Regierung · Madrid und Barcelona
Spanischer Oberster Gerichtshof bestätigt Haftbefehl gegen Carles Puigdemont und lehnt Amnestie wegen Untreue ab
Der Richter am Spanischen Obersten Gerichtshof, Pablo Llarena, lehnte den Antrag von Carles Puigdemont ab, das Amnestiegesetz auf seine Untreuevorwürfe anzuwenden, und bestätigte den bestehenden nationalen Haftbefehl gegen den ehemaligen katalanischen Präsidenten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, eldiario.es, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Richter am Obersten Gerichtshof, Pablo Llarena, entschied am 15. September 2026 gegen die Anwendung des Amnestiegesetzes auf die Untreuevorwürfe gegen Carles Puigdemont und Antoni Comin.
Der Oberste Gerichtshof bestätigte, dass der bestehende nationale Haftbefehl gegen Carles Puigdemont wirksam bleibt, wenn er spanischen Boden betritt.
Llarena stellte fest, dass das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 16. Juli 2026 die Bedenken hinsichtlich der finanziellen Interessen der Europäischen Union ausräumte, den Ausschluss des persönlichen finanziellen Vorteils jedoch unberührt ließ.
Der Richter bekräftigte, dass die Entscheidung überprüfbar bleibt, sobald das spanische Verfassungsgericht über die von den Angeklagten eingereichten individuellen Schutzbeschwerden entscheidet.
- 1.07.Richter Llarena schließt Untreue von der Amnestie aus, unter Berufung auf persönlichen finanziellen Vorteil und finanzielle Interessen der Europäischen Union.
- 16.07.Der Europäische Gerichtshof entscheidet, dass der katalanische Sezessionsprozess die finanziellen Interessen der Europäischen Union nicht geschädigt hat.
- 15.09.Richter Llarena lehnt Puigdemonts neuen Amnestieantrag ab und bestätigt den nationalen Haftbefehl.
Fortsetzung der nationalen Haftbefehle
Der Ermittlungsrichter am Spanischen Obersten Gerichtshof, Pablo Llarena, erließ am 15. September 2026 eine richterliche Anordnung, mit der er den Antrag des ehemaligen katalanischen Regionalpräsidenten Carles Puigdemont auf Anwendung des Amnestiegesetzes auf seine anhängigen Untreuevorwürfe ablehnte. Gleichzeitig lehnte der Richter einen identischen Antrag des ehemaligen Regionalministers Antoni Comin ab. Da der Amnestieantrag abgewiesen wurde, bestätigte Llarena, dass der nationale Haftbefehl gegen Puigdemont weiterhin voll wirksam ist, sollte der Junts-Führer nach Spanien zurückkehren. Beide Politiker werden weiterhin in Abwesenheit wegen angeblichen Missbrauchs öffentlicher Gelder im Zusammenhang mit dem katalanischen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017 strafrechtlich verfolgt.
Bewertung des europäischen Gerichtsurteils
Puigdemont und Comin stützten ihren jüngsten Antrag auf ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 16. Juli 2026, wonach das Amnestiegesetz nicht gegen das Unionsrecht verstößt. In dieser Entscheidung kam das luxemburgische Gericht zu dem Schluss, dass der katalanische Sezessionsversuch die finanziellen Interessen der Europäischen Union nicht geschädigt habe. In seiner neu erlassenen Anordnung räumte Llarena ein, dass die Feststellung des europäischen Gerichts den zweiten rechtlichen Grund, den er am 1. Juli 2024 zur Verweigerung der Amnestie festgelegt hatte, direkt beseitigt. Dieses sekundäre Argument hatte besagt, dass die Umleitung regionaler öffentlicher Gelder für das Unabhängigkeitsreferendum die Haushaltsinteressen der Europäischen Union beeinträchtigt habe.
„Die Einschätzung eines Vorsatzes zur Erlangung eines persönlichen Vorteils finanzieller Natur und die Erwägung, dass die Ereignisse die finanziellen Interessen der Europäischen Union beeinträchtigt haben.“
Fortbestand des persönlichen finanziellen Vorteils
Trotz der europäischen Entscheidung entschied Llarena, dass die primäre und eigenständige Grundlage seiner früheren Entscheidung völlig unverändert bleibt. Nach der Auslegung des Obersten Gerichtshofs haben Puigdemont und Comin eine Untreue begangen, die einen persönlichen Vorteil finanzieller Natur beinhaltet. Das Gericht argumentiert, dass die Führungskräfte durch die Verwendung öffentlicher Verwaltungsgelder zur Finanzierung ihres politischen Referendums sich selbst davor bewahrt haben, diese erheblichen Ausgaben aus eigener Tasche zu bezahlen. Da der Gerichtshof der Europäischen Union diese innerstaatliche Definition des persönlichen Vermögensvorteils weder angesprochen noch geändert habe, schloss Llarena, dass die Untreuevorwürfe weiterhin vom Anwendungsbereich des Amnestiegesetzes ausgeschlossen seien.
Ausstehende Überprüfung durch das Verfassungsgericht
Der Richter ging auch auf Argumente zu jüngsten Entscheidungen des spanischen Verfassungsgerichts ein, die das Amnestiegesetz gegen von der Volkspartei eingelegte Rechtsmittel weitgehend bestätigt hatten. Llarena erklärte, dass diese verfassungsrechtlichen Entscheidungen die Gesetzmäßigkeit des Gesetzes insgesamt betrafen, jedoch nicht die spezifische Auslegung der Untreue durch den Obersten Gerichtshof bewerteten. Der Beschluss stellte fest, dass die Verfassungsentscheidungen weder die Norm des Obersten Gerichtshofs für ungültig erklärt noch eine ausdrückliche Bestätigung derselben darstellen.
„Sie haben die verwendete Auslegung des persönlichen Vorteils nicht für ungültig erklärt, stellen aber auch keine spezifische Bestätigung dar.“
Llarena deutete an, dass seine Entscheidung einer Überarbeitung zugänglich bleibt, sobald das Verfassungsgericht über die spezifischen Schutzbeschwerden entscheidet, die Puigdemont und andere Angeklagte eingereicht haben. Sollten die Verfassungsrichter anschließend feststellen, dass die Amnestie auf die Untreuevorwürfe anwendbar ist, werde der Richter des Obersten Gerichtshofs diese Entscheidung sofort umsetzen, ohne dass weitere Stellungnahmen der Verteidiger erforderlich seien. Bis das Verfassungsgericht diese Entscheidung trifft, bleiben die nationalen Haftbefehle in Kraft.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOLlarena rechaza aplicar la amnistía a Puigdemont y mantiene la orden nacional de detención contra el líder de Junts
- eldiario.esEl juez Llarena rechaza amnistiar a Puigdemont hasta que el Constitucional evalúe el caso
- El PeriódicoLlarena rechaza aplicar la amnistía a Puigdemont por la justicia europea sin que se pronuncie el Constitucional
- europa pressEl Supremo mantiene por ahora su 'no' a amnistiar a Puigdemont tras...
- Carles Puigdemont
- Ehemaliger Präsident der Generalitat von Katalonien und Vorsitzender von Junts per Catalunya
- Antoni Comin
- Ehemaliger katalanischer Regionalgesundheitsminister, der zusammen mit Puigdemont strafrechtlich verfolgt wird
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