
CDU/CSU verringert Abstand zur AfD in neuer Insa-Umfrage, SPD und Grüne verlieren
Die CDU/CSU-Allianz legte im aktuellen Insa-Sonntagstrend um einen Punkt zu und verkürzte den Vorsprung der AfD auf sechs Prozentpunkte, während SPD und Grüne zurückfielen.
Vorsprung der Rechten schrumpft
Die rechtsextreme Alternative für Deutschland bleibt in der aktuellen Insa-Sonntagstrend, veröffentlicht am 11. Juli 2026, die stärkste Partei, aber ihr Vorsprung vor der Mitte-rechts-Union CDU/CSU hat sich verringert. Die AfD steht bei 28 Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Die Union aus CDU und CSU legte um einen Punkt auf 22 Prozent zu. Der Abstand zwischen den beiden größten Parteien beträgt nun sechs Prozentpunkte, der geringste Spielraum der letzten Wochen.
Im Insa-Sonntagstrend zeigt sich die Union im Vergleich zur AfD leicht verbessert. Die Zustimmungswerte für Kanzler Merz und die gesamte Regierung verharren jedoch auf sehr niedrigem Niveau.
Koalitionspartner verlieren
Die regierenden Sozialdemokraten verloren einen Punkt und kämen bei einer Bundestagswahl an diesem Sonntag nur auf 12 Prozent. Auch die Grünen, Juniorpartner der vorherigen Regierung, fielen um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Linke stieg um einen Punkt auf 11 Prozent und liegt damit fast gleichauf mit SPD und Grünen. Der gemeinsame Stimmenanteil der derzeitigen schwarz-roten Koalition aus CDU/CSU und SPD beträgt nur 34 Prozent, weit entfernt von einer parlamentarischen Mehrheit.
- CDU/CSU
- 22 %
- AfD
- 28 %
- SPD
- 12 %
- Grüne
- 12 %
- Linke
- 11 %
- BSW
- 4 %
- FDP
- 4 %
- Sonstige
- 7 %
Reformbemühungen verändern Stimmung noch nicht
Die Bundesregierung hatte zuletzt einen geschlosseneren Auftritt gezeigt und mehrere Reformprojekte vorangetrieben, darunter Sparpläne für die gesetzliche Krankenversicherung und ein neues Heizungsgesetz. Trotz dieser Schritte deuten die Umfragezahlen darauf hin, dass die Wählerschaft die Regierung noch nicht belohnt hat. Die Berliner Zeitung stellte fest, dass die SPD in einer Insa-Umfrage seit April nicht mehr so niedrig gelegen habe.
Kleinparteien und Umfragedetails
Die wirtschaftsfreundliche FDP und die populistische BSW blieben beide unverändert bei 4 Prozent, unterhalb der Fünfprozenthürde für den Einzug in den Bundestag. Kleinere Parteien legten insgesamt einen Punkt auf 7 Prozent zu. Das Insa-Institut befragte im Auftrag von Bild am Sonntag 1.204 Wahlberechtigte zwischen dem 6. und 10. Juli. Die statistische Fehlertoleranz wird mit plus/minus 2,9 Prozentpunkten angegeben. Die Meinungsforscher warnen, dass nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen die Gewichtung der Daten erschweren und dass Umfragen nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung widerspiegeln, keine Prognose des tatsächlichen Wahlausgangs.

