Sicherheit · Berlin und Hamburg
Angriff auf Berliner CSD fordert ein Todesopfer und 29 Verletzte; Hamburg überprüft Sicherheitsmaßnahmen für die CSD-Parade nächste Woche
Am späten Samstagabend fuhr ein Auto in eine Menschenmenge am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten. Dabei wurde eine Frau getötet und 29 Menschen wurden verletzt. Die Behörden stufen die Tat als islamistischen Terroranschlag ein. Hamburg überprüft die Sicherheitsmaßnahmen für die eigene Pride-Parade am kommenden Wochenende.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Norddeutscher Rundfunk, DIE WELT und ZEIT ONLINE. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Am späten Samstagabend, dem 25. Juli 2026, wurde ein Auto in eine Menschenmenge am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten gesteuert, wobei eine Frau getötet und 29 Menschen, einige davon schwer, verletzt wurden.
Innenminister Alexander Dobrindt stufte die Tat am Sonntagnachmittag als islamistischen Terroranschlag ein; der Tatverdächtige ist auf der Flucht, eine intensive Fahndung läuft.
Hamburgs Innensenator Andy Grote kündigte eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen für die CSD-Parade der Stadt am 1. August an, mit Schwerpunkt auf Schutz vor Fahrzeugangriffen.
Rund 800 Menschen nahmen am Sonntagnachmittag an einer Mahnwache in Hamburg teil, und die Pride-Organisatoren riefen zu einer Demonstration auf, in der sie die Stadt aufforderten, an der Seite der queeren Community zu stehen.
Spitzenpolitiker, darunter Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank sowie die Ministerpräsidenten Daniel Günther und Olaf Lies, drückten ihre Erschütterung und Solidarität mit den Opfern und der queeren Community aus.
- 25.07.Auto in Menschenmenge beim Berliner CSD gesteuert; eine Frau getötet, 29 Verletzte
- 26.07.Innenminister Dobrindt stuft Anschlag als islamistischen Terrorismus ein; Fahndung eingeleitet
- Mahnwache (26. Juli)800 Teilnehmer bei Hamburger Mahnwache; Pride-Organisatoren rufen zu Demonstration auf
- 1.08.Hamburger CSD-Parade erwartet Hunderttausende; Sicherheitsmaßnahmen überprüft
Der Anschlag in Berlin
Am späten Samstagabend wurde ein Auto in eine Gruppe von Menschen am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten gesteuert. Der Anschlag forderte nach Angaben von Innenminister Alexander Dobrindt ein Todesopfer und 29 Verletzte, einige davon schwer. Der Vorfall ereignete sich, als die jährliche Pride-Veranstaltung sich dem Ende zuneigte.
Ermittlungen und Fahndung
Am Sonntagnachmittag stufte Dobrindt die Tat auf Grundlage erster Ermittlungsergebnisse als islamistischen Terroranschlag ein. Der Tatverdächtige flüchtete vom Tatort und ist weiterhin auf der Flucht; es läuft eine intensive Fahndung. Justizministerin Stefanie Hubig gab bekannt, dass die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernehmen wird.
Hamburgs Reaktion
Der Anschlag überschattete den Beginn der Hamburger Pride Week, die an diesem Wochenende startete. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erklärte, die Sicherheitsbehörden der Stadt täten alles, um die bevorstehende CSD-Demonstration und die Pride-Week-Veranstaltungen zu schützen. Für die Parade am kommenden Samstag werden Hunderttausende erwartet.
„Der Anschlag in Berlin überschattet auch den Beginn der Pride Week in Hamburg. Die Hamburger Sicherheitsbehörden tun alles, um die CSD-Demonstration und die Pride-Week-Veranstaltungen in unserer Stadt zu schützen, damit auch in diesem Jahr von Hamburg ein starkes Zeichen der Toleranz und Vielfalt ausgehen kann.“
Innensenator Andy Grote kündigte eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen an, insbesondere im Hinblick auf Fahrzeugangriffe. Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal erklärte, ihr Büro stehe in engem Kontakt mit der Polizei und der queeren Community, um sicherzustellen, dass die Teilnehmenden frei und sicher demonstrieren können.
„Vor dem Hintergrund der schrecklichen Tat in Berlin werden die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD nächste Woche in Hamburg noch einmal sorgfältig überprüft, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.“
Am Sonntagnachmittag nahmen rund 800 Menschen an einer Mahnwache in Hamburg teil. Die Organisatoren des Hamburger CSD riefen zudem zu einer Demonstration in der Innenstadt am Neuen Jungfernstieg/Lombardsbrücke auf. Sprecher Manuel Opitz betonte die Entschlossenheit der Community.
„Es ist wichtig, dass wir uns durch Gewalt nicht unsichtbar machen lassen. Was wir jetzt brauchen, ist der Rückhalt der Stadtgesellschaft. Deshalb rufen wir alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, am CSD teilzunehmen.“
Politische Solidarität
Spitzenpolitiker aus ganz Norddeutschland zeigten sich erschüttert und solidarisch. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Schirmherr der CSD-Veranstaltungen des Landes, sagte, der Anschlag habe schmerzhaft deutlich gemacht, wie verletzlich die Freiheit, ohne Angst zu leben und zu lieben, geworden sei. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies nannte die Tat „niederträchtig“ und sagte Berlin und allen, die für eine offene Gesellschaft einstehen, Unterstützung zu. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank zeigte sich „traurig und wütend“ und wies darauf hin, dass queere Menschen immer noch Angst haben müssten, nur weil sie queer seien.
„Dass ein Fest der Liebe und Vielfalt zum Ziel eines mutmaßlich islamistischen Anschlags wird, macht einmal mehr deutlich, dass queere Menschen auch heute noch Angst haben müssen – allein weil sie queer sind.“
Nächste Schritte
Die Hamburger CSD-Parade ist für den kommenden Samstag, den 1. August, geplant. Die Behörden stehen in laufenden Gesprächen mit den Organisatoren, um das Sicherheitskonzept abzuschließen. Die Pride-Week-Veranstaltungen werden wie geplant fortgesetzt, die Organisatoren betonen Sichtbarkeit und Widerstandsfähigkeit.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Norddeutscher RundfunkEine Tote nach Angriff auf CSD - tiefe Betroffenheit in der Politik und der queeren Community
- DIE WELTPride Week in Hamburg: "Wir lassen uns nicht unsichtbar machen" - Hamburgs Antwort auf das Berliner Attentat
- DIE WELTAnschlag in Berlin überschattet Hamburger CSD
- ZEIT ONLINEAngriff auf Berliner CSD: Anschlag in Berlin überschattet Hamburger CSD
- Alexander Dobrindt
- Bundesinnenminister, der den Berliner CSD-Anschlag als islamistischen Terrorismus einstufte
- Stefanie Hubig
- Bundesjustizministerin, die ankündigte, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernehmen werde
- Andy Grote
- Hamburger Innensenator, der eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen für die bevorstehende CSD-Parade ankündigte
- Maryam Blumenthal
- Hamburger Gleichstellungssenatorin, die sich mit der Polizei und der queeren Community zur Pride-Sicherheit abstimmt
- Peter Tschentscher
- Bürgermeister von Hamburg, der erklärte, der Anschlag überschatte den Beginn der Pride Week
- Katharina Fegebank
- Zweite Bürgermeisterin von Hamburg, die Trauer und Wut über den Anschlag äußerte
- Daniel Günther
- Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und Schirmherr der CSD-Veranstaltungen des Landes, der Solidarität bekundete
- Olaf Lies
- Ministerpräsident von Niedersachsen, der den Anschlag als niederträchtig bezeichnete und Unterstützung zusagte
- Belit Onay
- Bürgermeister von Hannover, der sagte, er sei fassungslos und wütend
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen