Regierung · Warschau
Polens Opposition und Regierungskoalition streiten über Steuerfreibeträge, während Millionen in die höchste Steuerklasse rutschen
Der PiS-Kandidat Przemysław Czarnek versprach eine Anhebung der zweiten Steuerschwelle auf 180.000 PLN, während die Koalitionsministerin Pełczyńska-Nałęcz 140.000 PLN forderte, da inzwischen 2,4 Millionen Steuerzahler den Spitzensteuersatz von 32 % zahlen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Business Insider, TVN24 und www.money.pl. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Przemysław Czarnek verspricht, die zweite PIT-Schwelle ab 2028 von 120.000 auf 180.000 PLN pro Jahr und für Ehepaare auf 360.000 PLN anzuheben.
Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz von Polska 2050 fordert eine geringere Anhebung auf 140.000 PLN und bezeichnet das aktuelle System als ungerecht.
Expertenanalysen zeigen, dass nur Personen mit einem Monatseinkommen von über 11.900 PLN profitieren; die volle jährliche Ersparnis von 12.000 PLN erfordert ein Einkommen von über 17.700 PLN – das betrifft weniger als 20 % der Gesellschaft.
Die Zahl der Steuerzahler, die den 32-%-Satz erreichen, stieg 2025 um 25 % auf 2,411 Millionen, da die Löhne stiegen, die Schwelle jedoch unverändert blieb.
- 1.01.Zweite Steuerschwelle von 85.528 auf 120.000 PLN angehoben
- 31.12.2,411 Millionen Steuerzahler erreichen die 32-%-Steuerklasse, ein Anstieg von 25 % gegenüber dem Vorjahr
- 15.06.PiS schlägt Anhebung der Schwelle auf 180.000 PLN ab 2028 vor
Politische Vorschläge werden laut
Der Kandidat der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) für das Amt des Ministerpräsidenten, Przemysław Czarnek, stellte am vergangenen Wochenende einen Plan vor, die zweite Einkommensteuerschwelle in Polen von 120.000 auf 180.000 Złoty pro Jahr anzuheben – für gemeinsam veranlagte Ehepaare auf 360.000 Złoty. Die Änderung soll zum 1. Januar 2028 in Kraft treten.
„Wir werden die zweite Schwelle auf 180.000 Złoty anheben.“
Das Koalitionsmitglied Polska 2050, vertreten durch die Ministerin für Fonds und Regionalpolitik Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, setzt sich seit Längerem für eine moderatere Anhebung auf 140.000 Złoty ein. Sie bezeichnete das derzeitige System als „zutiefst ungerecht“.
„Das polnische Steuersystem ist zutiefst ungerecht und wir müssen etwas dagegen tun.“
Die aktuelle Belastung durch die Steuerklassen
Der Steuersatz von 32 % greift bei einem Jahreseinkommen von über 120.000 Złoty – ein Wert, der seit 2022 unverändert ist, als er von 85.528 Złoty angehoben wurde. Im Jahr 2025 entsprach die Schwelle bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 8.903,56 Złoty nur noch dem 1,2-Fachen des nationalen Durchschnitts, verglichen mit dem 3,5-Fachen bei der Einführung im Jahr 2009. Die Zahl der Steuerzahler, die in die höchste Steuerklasse fallen, stieg laut Daten des Finanzministeriums im vergangenen Jahr um fast 25 % auf 2,411 Millionen.
- Aktuelle Schwelle
- 120000 PLN
- PiS-Vorschlag
- 180000 PLN
- Polska 2050-Vorschlag
- 140000 PLN
Daten aus dem Artikeltext
Wer würde profitieren
Die PiS gibt an, dass etwa 2,5 Millionen Steuerzahler von einer Steuersenkung profitieren würden. Der leitende Steuerberater von InFakt, Piotr Juszczyk, berechnete jedoch, dass Personen mit einem Bruttoeinkommen von bis zu etwa 11.900 Złoty pro Monat keinerlei Vorteil hätten – sie blieben bereits unter der aktuellen Schwelle. Die ersten Vorteile zeigten sich erst darüber, und die volle jährliche Ersparnis von 12.000 Złoty käme nur denjenigen zugute, die etwa 17.700 Złoty oder mehr verdienen. Für gemeinsam veranlagte Ehepaare steigt der maximale Gewinn auf 24.000 Złoty. Business Insider merkte an, dass dies bedeutet, dass weniger als 20 % der Gesellschaft einen Gewinn erzielen würden, der sich zudem auf die Reichsten konzentriert.
„Der Vorschlag klingt umfassend, ist aber in der Praxis eng begrenzt, auch wenn diese Gruppe von Jahr zu Jahr wachsen wird.“
Reibereien in der Koalition
Finanzminister Andrzej Domański von der Bürgerkoalition erklärte, er habe nie einen offiziellen Vorschlag von Pełczyńska-Nałęcz erhalten.
„Dieser Vorschlag existiert bisher nur in den Medien.“
Pełczyńska-Nałęcz entgegnete, sie habe das Thema angesprochen und die Einberufung von Koalitionsgesprächen sei das Vorrecht des Ministerpräsidenten. Sie warnte, dass die PiS die Stimmen der Mittelschicht gewinnen werde, wenn die demokratische Seite nicht handele, und bezeichnete dies als den „500-plus“-Moment dieser Wahl.
Experten fordern systemische Korrekturen
Juszczyk argumentierte, das eigentliche Problem sei das Fehlen einer stufenweisen Progression. Er schlug vor, einen Steuersatz von 20 % für Einkommen zwischen 120.000 und 180.000 Złoty einzuführen, wobei der Satz von 32 % erst darüber greifen sollte. Ohne strukturelle Änderungen werde das Lohnwachstum immer mehr Arbeitnehmer in die höchste Steuerklasse treiben.
„Die polnische Steuerskala hat heute keinen sanften Anstieg. Sie hat eine Mauer.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Przemysław Czarnek
- PiS-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, schlug die Anhebung der zweiten Steuerschwelle auf 180.000 PLN vor
- Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz
- Ministerin für Fonds und Regionalpolitik (Polska 2050), befürwortete eine Anhebung der Schwelle auf 140.000 PLN
- Andrzej Domański
- Finanzminister, erklärte, er habe nie einen offiziellen Vorschlag für die Anhebung der Schwelle erhalten
- Piotr Juszczyk
- Leitender Steuerberater bei InFakt, analysierte die Auswirkungen des Vorschlags und forderte eine Strukturreform
- Orte
- Warschau
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