Genferin Céline Amaudruz will Guy Parmelin im Bundesrat nachfolgen
Die Genfer Nationalrätin Céline Amaudruz hat am Donnerstag, 15. Oktober, ihre Kandidatur für die Nachfolge von Guy Parmelin im Bundesrat bekannt gegeben – ein Sitz, den Genf seit 2011 nicht mehr besetzt hat.
Kandidatur angekündigt
Céline Amaudruz, Nationalrätin aus Genf und Vizepräsidentin der SVP Schweiz, hat am Donnerstag, 15. Oktober, an einer Medienkonferenz ihre Kandidatur für den Bundesrat bekannt gegeben. Sie bewirbt sich um den Sitz, den Guy Parmelin freigibt. Sie sagte, sie habe diesen Entscheid nach Rücksprache mit ihrem Ehemann und ihrer Partei gefasst.
In ihren Ausführungen legte sie dar, wie sie das Amt ausüben will.
Wenn die Bundesversammlung mir ihr Vertrauen schenkt, werde ich dieses Amt mit Respekt vor den Institutionen und der Kollegialität ausüben.
Genf und die Romandie
Wie RTS berichtet, hat Genf seit dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey im Jahr 2011 keinen Vertreter mehr im Bundesrat, und die Erwartungen im Kanton waren vor der Bekanntgabe hoch. Watson bezeichnet Amaudruz als die Figur der Partei in der Westschweiz. Sie sitzt seit 15 Jahren im Nationalrat und ist über ihr Vizepräsidium national vernetzt, weshalb sie unter den westschweizer SVP-Vertretern als Favoritin gilt.
Auf die Frage nach ihrer Motivation antwortete sie mit einem kurzen Grundsatz.
Um der Schweiz dienen zu können, muss man die Schweiz lieben.
Weitere Namen im Rennen
Mehrere SVP-Grössen haben für sich abgesagt. Parteipräsident Marcel Dettling und der Waadtländer Nationalrat Sylvain Freymond hatten bereits erklärt, nicht zu kandidieren, und auch die St. Galler Ständerätin Esther Friedli hat verzichtet. Viele Stimmen, so RTS, argumentieren, nun sei der Zeitpunkt gekommen, dass die SVP die erste Bundesrätin ihrer Geschichte wähle. Auch die Zürcher Regierungsrätin und ehemalige Nationalrätin Natalie Rickli wird zu den genannten Namen gezählt.
