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Regierung·vor 4 Std.

Zehntausende protestieren gegen Trump-verknüpftes Resort in Albanien und fordern Rücktritt des Premierministers

Zehntausende Albaner marschierten am Samstag durch Tirana und protestierten gegen ein Luxus-Küstenprojekt, das von Jared Kushner und Ivanka Trump unterstützt wird, und forderten den Rücktritt von Premierminister Edi Rama.

Ursprünge des Protests

Seit Ende Mai versammeln sich in Albanien jeden Abend Demonstranten, um gegen ein Luxusresort in einem geschützten Küstengebiet nahe Zvernec, etwa 150 Kilometer südwestlich von Tirana, zu protestieren. Das Projekt, finanziert von einer Investmentfirma, die mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, verbunden ist, soll einen Teil der Vjosa-Narta-Landschaft und die unbewohnte Insel Sazan (eine ehemalige kommunistische Militärbasis) in ein gehobenes Tourismusziel verwandeln. Die Empörung verschärfte sich, nachdem Ende Mai ein Video auftauchte, das private Sicherheitskräfte zeigt, die einen Demonstranten von einem Strand wegschieben, an dem ein Stacheldrahtzaun errichtet worden war.

Schlüsselereignisse der albanischen Proteste
  1. Nächtliche Proteste beginnen in Zvernec gegen das geplante Luxusresort in einem Schutzgebiet.
  2. Video von Sicherheitskräften, die einen Demonstranten am Ort des Geschehens wegzerren, taucht auf und entfacht breitere Empörung.
  3. Zehntausende marschieren in Tirana beim bisher größten Protest und fordern den Rücktritt von Premierminister Rama.

Umwelt in Gefahr

Die geplante Bebauung liegt in einer "geschützten Landschaft", die ein wichtiger Brut- und Rastplatz für Zugvögel, einschließlich Flamingoschwärme, ist. Der Biologe Olsi Nika sagte den Demonstranten, dass die Vjosa-Narta-Region eines der wertvollsten natürlichen Ökosysteme Albaniens sei, dessen Bedeutung über die Landesgrenzen hinausreiche. Kritiker des Projekts argumentieren, dass die Umwandlung der Insel Sazan und des Lagunengebiets in ein Resort einen fragilen Lebensraum irreversibel schädigen würde, und viele sehen den Deal als Sinnbild für ein Muster undurchsichtiger Küstenkonzessionen.

Die Vjosa-Narta-Landschaft, einschließlich der Region Zvernec, ist eines der wertvollsten natürlichen Ökosysteme Albaniens, und seine Bedeutung reicht über die Landesgrenzen hinaus.

Politische Folgen und Regierungsreaktion

Was als Umwelt-Sit-in begann, hat sich zu einer Anti-Regierungsbewegung ausgeweitet, wobei die Demonstranten Premierminister Edi Rama Korruption und mangelnde Transparenz vorwerfen. Rufe wie "Albanien ist nicht käuflich" hallten durch die Hauptstadt, und der Slogan wurde auf das Bürogebäude des Premierministers projiziert. Demonstranten, darunter eine beträchtliche Anzahl aus der albanischen Diaspora, die für die Kundgebung nach Hause gereist waren, bestehen darauf, auf der Straße zu bleiben, bis Rama zurücktritt. Der Premierminister sagte jedoch bei einer Parteiveranstaltung, dass er nicht zurücktreten werde, und argumentierte, dass die Kontroverse eher durch den "Schatten Trumps" als durch das Projekt selbst angetrieben werde.

Niemand protestiert hier gegen Trump oder Israel. Wir protestieren gegen alles andere.

Eine Bewegung wächst

Die Organisatoren haben die Kampagne "Flamingo-Revolution" getauft, eine Anspielung auf die ikonischen rosa Vögel, die das bedrohte Küstenökosystem symbolisieren. In der Menge war Alma, eine Naturwissenschaftsstudentin, die betonte, dass die Wut nicht gegen Entwicklung an sich gerichtet sei, sondern gegen die Art und Weise, wie große Projekte gehandhabt werden.

Wir sind nicht gegen die Entwicklung des Landes; wir sind gegen die Arroganz und den Mangel an Transparenz, die Projekte umgeben, die unser Leben betreffen.

Die Behörden haben Verfahren gegen zahlreiche Demonstranten wegen angeblicher Verstöße gegen die öffentliche Ordnung eingeleitet, doch die nächtlichen Proteste halten unvermindert an. Während die Kundgebungen in die vierte Woche gehen, ist der Konflikt um das Kushner-unterstützte Resort zu einem Kristallisationspunkt für breitere Unzufriedenheit über Regierungsführung, wirtschaftliche Ungleichheit und die Nutzung der albanischen natürlichen Ressourcen geworden.

Tirana · Insel Sazan

8 Quellen

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