KI & Tech

Apples iPhone-Tastatur blockiert rund 100.000 Wörter – darunter politische Begriffe wie „Sleepy Joe“

Ein Forscher sagt, die in Apples Betriebssystem gefundene Liste umfasse vulgäre Begriffe und politisch aufgeladene Formulierungen; warum die politischen Einträge aufgenommen wurden, hat Apple nicht erklärt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, Stirile ProTV, The Next Web und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Eine Liste mit rund 100.000 Einträgen

Derik Kauffman, ein unabhängiger Forscher, sagt, die iPhone-Tastatur von Apple enthalte eine Liste mit rund 100.000 Wörtern und Wendungen, die sie weder über die Autokorrektur noch beim Wischen vorschlägt. Seine vorsichtige Schätzung klammert chinesische Schriftzeichen aus, während andere Berichte vom selben Tag die Liste mit mehr als 100.000 Einträgen oder mit Zehntausenden beziffern. Apple hat keine Zahl bestätigt. Nutzer können die Wörter weiterhin von Hand tippen, doch die Tastatur bietet sie nicht an und erkennt sie oft nicht, wenn ein Finger über die Tasten gleitet. Über die Ergebnisse berichtete Reuters am Freitag, 6. November.

Was die Liste enthält

Laut Kauffman sind die meisten Einträge beleidigend oder betreffen Drogen, Sex und Gewalt. Die Liste enthält auch politisch aufgeladene Wendungen, darunter „dictator Trump“ und „sleepy Joe“ sowie „right wing conspiracy“, „Tibetan independence“, „United Ireland“, „Trayvon Martin“ und „Kashmir dispute“. Die Einträge unterscheiden sich je nach Sprache. Auf Hebräisch lässt sich „occupied territories“ nicht durch Wischen eingeben, auf Französisch ist die Wendung „immigration too high“ blockiert, und auf Arabisch vervollständigt die Tastatur nicht „the Hamas movement“. Auf Hindi sind „Modi braggart“ und „Rahul is Pappu“ blockiert, was Kauffman als Spitzen gegen Premierminister Narendra Modi und seinen wichtigsten Gegenspieler Rahul Gandhi liest.

Wie die Liste gefunden wurde

Kauffman, der Blacklight gegründet hat, ein Start-up, das wissenschaftliche Arbeiten auf Fehler prüft, bemerkte das Problem erstmals im September. Sein iPhone tat sich schwer, „bad boy“ und „white man“ zu erkennen, als er sie durch Wischen eingab, bewältigte aber „bad girl“ und „black man“ ohne Probleme. Mit KI-Programmierwerkzeugen ging er der Sache nach und stieß auf eine Datei in Apples Betriebssystem, die die Tabelle enthielt. Matt Suiche, ein Ingenieur bei der Sicherheitsfirma Tolmo, fand dieselbe Liste unabhängig und stellte fest, dass sie weitgehend mit Kauffmans Ergebnissen übereinstimmte. Reuters testete eine Stichprobe der Einträge auf einem iPhone und stellte fest, dass die Wendungen in den Vorschlägen entweder fehlten oder sich nur schwer durch Wischen eingeben ließen.

Apples Reaktion

Apple erklärte nicht, warum politische Wendungen aufgenommen wurden, und machte keine Angaben zur Zahl der Einträge. In einer E-Mail äußerte sich das Unternehmen nicht direkt zu Kauffmans Ergebnissen. Apple hat erklärt, Nutzer könnten weiterhin jedes gewünschte Wort tippen und die Vorschläge der Tastatur ignorieren. Das System sei so eingerichtet, dass es keine Wörter oder Wendungen vorschlägt, die als unangemessen oder beleidigend gelten könnten.

Uneinheitliche Anwendung und Reaktionen

Kauffman sagte, Apple setze die Funktion uneinheitlich ein, und verwies darauf, dass sich „read smut“ durch Wischen eingeben lässt, „read gay smut“ aber nicht. Er räumte ein, dass Apple Nutzer möglicherweise davor bewahren wolle, versehentlich obszöne Nachrichten oder hetzerische Parolen zu verschicken, und beschrieb den Ansatz in deutlichen Worten.

„Es ist eine sehr sanfte Form der Zensur. Aber in dem Maßstab, in dem Apple operiert, reicht schon eine sanfte Berührung, um große Wirkung zu haben.“

Derik Kauffman

Er sagte außerdem, das Muster sei nicht auf Englischsprachige beschränkt.

„Jede große Sprache hat irgendeine Version davon.“

Derik Kauffman

Die Ergebnisse werfen die Frage auf, wie viel Kontrolle Apple über die Vorschläge der Tastatur haben sollte, zumal die Beschränkungen über Obszönitäten hinausgehen. Weltweit nutzen Hunderte Millionen Menschen iPhones, die Entscheidungen des Unternehmens prägen also, wie sehr viele Menschen kommunizieren.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Apple, Reuters

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