
Arthur Fils schlägt Tiafoe, Coco Gauff bezwingt Pegula – Cincinnati-Titel gehen nach Frankreich und USA
Arthur Fils besiegte Frances Tiafoe mit 6:3, 1:6, 6:0 und holte sich am Sonntag in Cincinnati seinen ersten ATP-Masters-1000-Titel, während Coco Gauff Jessica Pegula mit 6:2, 6:4 bezwang und die WTA-1000-Krone errang.
Finale der Herren
Arthur Fils sicherte sich am Sonntag bei den Cincinnati Open seinen ersten ATP-Masters-1000-Titel, indem er Frances Tiafoe mit 6:3, 1:6, 6:0 besiegte. Der 22-jährige Franzose legte mit einer 3:0-Führung nach 29 Minuten los, schloss den ersten Satz mit drei Assen in Folge ab und servierte insgesamt elf Asse. Tiafoe konterte im zweiten Satz, indem er Fils im zweiten Spiel breakte, mit weiten Vorhändern auf 5:1 davonzog und den Satz nach rund 25 Minuten mit 6:1 für sich entschied. Nach einer medizinischen Auszeit von Tiafoe suchte Fils die Umkleidekabine auf, um seine taktische Ausrichtung neu zu justieren, bevor er zum entscheidenden Satz zurückkehrte. Fils gewann anschließend sechs Spiele in Folge, breakte Tiafoe zweimal zum frühen 4:0 und beendete die Partie, ohne im letzten Satz ein Spiel abzugeben.
Ich habe im Badezimmerspiegel mit mir selbst gesprochen. Ich sagte mir: Wenn du verlieren musst, dann geh voran, aber du musst kämpfen.
Meilensteine des französischen Tennis
Mit diesem Sieg ist Fils der fünfte französische Spieler, der seit Einführung der Serie im Jahr 1990 einen ATP-Masters-1000-Titel gewonnen hat. Mit 22 Jahren ist er der jüngste französische Champion in dieser Turnierkategorie und jünger als Guy Forget, Cédric Pioline, Sébastien Grosjean und Jo-Wilfried Tsonga bei ihren ersten Titeln. Der Sieg beendet eine zwölfjährige Durststrecke für das französische Herrentennis auf diesem Niveau – es ist der erste Masters-1000-Titel für Frankreich seit Tsongas Sieg in Toronto 2014. Fils trat in Cincinnati nach einer von Verletzungen geprägten Saison 2025 an, die einen Stressbruch im Rücken und Hüftprobleme umfasste. Auf dem Weg ins Finale besiegte der aus Essonne stammende Spieler zwei Top-10-Konkurrenten ohne Satzverlust: den Weltranglisten-Achten Alex de Minaur und den Weltranglisten-Zehnten Flavio Cobolli.
- Guy Forget gewinnt den Cincinnati-Masters-Titel
- Cédric Pioline gewinnt den Masters-1000-Titel
- Sébastien Grosjean gewinnt den Masters-1000-Titel
- Jo-Wilfried Tsonga gewinnt den Paris-Masters-Titel
- Jo-Wilfried Tsonga gewinnt den Toronto-Masters-Titel
- Arthur Fils gewinnt den Cincinnati-Masters-Titel
Finale der Damen
Im Dameneinzel sicherte sich die Weltranglisten-Vierte Coco Gauff den WTA-1000-Titel, indem sie die Weltranglisten-Dritte Jessica Pegula in 75 Minuten mit 6:2, 6:4 besiegte. Es war das erste rein amerikanische Dameneinzelfinale bei den Cincinnati Open seit 1970. Die beiden Finalistinnen sind regelmäßige Doppelpartnerinnen und führten gemeinsam die Doppel-Weltrangliste an. Gauff gab während der gesamten Turnierwoche nur einen Satz ab – und zwar in ihrer Erstrundenpartie gegen Liudmila Samsonova. Der Titel ist Gauffs erster Saisonsieg 2026 und ihr zweiter Erfolg in Cincinnati nach ihrem Triumph 2023.
Wichtig ist zu wissen, dass ich solche Matches produzieren kann, denn in New York wird es schwierig. Die Qualität zu sehen, die ich abrufen kann, selbst wenn ich nicht mein bestes Tennis spiele, und zu wissen, dass ich wie in dieser Woche großartiges Tennis spielen kann – das ist etwas, das ich in New York nutzen kann.
Ranglistensprung und Ausblick auf die US Open
Nach dem Turnier stieg Fils am Montag vom 21. auf den 11. Platz der ATP-Weltrangliste – eine neue Karrierebestleistung. Seinem Titelgewinn gingen ein Viertelfinaleinzug beim Montreal Masters 1000 und ein Turniersieg in Barcelona im Laufe des Jahres voraus. Die Ergebnisse in Cincinnati machen sowohl Fils als auch Gauff zu Anwärtern auf die US Open, deren Hauptfeld am Sonntag in New York beginnt. Pegula geht in das letzte Grand-Slam-Turnier der Saison, nachdem sie auf dem Weg ins Cincinnati-Finale drei aufeinanderfolgende Drei-Satz-Partien überstanden hatte. Gauff betonte, dass ihre Form in Cincinnati zwar einen Referenzpunkt für den Wettbewerb biete, sie das Turnierergebnis jedoch nicht als Garantie für Erfolg in New York betrachte.
- Turnierbeginn
- 21
- Nach dem Turnier
- 11


