
Alonso dementiert Dakar-2027-Gerüchte: Formel-1-Anforderungen seien mit der Rallye unvereinbar
Auf seiner Pressekonferenz zum Großen Preis von Singapur sagte Alonso, Formel 1 und Dakar ließen sich nicht miteinander verbinden, ließ aber offen, ob er selbst eine künftige Herausforderung ankündigen werde.
Alonso lehnt die Dakar-Idee ab
Fernando Alonso hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach er bei der Dakar-Rallye 2027 antreten werde. Das sagte er am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Singapur. Auf die Frage, ob die Berichte zuträfen, sagte der spanische Fahrer, er habe sie gelesen, halte die Anforderungen der Formel 1 und der Dakar aber nicht für vereinbar. Die Rallye verlange sorgfältige Vorbereitung, Entschlossenheit und Glück, und Außenstehende könnten fälschlich annehmen, sie sei leicht – selbst für einen Fahrer, der schon konkurrenzfähig gewesen sei. Alonso war 2020 bei der Dakar angetreten, und die Berichte hatten eine Rückkehr im Jahr 2027 nahegelegt.
Wenn ich mich der nächsten Herausforderung stelle, werde ich es ankündigen, es wird kein Gerücht sein, und ich werde derjenige sein, der es mitteilt. Und ich werde es tun, weil ich denke, dass ich ausreichend vorbereitet sein werde.
Was die Berichte behaupteten
Die Gerüchte waren erst wenige Tage vor der Pressekonferenz aufgekommen. La Razón berichtete unter Berufung auf SoyMotor.com, Alonso werde in der Kategorie T1+ einen von Prodrive eingesetzten Aston Martin fahren, und bei dem Fahrzeug handle es sich um einen ehemaligen Dacia Sandrider mit Aston-Martin-Karosserie. Derselbe Bericht nannte Nasser Al-Attiyah als seinen Teamkollegen, der bei einem für die folgende Woche geplanten Test als Mentor fungieren solle. Alonso bestätigte diese Details auf der Pressekonferenz nicht und wies die zentrale Behauptung zurück, die beiden Verpflichtungen ließen sich miteinander vereinbaren.
Die Reaktion von Aston Martin
Aston Martins Mike Krack wurde in Singapur zu der Idee befragt und gab seinen Segen dazu. Er verwies auf Robert Kubica und Kimi Räikkönen, die in Rallyes gefahren sind, sowie auf Max Verstappen und Lance Stroll, die in GT3-Rennen angetreten sind. Krack sagte, ihm persönlich gefalle die Idee.
Mir persönlich gefällt es. Es ist generell gut für den Motorsport, dass Fahrer das tun.
Krack sagte, er könne nicht vorhersagen, was im kommenden Jahr mit Alonso geschehen werde. Er fügte hinzu, solche Aktivitäten zeigten auch die kämpferische Einstellung der beteiligten Fahrer und sagten etwas darüber aus, was für Fahrer sie seien.
Form und das Wochenende in Singapur
Die Dakar-Frage kam auf, als Alonso über sein jüngstes Ergebnis sprach. Im vorangegangenen Rennen wurde er Achter und sagte, Punkte zu sammeln und ein konkurrenzfähiges Renntempo zu haben, sei ermutigend, auch wenn das Team weit von seinen Zielen entfernt bleibe. Für den Rest der Saison erwartet er keine größere Konstanz des AMR26 und sagte, die Leistung hänge stark vom jeweiligen Wochenende ab. Er verwies zudem auf einen Softwarefehler, der bei der regenreichen Einführungsrunde in Sepang einige Autos beeinträchtigt habe; dieser müsse verstanden und dürfe nicht wiederholt werden, während die FIA vor dem Großen Preis der Vereinigten Staaten bereits ein Software-Update für Regenbedingungen vorgelegt habe. Das Rennen in Singapur ist an diesem Wochenende ein Nachtrennen im Marina Bay, was laut Alonso nicht viel ändere, da die Strecke gut beleuchtet sei.


