstieg des Anlegerinteresses, was den Leitindex Kospi um 1,1 % hob, nachdem er den Handelstag nahezu unverändert begonnen hatte. Die Aktien von Samsung Electronics stiegen in Seoul um 2,2 %, während der Rivale SK Hynix um 2,1 % zulegte. In Taipeh schlossen die Aktien von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) 0,8 % höher.
- Nikkei 225
- 2.7 %
- Kospi
- 1.1 %
- Topix
- 0.3 %
Hohe Anleiherenditen und Ölpreise dämpfen das Marktvertrauen
Während die kühleren US-Inflationszahlen die unmittelbaren Sorgen über Zinserhöhungen der Notenbank milderten, wurde die breitere Aktienmarktstimmung durch zugrunde liegende makroökonomische Belastungen gedämpft. Die regionalen Anleger blieben vorsichtig, da die Renditen von Staatsanleihen nahe Mehrjahreshöchstständen verharrten und die Rohölpreise hoch blieben. Der Saxo-Anlagestratege Charu Chanana verwies auf die Divergenz zwischen kurzfristigen Zinsanpassungen und anhaltend hohen langfristigen Kapitalfinanzierungskosten.
Die schwächeren US-Daten nahmen den Druck von den Fed-Erwartungen und den kurzfristigen Renditen, doch die Sorge über die Kapitalkosten ist nicht wirklich verschwunden, da die langfristigen Renditen hoch bleiben.
Börsen auf dem chinesischen Festland wegen Nationalfeiertag geschlossen
Regionales Handelsvolumen und Liquidität wurden durch die Feiertage auf dem chinesischen Festland geprägt. Der Aktienhandel in Shanghai und an allen Börsen des chinesischen Festlands ruhte am 1. Oktober wegen des offiziellen Nationalfeiertags. Die Börsen auf dem Festland bleiben bis zum 7. Oktober geschlossen, sodass sich die Aktivität an den asiatischen Märkten in der ersten Monatswoche auf geöffnete Finanzzentren wie Tokio, Seoul, Taipeh und Singapur konzentriert.

