Tour de France 2026 Etappe 20 Vorschau: Alpine Königsetappe mit 5.450 Höhenmetern und neuem Ziel auf Alpe d'Huez
Die vorletzte Etappe der Tour de France 2026 führte die Fahrer auf einer 170,9 Kilometer langen Schleife von Le Bourg d'Oisans nach Alpe d'Huez, mit 5.450 Höhenmetern und einer erstmaligen Befahrung des Col de Sarenne.
Die Route und ihre Monster
Die 20. Etappe der Tour de France 2026 war die unangefochtene Königsetappe, eine 170,9 km lange Schleife gegen den Uhrzeigersinn durch die Départements Isère, Savoie und Hautes-Alpes. Der Tag hielt 5.450 Höhenmeter für die Fahrer bereit, die höchste aller Etappen dieser Ausgabe, und platzierte drei Anstiege der hors-catégorie zwischen dem Start in Le Bourg d'Oisans und dem Ziel in Alpe d'Huez.
Der erste Anstieg war die Croix de Fer, ein 24 Kilometer langes Monster mit einem durchschnittlichen Anstieg von 5,2 %, das sofort nach dem Start als brutaler Weckruf diente. Eine lange Abfahrt führte dann zum Zwischensprint in Saint-Julien-Mont-Denis, einer der wenigen flachen Erholungsphasen im Tagesprofil. Der zweite HC-Anstieg, der Galibier, hob die Rennstrecke auf ihr buchstäbliches Dach: 2.642 Meter über dem Meeresspiegel, der höchste Punkt der Tour 2026. Schließlich stieg das Peloton nach Alpe d'Huez, jedoch nicht auf der traditionellen Seite, sondern über den Col de Sarenne, eine Premiere in der Tourgeschichte.
- Le Bourg d'Oisans, Etappe 20 beginnt (170,9 km)
- 24 km Anstieg bei 5,2 % Durchschnittssteigung
- Saint-Julien-Mont-Denis
- Höchster Punkt (2.642 m), Dach der Tour 2026
- Ziel über Col de Sarenne, insgesamt 5.450 Höhenmeter
Pogačars Gelbes Trikot-Polster
Tadej Pogačar kam mit einem komfortablen Vorsprung in der Gesamtwertung zum Start der 20. Etappe, eine Marge, die durch seine Leistung am Vortag noch gestärkt wurde. Während sein Gelbes Trikot unantastbar schien, blieb der Kampf um die verbleibenden Podiumsplätze und die Nebenwertungen weit offen, was der Königsetappe jenseits des Etappensiegs bedeutende Einsätze verlieh.
Erstmaliger Zielanstieg über den Col de Sarenne
Zum zweiten Mal in Folge endete die Etappe am ikonischen Alpe d'Huez, doch die Herangehensweise auf der 20. Etappe war beispiellos. Statt die klassischen 21 Kehren zu wiederholen, führte die Organisation die Strecke über den Col de Sarenne, eine Seite des Berges, die noch nie zuvor als Finale der Tour de France genutzt wurde. Der Anstieg verlängerte die Gesamtsteigung und fügte eine taktische Unsicherheit für die Gesamtwertungskandidaten hinzu.
Früher Start, dann Transfer nach Paris
Da das Peloton unmittelbar nach dem Ziel nach Paris transferieren sollte, begann die Etappe früher als an einem typischen Tour-Bergtag, am 24. Juli 2026. Der frühere Zeitplan sollte ausreichend Zeit für die Reise nach Paris schaffen, wo der zeremonielle Sprint auf den Champs-Élysées am Sonntag die 113. Ausgabe des Rennens abschließen würde. Für viele Fahrer war das Überleben der Zeitgrenze auf dieser Königsetappe die Voraussetzung, um überhaupt die Chance zu bekommen, nach Paris zu fahren.


