
Brand in Anderlechter Apartmentgebäude zwingt 60 Bewohner zur Evakuierung
Rettungskräfte evakuierten rund 60 Personen aus einem sechsstöckigen Gebäude in der Rue Ropsy Chaudron in Anderlecht, nachdem ein nächtlicher Brand im Müllraum Rauch über die Treppenhäuser verteilt hatte.
Ausbruch und erste Notrufmeldung
Gegen 1:30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag gingen bei den Rettungsdiensten Meldungen über einen Brand mit starker Rauchentwicklung in einem Wohngebäude in der Rue Ropsy Chaudron in Anderlecht ein. Der Brand ereignete sich in einem sechsstöckigen Apartmentkomplex und brach im Bereich des Müllraums aus. Feuerwehrleute der Brüsseler Feuerwehr, medizinisches Personal und die Polizeizone Brüssel-Midi rückten zur Einsatzadresse aus. Bei Eintreffen stellten die Rettungskräfte fest, dass viele Bewohner das Gebäude bereits verlassen hatten, während andere noch auf die Straße strömten. Die Feuerwehr lokalisierte den Brandherd in der Nähe der Müllanlagen und löschte ihn schnell.
Notfalleinsatz und Evakuierung
Während des Nacht-Einsatzes wurden rund 60 Bewohner aus dem Apartmentgebäude evakuiert. Beamte der Polizeizone Brüssel-Midi, die für Anderlecht, Saint-Gilles und Forest zuständig ist, errichteten einen Sicherheitsbereich um die Einsatzstelle und halfen bei der Räumung des Gebäudes. Da mehrere Bewohner Symptome einer Rauchvergiftung aufwiesen und Dutzende sofortige Hilfe benötigten, aktivierten die Rettungskräfte nach Rücksprache mit dem Arzt der Mobilen Notfallgruppe den Medizinischen Einsatzplan.
Angesichts der großen Zahl evakuierter Personen, etwa 60 Bewohner, und der Tatsache, dass mehrere Personen nach dem Einatmen von Rauch Symptome zeigten, wurde in Absprache mit dem Notarzt der medizinische Einsatzplan ausgelöst.
Die Behörden lösten zudem zusammen mit dem psychosozialen Einsatzplan eine vorrangige Alarmierung im Rahmen des internen Notfallplans der Brüsseler Feuerwehr aus. Medizinische Teams untersuchten mehrere betroffene Bewohner direkt vor Ort. Keiner der evakuierten Bewohner erlitt Verletzungen, die einen Transport ins Krankenhaus erforderlich gemacht hätten.
Unterkunft und Gebäudebelüftung
Um die vertriebenen Bewohner während des Notfalls unterzubringen, requirierten die Behörden einen öffentlichen Nahverkehrsbus der STIB/MIVB als provisorischen Aufnahmebereich. Der Rauch war in die Treppenhäuser eingedrungen und hatte sich über mehrere Wohnebenen ausgebreitet, sodass die Rettungskräfte umfangreiche Lüftungsarbeiten durchführen mussten. Die Feuerwehr verbrachte beträchtliche Zeit damit, die Gemeinschaftsflächen und Treppenhäuser des sechsstöckigen Gebäudes zu belüften. Nachdem die Feuerwehrleute die Gemeinschaftsflure gründlich gelüftet und die Kohlenmonoxidwerte als unbedenklich eingestuft hatten, durften die Bewohner nacheinander in ihre Wohnungen zurückkehren.
- Rettungsdienste erhalten Alarm über einen Wohnungsbrand in der Rue Ropsy Chaudron
- Feuerwehr löscht den Brand in der Nähe des Müllraums, während Bewohner evakuieren
- Medizinischer Einsatzplan aktiviert, 60 Bewohner in einem MIVB/STIB-Bus untergebracht
- Flure belüftet und Kohlenmonoxidwerte überprüft, bevor Bewohner zurückkehren
Strukturelle Sicherheitsverstöße und Ermittlungen
Während des Einsatzes stellte die Brüsseler Feuerwehr schwerwiegende Mängel bei den Brandschutzmaßnahmen des Gebäudes fest. Mehrere Brandschutztüren waren vollständig entfernt worden, und in mehreren Stockwerken waren Löcher durch Wände und Decken geschlagen worden. Die Feuerwehr stellte fest, dass diese absichtlichen Veränderungen die Brandabschnitte des Gebäudes massiv beeinträchtigt hatten und die Ausbreitung des Rauchs durch die Flure aktiv begünstigten.
Diese absichtlichen Schäden am Gebäude haben die Brandabschnitte stark beeinträchtigt und die Ausbreitung des Rauchs begünstigt.
Darüber hinaus funktionierte die Rauchabzugsanlage des Wohngebäudes während des Vorfalls nicht ordnungsgemäß, und die Einsatzkräfte stellten fest, dass keine Rauchmelder im Gebäude installiert waren. Die Brüsseler Feuerwehr leitete die Dokumentation dieser baulichen und sicherheitstechnischen Mängel an die zuständigen kommunalen Dienste zur formellen Prüfung weiter. Die genaue Brandursache und der Zündherd sind noch ungeklärt und Gegenstand laufender Ermittlungen.


