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© El Periódico
Regierung·25. Juni

Generäle der Guardia Civil bestätigen, sie hätten bei politisch sensiblen Ermittlungen gegen die Familie des Premierministers 'zur Seite treten' sollen

Die ehemaligen Leiter der UCO-Einheit sagten vor Richter Santiago Pedraz aus, dass hochrangige Kommandeure der Guardia Civil sie angewiesen hätten, bei Ermittlungen gegen Pedro Sánchez und dessen Angehörige nicht proaktiv zu sein.

Anweisung zum Zurücktreten

Zwei Generäle der Guardia Civil, Rafael Yuste und Alfonso López Malo, bestätigten am 26. Juni 2026 vor Gericht, dass die Führung der Truppe ihnen gesagt habe, sie sollten „zur Seite treten“ und bei Ermittlungen mit politischen Implikationen nicht proaktiv sein. Die Aussage, die sie als Zeugen im Fall Leire Díez an der spanischen Audiencia Nacional machten, bezog sich auf Ermittlungen, darunter jene gegen den Bruder des Premierministers, David Sánchez, und seine Frau Begoña Gómez. Yuste, der die UCO von 2023 bis 2025 leitete, sagte, die Anweisung sei ihm bei einem Treffen im Juli 2024 vom damaligen stellvertretenden Einsatzdirektor (DAO) Manuel Llamas erteilt worden.

Der Antrag der UCO war völlig spekulativ und böswillig.

— Leonardo Marcos

Der ehemalige Generaldirektor Leonardo Marcos bezeichnete laut Fallakten die Arbeit der UCO am Fall David Sánchez als „völlig spekulativ und böswillig“ und verlangte einen Bericht mit dem Ergebnis, „dass es nichts gab“. Yuste erklärte, er habe die Anweisungen nicht als Druck empfunden, und beide Generäle bestanden darauf, dass die Anweisungen allgemeiner Natur gewesen seien und sich nicht allein auf PSOE-bezogene Angelegenheiten bezogen hätten.

Schlüsselereignisse im Untersuchungsverfahren zur politischen Einflussnahme auf die UCO
  1. 12. Juli 2024Leonardo Marcos teilt dem UCO-Chef mit, der Antrag im Fall David Sánchez sei 'spekulativ und böswillig', verlangt einen Bericht, der kein Fehlverhalten belegt.
  2. 16. Juli 2024DAO Manuel Llamas besucht die UCO-Büros und weist die Ermittler an, in Fällen mit politischen Auswirkungen 'zur Seite zu treten'.
  3. 27. Mai 2025UCO-Beamte befragen Yuste und López Malo zu angeblichen Anweisungen der Guardia-Civil-Führung, Ermittlungen einzuschränken.
  4. 29. Mai 2025Yuste und López Malo treffen Mercedes González, die später behauptet, sie habe Leire Díez erwähnt; Zeugen bestreiten dies.
  5. 16. Juni 2026González erklärt vor dem Senat, sie habe mit den UCO-Kommandeuren über Leire Díez gesprochen.
  6. 26. Juni 2026Yuste und López Malo sagen vor der Audiencia Nacional aus, bestätigen die Anweisungen und bestreiten González' Version.

Mercedes González widersprochen

Yuste und López Malo stellten zudem direkt die Version der amtierenden Generaldirektorin Mercedes González in Frage. González hatte am 16. Juni vor dem Senat behauptet, sie habe bei einem Treffen mit den beiden Generälen am 29. Mai 2025 Leire Díez erwähnt. Auf Befragen der Staatsanwältin Elena Lorente erklärten beide Zeugen, González habe sich bei dieser Begegnung nie auf Leire Díez bezogen. Das Treffen habe dazu dienen sollen, Unterstützung für UCO-Ermittlungen mit Auswirkungen auf die PSOE auszudrücken, und die Atmosphäre sei als korrekt, aber angespannt beschrieben worden.

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Der Fall Leire Díez

Richter Santiago Pedraz untersucht, ob aus den Reihen der Guardia Civil eine Kampagne zur Diskreditierung von UCO-Ermittlern orchestriert wurde und ob Anweisungen ergangen sind, Disziplinarverfahren gegen Beamte einzuleiten, die in Fällen mit Bezug zur PSOE oder zum Umfeld von Pedro Sánchez ermittelten. Einer der Privatkläger, Hazte Oir, hat bereits beantragt, Mercedes González anzuklagen, und weist darauf hin, dass sie eingeräumt habe, mehrere Treffen mit Leire Díez gehabt zu haben. González bestreitet, auf Díez' Bitte hin gegen die UCO vorgegangen zu sein. Die Untersuchung prüft auch, ob ein Treffen im Juli 2024, an dem Llamas und der damalige Leiter der Kriminalpolizei Alfonso López Malo teilnahmen, Teil eines Musters der Einflussnahme war.

Richterliche Unabhängigkeit im Fokus

Die Aussagen erfolgten vor dem Hintergrund angespannter institutioneller Beziehungen. Bei einer separaten Veranstaltung des Instituto de España warnte der Richter am Obersten Gerichtshof, Pablo Lucas, vor einer Erosion der Rechtsstaatlichkeit und rief zu Loyalität gegenüber den Institutionen auf, insbesondere von Seiten der Inhaber öffentlicher Ämter. Ana Fernández-Tresguerres, Generalsekretärin der Königlichen Akademie für Rechtswissenschaft und Gesetzgebung, bezeichnete die Kritik an der Justiz durch andere Staatsgewalten als „eine sehr schwerwiegende Verletzung demokratischer Grundsätze“.

Wenn man nicht an einen Richter glaubt, glaubt man nicht an die Demokratie.

— Ana Fernández-Tresguerres
San Fernando de Henares
Rafael YusteAlfonso López MaloSantiago PedrazLeire DíezLeonardo MarcosManuel LlamasMercedes GonzálezPedro SánchezDavid SánchezBegoña GómezAntonio BalasPablo LucasAna Fernández-Tresguerres
Pedro SánchezMadridMadrytChe GuevaraSantos CerdánLeire DíezSantiago Pedraz GómezJacobo TeijeloÁlvaro García OrtizDiego VillafañeAna María FuentesLeopoldo Puente

8 Quellen

  • El ex jefe de la UCO confirma que les pidieron ponerse de perfil desde la DAO
    LaVanguardia·26. Juni
  • El exjefe de la UCO ratifica ante el juez que el DAO le pidió 'ponerse de perfil' en investigaciones de carácter político
    El Periódico·26. Juni
  • Dos generales ratifican que les ordenaron que la UCO se pusiera "de perfil" en causas políticas
    EL PAÍS·26. Juni
  • El ex jefe de la UCO ratifica ante el juez Pedraz que le hablaron de "ponerse de perfil" en investigaciones como la del hermano de Sánchez
    EL MUNDO·26. Juni
  • Exjefe de la UCO ratifica que le hablaron de "ponerse de perfil" en...
    europa press·26. Juni
  • Los jefes de la UCO desmienten a la directora de la Guardia Civil y aseguran al juez que nunca les habló de Leire Díez
    eldiario.es·26. Juni
  • Los mandos de la UCO ratifican las "maniobras" de la Guardias Civil para frenar investigaciones
    La Razón·26. Juni
  • Un magistrado del Supremo, ante los ataques a los jueces: "El deber de lealtad a las instituciones nos vincula a todos"
    La Razón·26. Juni

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