
Staatsanwaltschaft klagt zwei Männer wegen Diebstahls des Familien-Lexus des polnischen Premierministers Donald Tusk an
Die Bezirksstaatsanwaltschaft Danzig hat beim Bezirksgericht in Elbing Anklage gegen zwei Männer erhoben, die beschuldigt werden, einen Lexus der Familie von Premierminister Donald Tusk in Zoppot gestohlen zu haben.
Anklage beim Gericht in Elbing eingereicht
Die Staatsanwaltschaft in Nordpolen hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und eine formelle Anklage gegen zwei Männer eingereicht, die beschuldigt werden, einen Lexus der Familie von Premierminister Donald Tusk gestohlen zu haben. Die Bezirksstaatsanwaltschaft Danzig hat die Akte am 18. August 2026 an das Bezirksgericht in Elbing übergeben. Die Justizbehörden bestätigten die Einreichung am 20. September 2026, nachdem TVP Info zunächst über den Gerichtseingang berichtet hatte. Die regionale Staatsanwaltschaft hatte sich vor der formellen Übergabe der Dokumente zurückgehalten, öffentliche Erklärungen zu dem Fall abzugeben. Mariusz Duszyński, Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft Danzig, sprach am Sonntag mit der Polnischen Presseagentur, um den rechtlichen Schritt zu bestätigen.
Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht festgelegt.
Diebstahl in Zoppot und Sicherstellung in Danzig
Die Tat ereignete sich im September 2025 in der Küstenstadt Zoppot, unmittelbar in der Nähe des Wohnhauses von Donald Tusk. Das Luxusfahrzeug wurde über Nacht von außerhalb des Hauses gestohlen, bevor Familienmitglieder das Verschwinden bei der örtlichen Polizei meldeten. Beamte der regionalen Polizei leiteten sofort nach der Meldung eine Suchaktion im gesamten Dreistädtegebiet ein. Die Polizei fand den gestohlenen Lexus innerhalb weniger Stunden nach der Meldung und entdeckte das unbeschädigte Auto auf einem Parkplatz im Stadtteil Kokoszki von Danzig. Sollten die Verdächtigen vor Gericht des Einbruchs und des Fahrzeugdiebstahls für schuldig befunden werden, drohen ihnen nach dem polnischen Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.
Detaillierte Anklagepunkte gegen Łukasz W.
Die Ermittler sammelten umfangreiche Beweise gegen den Hauptverdächtigen, den 40-jährigen Łukasz W., was zu sechs verschiedenen Strafanzeigen führte. Die Staatsanwaltschaft wirft Łukasz W. vor, gemeinsam und in Absprache beim Einbruch und Diebstahl des Lexus aus der Familie des Premierministers in Zoppot gehandelt zu haben. Darüber hinaus beschuldigen ihn die Ermittler, zwei weitere separate Autodiebstähle mit Einbrüchen in den Städten Elbing und Zoppot begangen zu haben. Ihm werden außerdem drei Straftaten vorgeworfen, weil er gefälschte Fahrzeugkennzeichen als echte Dokumente verwendet habe, die an den zuvor gestohlenen Fahrzeugen angebracht waren, um deren Identität zu verschleiern. Łukasz W. wurde während der Ermittlungen von Strafverfolgungsbeamten an einem Flughafen festgenommen und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.
Rechtlicher Status des Mitangeklagten Stefan N.
Der zweite in der Anklage genannte Mann ist der 43-jährige Stefan N., dem vorgeworfen wird, direkt an dem Fahrzeugdiebstahl in Zoppot beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft behauptet, Stefan N. habe gemeinsam und in Absprache mit Łukasz W. gehandelt, um den Einbruch im September 2025 durchzuführen. Stefan N. befand sich zunächst in den frühen Phasen der Ermittlungen in Untersuchungshaft, wurde jedoch im Februar 2026 aus der Haft entlassen. Während Stefan N. bis zum Prozess auf freiem Fuß bleibt, wird er weiterhin zusammen mit Łukasz W. vor dem Bezirksgericht in Elbing formell strafrechtlich verfolgt. Das Gericht wird den Terminplan festlegen und die Beweise beider Angeklagten prüfen, sobald die Verhandlungstermine offiziell angesetzt sind.
Meilensteine des Falls
Das rechtliche Verfahren gegen die beiden Männer folgt einer Reihe von Ermittlungsschritten, die im vergangenen Jahr in ganz Nordpolen durchgeführt wurden.
- Lexus in der Nähe von Donald Tusks Wohnhaus in Zoppot gestohlen und Stunden später in Danzig gefunden
- Verdächtiger Stefan N. wird aus der Untersuchungshaft entlassen
- Anklage gegen zwei Verdächtige beim Bezirksgericht in Elbing eingereicht
- Staatsanwaltschaft bestätigt öffentlich die Einreichung der Anklage


