
Verurteilter Schwerverbrecher Alket Rizaj nach Schießerei in Anavyssos zur Flucht ausgeschrieben
Die griechischen Behörden haben eine Großfahndung nach dem verurteilten Schwerverbrecher Alket Rizaj eingeleitet, nachdem er von einem siebentägigen Hafturlaub nicht zurückgekehrt war. Zuvor war es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung an einer Strandbar in Anavyssos gekommen, bei der zwei Angestellte verletzt wurden.
Verstoß gegen Hafturlaub und Fluchterklärung
Die griechischen Strafverfolgungsbehörden leiteten eine großangelegte Suche nach dem verurteilten Schwerverbrecher Alket Rizaj ein, nachdem er am Morgen des Montags, 14. September 2026, nicht in das Gefängnis Domokos zurückgekehrt war. Rizaj hatte die Justizvollzugsanstalt in Phthiotis im Rahmen eines genehmigten siebentägigen Hafturlaubs verlassen, seinem sechzehnten vorübergehenden Freigang seit 2021. Aus den Gefängnisakten geht hervor, dass er bei allen fünfzehn vorherigen Freigängen die Auflagen eingehalten und pünktlich zurückgekehrt war. Der Gefängnisdirektor informierte die griechische Polizei unverzüglich, nachdem Rizaj die obligatorische Meldefrist um 08:30 Uhr verstreichen ließ, woraufhin die Behörden ihn offiziell zur Flucht ausschrieben. Einsatzkräfte der Abteilung zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität sowie spezialisierte Spezialeinheiten wurden in ganz Attika und Mittelgriechenland eingesetzt. Einsatzteams durchsuchen Immobilien an den Adressen, die Rizaj in seinem Urlaubsantrag angegeben hatte, während technische Einheiten Mobilfunksignale verfolgen.
- Planmäßig zurückgekehrt
- 15 Freigänge
- Nicht zurückgekehrt
- 1 Freigänge
Auseinandersetzung an der Strandbar von Anavyssos
Die Suche folgt auf eine bewaffnete Konfrontation vor einer Strandbar an der Athen-Sounio-Allee in Anavyssos in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 13. September 2026. Die Unruhen begannen kurz vor 05:00 Uhr, als der Barbesitzer die Gäste aufforderte, das Lokal zu verlassen, und die Lautstärke gemäß den Betriebsregeln herunterdrehte. Rizaj ging mit zwei Begleitern, die in Polizeiberichten als albanische Staatsangehörige identifiziert wurden, auf den Parkplatz, wo sie aus ihrem Fahrzeug laute Musik abspielten. Der 41-jährige Geschäftsinhaber trat nach draußen, um die Gruppe aufzufordern, die Lautstärke zu reduzieren, und erklärte, dass der Lärm Polizeistreifen und Verwaltungsstrafen riskiere. Der verbale Streit eskalierte schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung auf dem Parkplatz, an der sich mehrere Mitarbeiter der Lokalität und verbliebene Gäste beteiligten.
Eskalation und Schüsse
Von den Ermittlern sichergestellte Aufzeichnungen der Überwachungskameras zeigten, dass sich während der eskalierenden Konfrontation mindestens zehn Personen versammelten. Als die Spannungen zunahmen, zog Rizaj eine Pistole, um den Lokalbesitzer und die Umstehenden einzuschüchtern. Das Filmmaterial dokumentiert, wie er die Waffe handhabte und einen Schuss in die Luft abfeuerte. Ein afghanischer Staatsangehöriger, der als Sicherheitskraft an der Strandbar arbeitete, zog daraufhin eine Schusswaffe und feuerte in Richtung Rizaj und seiner Begleiter. Die Kugeln verfehlten den albanischen Verbrecher und seine Begleiter, doch Querschläger trafen zwei in der Nähe stehende Angestellte der Lokalität. Polizeieinsatzkräfte, die auf einen Notruf um 05:15 Uhr reagierten, fanden den Parkplatz verlassen vor und sicherten zwei Patronenhülsen sowie Blutspuren auf dem Boden.
- Auseinandersetzung auf dem Parkplatz wegen der Lautstärke der Automusik
- Polizei erhält Notruf über Schüsse an der Strandbar
- Ermittler sichten Überwachungsmaterial und identifizieren Rizaj
- Rizaj verpasst Frist für Hafturlaub und wird zur Flucht ausgeschrieben
Polizeiliche Ermittlungen und Festnahmen
Die beiden verletzten Arbeiter suchten später am Morgen unabhängig voneinander medizinische Behandlung im Gesundheitszentrum Kalyvia. Das medizinische Personal versorgte einen 20-jährigen griechischen Arbeiter mit Schnittwunden durch Glassplitter und einen 41-jährigen pakistanischen Staatsangehörigen mit einem Durchschuss am Bein. Bei Vernehmungen durch Polizeibeamte machten die verletzten Arbeiter und der Geschäftsinhaber widersprüchliche Angaben zu den Ereignissen, was eine vertiefte forensische Analyse des Überwachungsvideos der Lokalität erforderlich machte. Die griechische Polizei nahm daraufhin den 41-jährigen Barbesitzer und seine 39-jährige Frau wegen des Vorwurfs der Beherbergung eines Straftäters, falscher Aussage und Beteiligung am illegalen Waffenbesitz fest. Spezialeinheiten setzen ihre Einsätze fort, um den afghanischen Sicherheitsmann zu lokalisieren, der seine Schusswaffe abgefeuert hatte, während die Fahndung nach Rizaj, einem langjährigen Verbündeten des verurteilten Räubers Vasilis Palaiokostas, ausgeweitet wird.

