
Zwei Frauen greifen ukrainische Bürger in Posen an; eine festgenommen, zweite von Polizei identifiziert
Zwei Frauen griffen in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 vor einem Restaurant in der Półwiejska-Straße in Posen ukrainische Bürger an. Die Polizei nahm eine Verdächtige am 14. August fest und bestätigte, dass die Identität der zweiten bekannt ist.
Der Vorfall
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026, gegen 00:20 Uhr, griffen zwei der Polizei zufolge mutmaßlich betrunkene Frauen zwei ukrainische Bürger vor einem Restaurant in der Półwiejska-Straße im Zentrum von Posen an. Die Opfer waren Angestellte des Lokals. Ein vom lokalen Profil @poznanmoment in sozialen Medien veröffentlichtes Video zeigt, wie eine Frau auf die Männer zugeht, sie beschimpft, einen anspuckt und dann einen Sonnenschirm auf sie umstößt. Sie schlägt einem der Männer auf den Hinterkopf. Es sind vulgäre und fremdenfeindliche Äußerungen zu hören, darunter die Phrase „Haut ab in die Ukraine, ihr Schlampen.“ Eine zweite Frau gesellt sich später hinzu, und die Auseinandersetzung eskaliert, wobei Gegenstände aus dem Außenbereich des Restaurants auf die Männer geworfen werden.
Einer der ukrainischen Männer sagte @poznanmoment, die Konfrontation habe begonnen, als eine junge Frau ihn beim Rauchen vor dem Lokal auf Ukrainisch mit Gästen sprechen hörte und anfing, sie zu belästigen.
- Zwei Frauen greifen ukrainische Bürger auf der Półwiejska-Straße in Posen an
- Geschäftsführer des Lokals erstattet offizielle Anzeige
- Polizei nimmt eine Angreiferin fest; Identität der zweiten Frau bestätigt
Polizeiliche Reaktion
Beamte des Komisariat Policji Poznań-Stare Miasto übernahmen den Fall. Polizeisprecherin Iwona Liszczyńska vom Polizeipräsidium Großpolen erklärte, die Polizei habe unmittelbar nach Bekanntwerden des Videos mit der Identifizierung begonnen – bevor eine offizielle Anzeige erstattet wurde. Der Restaurantleiter erschien am Morgen des 14. August auf der Dienststelle und reichte eine offizielle Meldung ein. Liszczyńska betonte, die Beamten hätten nicht auf diese Meldung gewartet, um ihre Arbeit aufzunehmen.
Am 14. August gab MSWiA-Chef Marcin Kierwiński auf der Plattform X bekannt, dass eine der Angreiferinnen festgenommen worden sei. Er fügte hinzu, die Identität der zweiten Frau sei der Polizei ebenfalls bekannt.
Die Identität der zweiten Frau ist der Polizei ebenfalls bekannt. Null Toleranz gegenüber Aggression und Hass.
MSWiA-Sprecherin Karolina Gałecka bestätigte auf X, dass die Polizei in Posen Ermittlungen im Zusammenhang mit der Aufnahme führe, die aggressives Verhalten zweier Frauen gegenüber ukrainischen Bürgern zeigt.
Die Polizei erklärte, die Identifizierung aller Beteiligten dauere noch an, und eine Entscheidung über die rechtliche Einordnung der Tat sowie mögliche Anklagen werde erst nach Zusammenstellung des vollständigen Beweismaterials getroffen.
Reaktion in sozialen Medien
Das Video verbreitete sich im Internet weit und zog Kommentare öffentlicher Persönlichkeiten nach sich. Krzysztof Stanowski, Journalist und Leiter von Kanał Zero, veröffentlichte auf sozialen Medien einen vulgären Beitrag, der andeutete, die Frau solle in die Ukraine gehen, während der Mann in Polen bleibe.
Abschiebungskontext
Getrennte MSWiA-Daten, die Interia vorliegen, zeigen einen starken Anstieg der Abschiebungen aus Polen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 6.000 Rückkehrentscheidungen vollstreckt, knapp 30 % mehr als die 4.600 im gleichen Zeitraum 2025. Im gesamten Jahr 2023 wurden 3.000 Ausländer abgeschoben; bis 2025 stieg die Jahreszahl auf 10.000. Ukrainer bilden die größte Gruppe unter den Abgeschobenen.
- 2023
- 3000 Personen
- 2025
- 10000 Personen
- H1 2025
- 4600 Personen
- H1 2026
- 6000 Personen
Vize-Innenminister Maciej Duszczyk sagte Interia, Ukrainer seien die größte Gruppe unter den Abgeschobenen, einfach weil sie die zahlreichste ausländische Bevölkerungsgruppe in Polen seien.


