Diplomatie · Gaza-Stadt und Jerusalem
Netanyahu sagt, Israel habe dem von Trump unterstützten Gaza-Plan nicht zugestimmt und Gegenvorschläge übermittelt
Israels Ministerpräsident wies den US-unterstützten Entwurf des Friedensrates für Gaza öffentlich zurück und bestand darauf, dass Tel Aviv Gegenvorschläge übermittelt habe und sich nicht zurückziehen werde, bis die Hamas vollständig entwaffnet sei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, Il Fatto Quotidiano, RTE.ie und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte am 4. August öffentlich, dass Israel dem US-unterstützten Entwurf des Friedensrates nicht zugestimmt habe, sondern stattdessen eigene Anmerkungen zurückgeschickt habe.
Der Entwurf des Friedensrates verlangt, dass die Hamas vollständig entwaffnet, bevor sich das israelische Militär von seinen derzeitigen Linien zurückzieht. Israel kontrolliert derzeit über 60 % des Gazastreifens, ausgeweitet von 53 % seit dem ursprünglichen Waffenstillstand.
Die rechtsextremen Minister Bezalel Smotrich und Orit Strook forderten eine neue Abstimmung im Sicherheitskabinett über den Plan und bezeichneten den Genehmigungsprozess als 'Wahlkampfmanöver'. Eine Kabinettssitzung wurde auf den 6. August verschoben.
Die Hamas hat erklärt, sie akzeptiere das Abkommen, macht die Übergabe schwerer Waffen jedoch vom Rückzug der israelischen Armee abhängig, was zu einer zirkulären Sackgasse bei der Reihenfolge führt.

- 3.08.Netanyahu trifft Friedensratsgesandten Mladenov, erhält Entwurf; Rat erklärt Rückzug erst nach Stilllegung
- 4.08.Netanyahu erklärt öffentlich, Israel habe dem Entwurf nicht zugestimmt und Gegenvorschläge geschickt; rechtsextreme Minister fordern neue Kabinettsabstimmung
- 6.08.Sicherheitskabinettssitzung auf Donnerstag verschoben
Die Zurückweisung des Ministerpräsidenten
Die öffentliche Stellungnahme erfolgte in einem am Abend des 4. August auf sozialen Medien veröffentlichten Video. Benjamin Netanyahu sagte, Israel sei von Donald Trumps Team ein Entwurf zugesandt worden, dem es nicht zugestimmt habe.
„Sie haben uns einen Entwurf geschickt. Wir haben ihm nicht zugestimmt. Es war nicht unser Entwurf. Wir haben unsere Anmerkungen zurückgeschickt.“
Die Äußerungen waren sein erster direkter Kommentar zu dem Plan, den der US-unterstützte Friedensrat als „vollständige Entwaffnung“ der Hamas bezeichnet hatte. Netanyahu fügte hinzu, dass israelische Streitkräfte sich nicht „von unseren derzeitigen Linien“ zurückziehen würden, bis die Hamas vollständig entwaffnet sei.
Der Rahmen des Friedensrates
Der Entwurf soll die zweite Phase des Waffenstillstandsabkommens umsetzen, das den Krieg beendete. Gemäß seinen Bedingungen würde die Hamas schwere und leichte Waffen sowie Tunnel aufgeben, und Israel würde seine Truppen auf die Gelbe Linie zurückziehen, die 47 Prozent des Territoriums für palästinensische Kontrolle und 53 Prozent für israelische Kontrolle abgrenzte. Seit Beginn der Waffenruhe hat das israelische Militär seinen Kontrollbereich jedoch von 53 Prozent auf über 60 Prozent des Gazastreifens ausgedehnt.
Der Friedensrat hatte nach einem Montagstreffen zwischen Netanyahu, israelischen Beamten und seinem Gesandten Nikolay Mladenov erklärt, dass der israelische Rückzug „erst stattfinden wird, wenn die Stilllegung abgeschlossen ist, wie die Hamas sich gegenüber den Vermittlern verpflichtet hat“.
Zirkuläre Sackgasse mit der Hamas
Die Hamas erklärte am Freitag, sie akzeptiere das von Trump angekündigte Abkommen, aber die Bewegung mache die Übergabe schwerer Waffen davon abhängig, dass die israelische Armee zuerst aus Gaza abzieht. Netanyahu signalisierte unterdessen indirekte Skepsis gegenüber der Bereitschaft der Hamas zur Entwaffnung und sagte, Israel werde „diese Annahme des US-Präsidenten oder seines Teams überprüfen“.
Die Times of Israel analysierte, dass Netanyahus Beharren darauf, sich nicht von den „derzeitigen Linien“ zurückzuziehen, ein Zeichen dafür sein könnte, dass Israel nicht einmal zur ursprünglich unter dem Waffenstillstand vereinbarten Gelben Linie zurückkehren will, ein Schritt, den der Plan des Friedensrates ausdrücklich vorsieht.
Innenpolitischer Druck
Netanyahu steht unter Druck des rechtsextremen Flügels seiner Regierungskoalition. Finanzminister Bezalel Smotrich und Siedlungsministerin Orit Strook forderten eine neue Abstimmung im Sicherheitskabinett mit der Begründung, der Plan spiegele nicht die ursprünglichen Diskussionen wider. Das Kabinett hatte den Vorschlag bereits gebilligt.
Ein für Dienstag angesetztes Treffen wurde laut israelischen Medienberichten auf Donnerstag verschoben, während in Netanyahus Likud-Partei Vorwahlen vor den Wahlen am 27. Oktober stattfanden. Tal Elovits, ein Forscher der Denkfabrik Molad, bezeichnete die Forderung nach einer neuen Abstimmung als „Wahlkampfmanöver“, um den Ministerpräsidenten unter Druck zu setzen.
„Die israelische Rechte hat stets versucht, ein Szenario hinauszuzögern, in dem dieser Konflikt zu einem internationalen Konflikt wird. Offensichtlich wird sich das Verhalten der IDF ändern, sobald Soldaten aus dem Kosovo, aus Indonesien dort sind.“
Begrenzte israelische Optionen
Elovits fügte hinzu, dass Israel angesichts seiner diplomatischen Isolation keine konkrete Möglichkeit habe, den von den USA unterstützten Plan zu zerreißen. Netanyahu sei, so sagte er, „kein sehr aktiver Spieler“, sondern jemand, der versuche, Ideen zu blockieren, ohne eine Alternative auf den Tisch zu legen.
„Netanyahu hat keine andere Wahl, als auf seinen einzigen verbliebenen Freund in der diplomatischen Gemeinschaft zu hören.“
Der Friedensrat hatte die Sitzung am Montag als „konstruktives und detailliertes“ Treffen bezeichnet und bekräftigt, dass das Ziel der vollständigen Stilllegung von Waffen im Gazastreifen „nicht in Frage steht“. Die Gespräche würden in der nächsten Arbeitsphase fortgesetzt, so der Rat.
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Quellen und Kontext
- Le Soir" Ce n'est pas notre projet " : Israël n'a pas accepté le plan pour Gaza soutenu par les Etats-Unis
- Il Fatto QuotidianoGaza, Netanyahu: "Israele non approva il piano Usa" | Il Fatto Quotidiano.it
- RTE.ieIsrael did not agree to US-backed Gaza plan - Netanyahu
- tagesschau.deIsrael lehnt Trumps Plan zur Hamas-Entwaffnung im Gazastreifen ab
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, der den Entwurf des Friedensrates ablehnte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Friedensrat den Entwurf vermittelte
- Bezalel Smotrich
- Israels Finanzminister und rechtsextremes Koalitionsmitglied, das eine neue Abstimmung über den Plan forderte
- Orit Strook
- Israels Siedlungsministerin und rechtsextremes Koalitionsmitglied, das eine neue Abstimmung über den Plan forderte
- Nikolay Mladenov
- Gesandter des Friedensrates für Gaza, der sich mit Netanyahu traf
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