Sicherheit · Amsterdam und Berlin
Tausende versammeln sich am Amsterdamer Homomonument, um des Anschlags auf die Berliner Pride zu gedenken – trotzig geloben sie Sichtbarkeit
Eine Mahnwache am Homomonument am Dienstagabend ehrte die getötete Polin und die 29 Verletzten, als am Samstag ein Lieferwagen in die Berliner Christopher-Street-Day-Parade raste. Redner riefen die queere Gemeinschaft auf, während der laufenden WorldPride in Amsterdam sichtbar zu bleiben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NRC, Trouw, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein 21-jähriger Fahrer, Abdul B., fuhr einen Lieferwagen in Teilnehmer des Christopher Street Day in der Nähe des Tiergartens und griff dann Menschen mit einem Messer an. Eine Polin wurde getötet.
Eine Gedenkfeier am Homomonument am Dienstagabend umfasste eine Schweigeminute um 20:00 Uhr, Reden von Bürgermeisterin Femke Halsema und anderen sowie Blumen, die bis 21:30 Uhr niedergelegt wurden.
Die Mahnwache fällt mit der WorldPride in Amsterdam zusammen. Redner forderten Sichtbarkeit und Trotz; niederländisch-deutsche Influencer, die beim Berliner Anschlag anwesend waren, sagten: „Angst und Hass werden uns nicht aufhalten.“
Gedenkfeiern fanden in Arnheim und am Brandenburger Tor in Berlin statt (über 24 Botschafter anwesend). Eine Versammlung in Utrecht ist für Mittwoch um 19:30 Uhr auf dem Domplein geplant.
- 28.07.Mehr als 24 Botschafter versammeln sich auf Initiative der niederländischen und britischen Botschaft am Brandenburger Tor in Berlin.
- 28.07.Tausende versammeln sich am Amsterdamer Homomonument zu einer Schweigeminute und Reden von Bürgermeisterin Halsema, COC-Vorsitzender Danse, Dragqueen Hopelezz und den Influencern von Couple of Men.
- 28.07.Die letzten Blumen werden am Homomonument niedergelegt, womit die Gedenkfeier endet.
Tausende versammelten sich am Dienstagabend am Homomonument in Amsterdam zu einer Gedenkfeier für den Anschlag auf die Berliner Pride. Bei dem Angriff am Samstagabend fuhr ein Lieferwagen in Besucher der Feierlichkeiten in der deutschen Hauptstadt, woraufhin der Fahrer mehrere Menschen mit einem Messer angriff. Eine Frau aus Polen kam ums Leben, 29 weitere wurden verletzt.
Die Gedenkfeier begann um 20:00 Uhr mit einer Schweigeminute rund um die Westermarkt, gefolgt von Reden unter anderem von Bürgermeisterin Femke Halsema, COC-Vorsitzender Myrtille Danse, Dragqueen Jennifer Hopelezz und den niederländisch-deutschen Influencern Daan Colijn und Karl Krause vom queeren Reiseblog Couple of Men, die sich 90 Minuten vor dem Anschlag noch am Tatort aufgehalten hatten.
„Die Hoffnung wird niemals schweigen. Wir werden gewinnen, wenn wir die Hoffnung laut und deutlich weitertragen.“
„Angst und Hass halten uns nicht auf. Wir werden Pride feiern.“
Die Anwesenden legten Blumen, Kerzen und Regenbogenfahnen an dem dreieckigen Denkmal nieder, das in die Keizersgracht hineinragt. Die Versammlung war sowohl eine Gedenkfeier als auch ein Protest gegen den Hass, der sich gegen die LGBTQ-Gemeinschaft richtet.
WorldPride überschattet
Der Anschlag ereignete sich während der WorldPride, der größten LGBTQ-Veranstaltung in der Geschichte Amsterdams. Einen Tag vor dem Angriff, am Samstag, fand auch in Amsterdam ein Protestmarsch statt, der Pride Walk, organisiert von der Stichting Homomonument. Vorsitzende Femke van Casteren erklärte, sie sei nach dem Marsch zufrieden ins Bett gegangen, ein Gefühl, das mit den Nachrichten aus Berlin kippte.
Unter den Anwesenden der Gedenkfeier herrschte eine ruhige, aber angespannte Stimmung. „Ich finde es schon spannend, hier zu sein“, sagte Aafke Vlaanderen Oldenzeel (64) aus Uitgeest. „So ein Anschlag soll einen verängstigen, aber ich will keine Angst haben.“ Ihre Tochter Tessa de Boer (29) fügte hinzu, dass man sich dem nicht hingeben dürfe, der Gedanke daran aber unvermeidlich sei.
Gefühle der Unsicherheit
Der Anschlag schürte bei vielen Anwesenden schwelende Sorgen über zunehmende Intoleranz. Lloyd Klaverweide (72) äußerte seine Angst um die jüngere Generation: „Können sie bald noch sie selbst sein?“ Er wies auf Intoleranz auf der Straße hin, unter Jugendlichen, „oft mit Bestätigung aus der nationalen Politik.“
Lucas Vieira (34), gebürtig aus Brasilien, erzählte, dass er in den Niederlanden zunächst seine Angst vor Homophobie abgelegt habe. „Aber erst jetzt sehe ich, dass es hier gar nicht so sicher ist, wie ich die ganze Zeit dachte.“ Er bemerkt es bei Konfrontationen mit herumhängenden Jugendlichen – „Aufgrund früherer schlechter Erfahrungen ist das ein Auslöser für mich.“
Aktuelle Forschung der Universität Amsterdam unterstreicht das Gefühl: 41 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren finden, dass nicht alle gleichwertig sind, 35 Prozent sind der Meinung, dass man nicht selbst bestimmen darf, in wen man sich verliebt.
Solidarität im In- und Ausland
Auch in anderen niederländischen Städten wurden Gedenkfeiern organisiert. Am Rathaus von Arnhem hingen Fahnen auf Halbmast, und für Mittwochabend um 19:30 Uhr ist eine Versammlung auf dem Domplein in Utrecht geplant, bei der Bürgermeister Dijksma sprechen wird.
In Berlin versammelten sich am Brandenburger Tor mehr als 24 Botschafter auf Initiative der niederländischen und britischen Botschaft, um ihre Unterstützung für die Opfer und die LGBTQ-Gemeinschaft zu bekunden.
Nachwirkungen und Ermittlungen
Die deutschen Behörden gehen von einer islamistischen Terror Tat aus. Alles deute darauf hin, so Innenminister Dobrindt. Der 21-jährige Täter, Abdul B., floh nach dem Anschlag und wurde bei einem Polizeieinsatz getötet. Die Gedenkfeier in Amsterdam, die um 21:30 Uhr mit den letzten Blumen am Denkmal endete, machte deutlich, dass sich die queere Gemeinschaft nicht einschüchtern lässt. Wie COC-Vorsitzende Danse es formulierte:
„Liebe ist stärker als Hass.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- NRCTijdens de herdenking voor de aanslag in Berlijn gaat het niet om de minuut stilte, maar om het tegengeluid
- TrouwAmsterdam is geschokt en strijdlustig na de aanslag in Berlijn. 'We laten ons niet terug de kast in jagen'
- NOSAanslag Pride Berlijn herdacht in Amsterdam: 'Angst en haat houden ons niet tegen'
- Het ParoolDuizenden mensen bij Homomonument voor slachtoffers Berlijn: 'Ik vind het spannend om hier te zijn'
- Femke Halsema
- Bürgermeisterin von Amsterdam, hielt eine Rede an der Mahnwache am Homomonument und ermutigte zur Sichtbarkeit
- Abdul B.
- 21-jähriger Tatverdächtiger, der einen Lieferwagen in die Berliner Pride-Veranstaltung fuhr und Menschen mit einem Messer angriff; bei einem Polizeieinsatz getötet
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