
Anthony Albanese entschuldigt sich für „Shag, Marry, Date“-Kommentar über Kylie Minogue in Comedy-Podcast
Der australische Premierminister Anthony Albanese hat sich am Montag vorbehaltlos entschuldigt, nachdem er in einem Comedy-Podcast die Sängerin Kylie Minogue bei einem Spiel der Kategorie „Vögeln, Heiraten, Kennenlernen“ für alle drei Optionen nominiert hatte. Dies löste scharfe Kritik von Frauenrechtsvertretern und Oppositionsabgeordneten aus.
Der Podcast-Auftritt
Der australische Premierminister Anthony Albanese war in dem Comedy-Podcast „Bush Deep“ mit Moderatorin Nikki Osborne zu Gast, der Ende letzter Woche veröffentlicht wurde. Das Interview berührte leichtere Themen, darunter seinen Hund und Geschenke von Staatschefs. Osborne bat Albanese dann, ein „Vögeln, Heiraten, Kennenlernen“-Spiel zu spielen, und nannte drei australische Entertainer: Kylie Minogue, Nicole Kidman und Rhonda Burchmore.
Albanese zögerte zunächst und wies darauf hin, dass er Jodie Haydon erst vor sechs Monaten geheiratet hatte. Als Osborne darauf drängte, sich ein Szenario vorzustellen, in dem die Ehe beendet sei, antwortete er: „Kylie, eindeutig.“ Osborne hakte nach: „Du würdest Kylie heiraten, sie vögeln und sie kennenlernen?“ Albanese antwortete: „Alles davon,“ und fügte hinzu: „Sie ist großartig.“
Reaktion und Kritik
Die Äußerungen zogen über das Wochenende hinweg scharfe Verurteilung nach sich. Die liberale Senatorin Sarah Henderson nannte sie „respektlos gegenüber Frauen, peinlich für Australier und entwürdigend für das Amt des Premierministers.“ Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall sagte gegenüber The Australian, es sei „völlig unangemessen für den Premierminister, an einem solchen Spiel teilzunehmen,“ und argumentierte, er hätte sich widersetzen und es als sexistisch bezeichnen sollen. Der liberale Frontbänkler Andrew Bragg erklärte, die Kommentare seien „unter seiner Würde gewesen.“
Die Kommentare sind respektlos gegenüber Frauen, peinlich für Australier und entwürdigend für das Amt des Premierministers.
Entschuldigung und Verteidigung
Am Montagmorgen gab Albaneses Büro eine einzeilige Erklärung heraus: „Ich entschuldige mich vorbehaltlos für die Kommentare.“ Arbeitsministerin Tanya Plibersek verteidigte den Premierminister, ohne das Interview gehört zu haben, und sagte gegenüber Channel Seven, dass es, „ein Fan von Kylie Minogue zu sein … ihn in eine Gruppe mit Millionen anderen Australiern bringt, mich eingeschlossen.“ Der amtierende Premierminister Richard Marles merkte an, dass das Podcast-Format sich von Albaneses üblichen Medienauftritten unterscheide, und verwies auf die Bilanz der Regierung in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter in Kabinetts- und Fraktionsvertretung.
Ich entschuldige mich vorbehaltlos für die Kommentare.
Politischer Kontext und Reise
Die Kontroverse entfaltete sich, während Albanese im Pazifik unterwegs war. Er war am Montag auf Fidschi für ein Treffen mit Premierminister Sitiveni Rabuka, mit Plänen, später in der Woche die Salomonen zu besuchen, bevor er nach Brisbane zurückkehrt, um die Staats- und Regierungschefs von Tonga und Papua-Neuguinea beim State-of-Origin-Rugby-Entscheidungsspiel zu empfangen. Australiens informelle politische Kultur führt oft dazu, dass Politiker zu Popkultur und Sport befragt werden, aber die Episode hat die Debatte über die Standards, die vom höchsten Amt des Landes erwartet werden, neu entfacht.

