
Australischer Premier Albanese entschuldigt sich für anzügliche Bemerkungen über Kylie Minogue in Comedy-Podcast
Premierminister Anthony Albanese hat sich entschuldigt, nachdem er in einem Comedy-Podcast-Interview sagte, er würde die Sängerin Kylie Minogue „vögeln, heiraten und daten“, was scharfe Kritik von Frauenrechtsgruppen und Abgeordneten der Opposition auslöste.
Der Podcast-Austausch
In einer am Freitag veröffentlichten Folge des Podcasts „Bush Deep“ forderte Moderatorin Nikki Osborne Albanese auf, ein Spiel „Vögeln, Heiraten, Daten“ mit drei australischen Prominenten zu spielen: Kylie Minogue, Nicole Kidman und Rhonda Burchmore. Albanese lehnte zunächst ab und wies darauf hin, dass er erst sechs Monate zuvor Jodie Haydon geheiratet hatte. Als Osborne jedoch darauf drängte, er solle sich vorstellen, seine Ehe sei beendet, antwortete er: „Kylie, ganz klar.“ Auf die Frage, ob das bedeute, er würde die Sängerin heiraten, mit ihr schlafen und sie daten, sagte Albanese: „Alles von dem.“
Kylie, ganz klar.
Gegenwind und Kritik
Die Äußerungen zogen sofortige Verurteilung nach sich. Die liberale Senatorin Sarah Henderson nannte sie „respektlos gegenüber Frauen, peinlich für die Australier und entwürdigend für das Amt des Premierministers.“ Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall sagte, Albanese hätte nicht an dem Spiel teilnehmen und es als sexistisch anprangern sollen. Auch Frauenrechtsgruppen äußerten Empörung.
Die Kommentare sind respektlos gegenüber Frauen, peinlich für die Australier und entwürdigend für das Amt des Premierministers.
Entschuldigung und Regierungsreaktion
Am Montag gab Albanese eine Erklärung ab, in der es hieß: „Ich entschuldige mich vorbehaltlos für die Kommentare.“ Regierungsministerin Tanya Plibersek und Vize-Premierminister Richard Marles verteidigten die umfassendere Bilanz des Premiers in Sachen Gleichstellung der Geschlechter, während ein Sprecher Minogues nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme reagierte.
Ich entschuldige mich vorbehaltlos für die Kommentare.
Eine vertraute Medienfalle
Die Episode unterstreicht die Risiken, wenn Politiker auf informellen Plattformen auftreten, um desinteressierte Wähler zu erreichen. Der Guardian merkte an, dass Albaneses Auftritt, begleitet von einem Stofftier seines Hundes Toto, an frühere Patzer erinnerte, wie die Antwort des früheren Premierministers Kevin Rudd aus dem Jahr 2007 auf die Frage „Für wen würdest du schwul werden?“ Australische Medien bezeichneten den Podcast als „primitiv“ und die Äußerungen als „anzügliche Bemerkungen.“
- Podcast-Episode veröffentlicht, Albanese äußert sich über Minogue.
- Gegenwind von Oppositionspolitikern und Frauenrechtsgruppen nimmt zu.
- Albanese gibt öffentliche Entschuldigung ab.


