Regierung · Bristol und London
Vier pro-palästinensische Aktivisten in Großbritannien zu bis zu 7 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt, nachdem Richter einen terroristischen Zusammenhang bei Überfall auf israelische Waffenfabrik feststellte
Am Woolwich Crown Court wurden Haftstrafen von insgesamt über 20 Jahren verhängt, nachdem im August 2024 bei einem Einbruch ein Schaden von 1,2 Millionen Pfund entstanden war und eine Polizeibeamtin einen Wirbelbruch erlitt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, JN, Reuters und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Richter Jeremy Johnson entschied, dass der Überfall einen terroristischen Bezug hatte, da er darauf abzielte, die britische Regierungspolitik zu beeinflussen und Elbit einzuschüchtern – ein juristisches Novum im Vereinigten Königreich für Aktivisten, die selbst nicht wegen Terrorismus verurteilt wurden.
Samuel Corner erhielt 7 Jahre und 8 Monate; Charlotte Head und Leona Kamio je 5 Jahre; Fatema Rajwani 4 Jahre und 8 Monate. Alle verbüßen ein zusätzliches Jahr auf Bewährung und haben keinen Anspruch auf vorzeitige Entlassung.
Corner schlug Sergeant Kate Evans zweimal mit einem sieben Pfund schweren Vorschlaghammer, was zu einem Wirbelbruch führte und sie zwang, ihren Dienstgrad aufzugeben.
Die Gruppe wurde im Juli 2025 als terroristische Vereinigung verboten, aber der High Court erklärte das Verbot im Februar 2026 für rechtswidrig. Eine Entscheidung über die Berufung der Regierung wird für den 15. Juni erwartet.
- 15.05.Eine Jury verurteilt vier Aktivisten wegen Sachbeschädigung; Samuel Corner wird zudem der schweren Körperverletzung für schuldig befunden.
- 12.06.Der Richter verurteilt die vier Aktivisten und stellt einen terroristischen Bezug als strafschärfenden Faktor fest.
- 15.06.Der High Court wird voraussichtlich über die Berufung der Regierung gegen die Aufhebung des Verbots entscheiden.
Der Überfall und der Schaden
Am 6. August 2024 durchbrachen vier Mitglieder von Palestine Action mit einem alten Gefängnisbus die Tore einer Fabrik von Elbit Systems nahe Bristol im Südwesten Englands. Gekleidet in rote Overalls durchstreiften sie das Gelände mit Vorschlaghämmern und Brecheisen und zerstörten Computer, Drohnen und andere Ausrüstung. Die Gruppe erklärte später, sie habe Waffen unbrauchbar machen wollen, von denen sie annahm, dass sie zum Töten von Menschen in Gaza eingesetzt würden. Elbit teilte dem Gericht mit, dass das Unternehmen von Versicherungen fast 1,2 Millionen Pfund (etwa 1,4 Millionen Euro) zur Deckung des Schadens erhalten habe.
Während des Überfalls schlug Samuel Corner einer Polizeibeamtin, Sergeant Kate Evans, zweimal mit einem sieben Pfund schweren Vorschlaghammer auf den Rücken, während diese versuchte, einen anderen Aktivisten festzunehmen. Evans erlitt einen Wirbelbruch und sagte vor Gericht aus, dass sie ihren Dienstgrad als Sergeant aufgeben musste, fast zwei Jahre später noch in medizinischer Behandlung war und unter Schlafstörungen litt. In einer Opferaussage sagte sie:
„Die emotionalen Auswirkungen dieses Vorfalls waren tiefgreifend und halten an. Ich leide unter Schlafstörungen und wache oft in Panik oder nach belastenden Träumen auf.“
Strafen und die Einstufung als Terrorismus
Am Woolwich Crown Court entschied Richter Jeremy Johnson am 12. Juni 2026, dass alle vier Straftaten einen terroristischen Bezug aufweisen. Er erklärte, der Überfall habe darauf abgezielt, die britische Regierungspolitik gegenüber Israel zu beeinflussen und Elbit sowie andere mit der israelischen Rüstungsindustrie zusammenarbeitende Unternehmen einzuschüchtern.
„Ich bin gehalten festzustellen, dass die Straftat in jedem Fall einen terroristischen Bezug aufweist, und dies als strafschärfenden Faktor zu berücksichtigen, der die Schwere der Tat erhöht.“
Corner, ein 23-jähriger ehemaliger Oxford-Student, erhielt mit sieben Jahren und acht Monaten die längste Strafe wegen Sachbeschädigung und schwerer Körperverletzung. Charlotte Head (30), die den Bus fuhr, und Leona Kamio (30) wurden zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt. Fatema Rajwani (21) erhielt eine Strafe von vier Jahren und acht Monaten. Alle vier verbüßen nach ihrer Entlassung eine weitere einjährige Bewährungszeit. Head wurde zudem ein Jahr Fahrverbot auferlegt. Aufgrund der Terrorismus-Einstufung kommen die Täter nicht für vorzeitige Entlassung in Frage; die Bewährungskommission wird ihr Risiko bewerten, bevor über eine Freilassung entschieden wird.
Der Rechtsstreit um das Verbot von Palestine Action
Palestine Action wurde am 5. Juli 2025 offiziell als terroristische Vereinigung gemäß dem Terrorism Act 2000 verboten, nachdem es zu Vandalenakten gekommen war, darunter der Überfall in Bristol und ein Angriff auf einen Stützpunkt der Royal Air Force. Die Mitgliedschaft in der Gruppe oder die Organisation von Veranstaltungen zu ihrer Unterstützung kann mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren geahndet werden. Seit dem Verbot wurden bei Demonstrationen mehr als 3.000 Unterstützer festgenommen.
Im Februar 2026 erklärte der Londoner High Court das Verbot jedoch für rechtswidrig und bezeichnete es als unverhältnismäßig. Das Verbot bleibt bestehen, während die Regierung Berufung einlegt; eine weitere Entscheidung des High Court wird für Montag, den 15. Juni 2026 erwartet.
Reaktionen und Proteste
Rund 500 Menschen versammelten sich am Tag der Urteilsverkündung vor dem Gericht. Die Metropolitan Police nahm 72 Demonstranten fest, weil sie Schilder mit Unterstützung für Palestine Action zeigten. Das Filton 25 Defence Committee bezeichnete die Urteile als Justizirrtum.
„Die vier heute verurteilten Aktivisten zerstörten über 40 israelische Waffen, darunter Killerdrohnen, die bei fast jedem Massaker an Palästinensern in Gaza eingesetzt werden. Durch direkte Aktionen retteten sie Leben. Das ist kein Terrorismus, sondern eine Pflicht.“
Im Gerichtssaal weinten Head und Rajwani, als der Richter sein Urteil verkündete. Die Verteidigung hatte argumentiert, dass die Annahme eines terroristischen Bezugs unbegründet sei; es wird Berufung erwartet.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Charlotte Head
- Palestine-Action-Aktivistin, zu fünf Jahren Haft wegen Sachbeschädigung verurteilt, nachdem sie den Van fuhr, der in die Elbit-Fabrik einbrach.
- Samuel Corner
- Palestine-Action-Aktivist und ehemaliger Oxford-Student, zu sieben Jahren und acht Monaten Haft wegen Sachbeschädigung und schwerer Körperverletzung an einer Polizeibeamtin verurteilt.
- Leona Kamio
- Palestine-Action-Aktivistin, zu fünf Jahren Haft wegen Sachbeschädigung beim Elbit-Überfall verurteilt.
- Fatema Zainab Rajwani
- Palestine-Action-Aktivistin, zu vier Jahren und acht Monaten Haft wegen Sachbeschädigung verurteilt.
- Jeremy Johnson
- Richter am Woolwich Crown Court, der feststellte, dass der Elbit-Überfall einen terroristischen Bezug hatte, und die Strafen verhängte.
- Kate Evans
- Polizeibeamtin im Rang eines Sergeants, die bei dem Überfall durch einen Schlag mit einem Vorschlaghammer einen Wirbelbruch erlitt.
- Orte
- London, Gazastreifen, Edinburgh
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