
Zusammenstöße bei Argos-Protest nach Polizei-Erschießung eines 20-Jährigen
Molotow-Cocktail geworfen, Tränengas eingesetzt und eine Festnahme: Die Demonstration gegen die tödliche Polizei-Erschießung von Thodoris Zavradinos Karababas in der griechischen Stadt eskalierte.
Protest gegen Polizei-Erschießung zieht Menschenmenge an
Am 25. Juli fand in Argos eine Demonstration gegen den Tod des 20-jährigen Thodoris Zavradinos Karababas statt, an der Dutzende Bürger und Gruppen aus ganz Griechenland teilnahmen. Der 20-Jährige wurde von Beamten der Einheit O.P.K.E. erschossen, wobei die örtlichen Behörden keine Einzelheiten zu den Schüssen bekannt gaben. Die Teilnehmer versammelten sich auf dem Platz vor dem Archäologischen Museum von Argos und riefen: „Von Argos bis Aspropyrgos errichten wir Mauern gegen Morde durch Staat und Arbeitgeber.“ Ziel des Protests war es, Gerechtigkeit und ein Ende der Polizeigewalt zu fordern.
Zusammenstöße während des Marsches
Als der Zug durch die Innenstadt zog, eskalierte die Lage in der Nähe des Viertels Agia Aikaterini. Eine Person warf Berichten der griechischen Polizei zufolge einen Molotow-Cocktail auf die Polizei. Die Angriffe weiteten sich schnell aus: Es wurden auch Feuerlöscher, Holzbretter und Blendgranaten eingesetzt, was zu einer explosiven Situation mit dichtem Rauch führte.
- Dutzende Bürger und Gruppen aus ganz Griechenland versammeln sich am Archäologischen Museum von Argos.
- Ein Molotow-Cocktail wird geworfen, gefolgt von Angriffen mit Feuerlöschern und anderen Gegenständen.
- Die Bereitschaftspolizei greift mit chemischen Mitteln und Tränengas ein, um die Demonstranten zurückzudrängen.
- Eine Person wird festgenommen, mindestens eine weitere wird zur Befragung in Gewahrsam genommen.
Bereitschaftspolizei reagiert mit Tränengas
Drei Einheiten der MAT-Bereitschaftspolizei wurden eingesetzt, um die Ordnung wiederherzustellen. Die Beamten setzten chemische Mittel und Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen; Bürger waren zu sehen, wie sie sich durch den Rauch zurückzogen. Die Polizei nahm eine Person fest und nahm mindestens eine weitere in Gewahrsam; laut Polizeiquellen soll der Festgenommene der antiautoritären Bewegung angehören. Unmittelbar danach wurden keine Verletzten gemeldet.
Ermittlungen und anhaltende Alarmbereitschaft
Nach den Zusammenstößen sperrte die Polizei das Gebiet ab und zeigte in Argos eine starke Präsenz. Die Behörden arbeiten daran, weitere Verdächtige zu identifizieren und suchen nach anderen Beteiligten. Die griechische Polizei bestätigte, dass Bereitschaftseinheiten in der Stadt weiterhin in Alarmbereitschaft sind. Die tödlichen Schüsse haben weite Verbitterung ausgelöst, und es kommt landesweit zu Demonstrationen. In der lokalen Berichterstattung wurde keine offizielle Stellungnahme der Polizeigewerkschaft oder der Regierung zitiert.


