
Neun Tote bei russischem ballistischem Raketenangriff auf Kiew; früherer Luftangriff fordert acht Todesopfer, Rakete fällt in Polen
Bei einem Angriff auf die ukrainische Hauptstadt am Samstagmorgen wurden mindestens neun Menschen getötet und bis zu 28 verletzt; zuvor gab es einen massiven Raketen- und Drohnenangriff sowie einen polnischen Luftraumverstoß.
Russischer ballistischer Raketenangriff auf Kiew
Russische ballistische Raketen haben Kiew in den frühen Morgenstunden des Samstags getroffen und dabei mindestens neun Menschen getötet sowie zwischen 23 und 28 verletzt, wie der ukrainische Rettungsdienst und Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilten. Vier der Verletzten sind Kinder. Der Angriff löste Brände in fünf Bezirken der Hauptstadt aus, darunter Solomjanskyj, Darnyzkyj, Schewtschenkivskyj, Dniprowskyj und Petscherskyj. Im Bezirk Darnyzkyj starben sieben Menschen und 14 wurden verletzt, in Solomjanskyj wurden zwei getötet und acht verletzt. Ein fünfstöckiges Wohnhaus wurde schwer beschädigt, wobei das erste und zweite Stockwerk teilweise einstürzten, und mehrere Lagerhäuser gerieten in Brand. Die Bewohner waren zudem von Stromausfällen betroffen, da die Angriffe in mehreren Gebieten die Stromversorgung lahmlegten.
Früherer massiver Luftangriff
Zwei Tage zuvor, in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli, startete Russland eine groß angelegte Luftoperation gegen die West- und Zentralukraine, die Region Kiew und die Hauptstadt selbst. Der Angriff umfasste 70 Raketen und mehr als 280 Drohnen. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Kinder. In Lemberg wurde eine Person getötet und über 30 wurden verletzt. Der Angriff war der zweite schwere Angriff auf Kiew innerhalb einer Woche und unterstrich die Intensivierung der russischen Luftkampagnen in den letzten Monaten.
Verletzung des polnischen Luftraums
Am Donnerstagmorgen verletzte eine bewaffnete russische Kh-101-Marschflugkörper den polnischen Luftraum und stürzte in der Nähe des Dorfes Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin ab, etwa 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Der Vorfall stand in direktem Zusammenhang mit dem vorangegangenen groß angelegten Beschuss in der Nacht und verschärfte die Spannungen entlang der NATO-Ostflanke.
- Massiver russischer Luftangriff mit 70 Raketen und über 280 Drohnen in der gesamten Ukraine, tötet 8 Menschen, darunter 2 Kinder; Lemberg getroffen, ein Toter.
- Russischer Kh-101-Marschflugkörper verletzt polnischen Luftraum, stürzt nahe Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin ab, 100 km von der Grenze entfernt.
- Russische ballistische Raketen treffen Kiew, töten mindestens 9 und verletzen 23–28; Brände in fünf Bezirken, Wohnhaus beschädigt, Stromausfälle.
Lücken in der Luftverteidigung
Die Ukraine kämpft mit einem chronischen Mangel an Luftverteidigungssystemen, die ballistische Raketen abfangen können, die mit vielfacher Schallgeschwindigkeit fliegen. Diese Verwundbarkeit hat es den russischen Streitkräften ermöglicht, immer schwerere Schäden in städtischen Zentren anzurichten. Der wiederholte Einsatz von Hochgeschwindigkeitswaffen in Kombination mit großen Drohnenschwärmen belastet die ukrainischen Verteidigungsfähigkeiten weiterhin.
- Angriff vom 30. Juli (70 Raketen, über 280 Drohnen)
- 8 Menschen
- Angriff vom 1. August (ballistische Raketen)
- 9 Menschen
Steigende Opferzahlen und Häufigkeit
Die neuesten Opferzahlen vom Samstagmorgen stiegen im Laufe des Tages an: Erste Berichte der Stadtbehörden hatten von vier Toten und 13 Verletzten gesprochen, bevor die Zahl auf neun Tote und 23–28 Verletzte anstieg. Die Intensivierung der Angriffe erfolgt nach Wochen zunehmenden russischen Luftdrucks. Die kumulative Bilanz seit dem Angriff von Mittwoch bis Donnerstag beläuft sich auf 17 Tote und Dutzende Verletzte in mehreren ukrainischen Regionen, wobei ein ausländischer Luftraumverstoß der Krise eine grenzüberschreitende Dimension verleiht.


