Die Alternative für Deutschland (AfD) bestätigt, dass es im September 2026 einen Hackerangriff auf einen von der Partei genutzten Hosting-Anbieter gegeben hat. Gegenüber Die Zeit und Bild erklärte die Partei, Teile weniger Postfächer seien rechtswidrig kopiert worden, die meisten dieser Konten seien seit Jahren nicht mehr genutzt worden. In einer auf Anfrage übermittelten Stellungnahme beschrieb die Partei den Vorfall so:
„Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Anbieter unserer Partei, bei dem Teile weniger, zumeist seit Jahren ungenutzter Postfächer kopiert wurden.“
Nach Angaben der Partei waren die aktuell genutzten E-Mail-Postfächer ihres Bundesverbands nicht betroffen. Der Angriff sei binnen kurzer Zeit erkannt und gestoppt worden, alle Betroffenen seien informiert worden.
Unbekannte wollen nach Angaben von Die Welt mehr als 421.000 AfD-Mails im Internet veröffentlicht haben, die Süddeutsche Zeitung nennt eine Zahl von etwa 420.000. Bild hatte die Zahl von rund 421.000 zuerst gemeldet. Die Urheber geben demnach an, die Nachrichten stammten aus zehn Postfächern, darunter eines im Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland und eine weitere Adresse, die die Partei einst als Kontakt für ihre Bundesgeschäftsstelle angegeben hatte.
Der Spiegel berichtet, unter dem Material seien auch Mails, die von Parteichefin Alice Weidel stammen sollen, obwohl ihr eigenes Konto offenbar nicht gehackt wurde. RP Online nennt Korrespondenz von Weidel, Gauland und Leif-Erik Holm und schreibt, auch ein Ausweisdokument von Markus Frohnmaier, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, sei veröffentlicht worden. Telegraaf berichtet, die Website habe KI-generierte Zusammenfassungen der Mails veröffentlicht statt der Mails selbst.
Bild, die Teile des Materials einsehen konnte, beschreibt Fotos von Ausweisdokumenten, Rechnungen, Kontoauszügen, Diplomen, Mitgliedsanträgen und Mitgliederlisten von AfD-Kreisverbänden in Nordrhein-Westfalen.
Ob das veröffentlichte Material echt ist, bleibt unklar, und es ist bislang nicht belegt, ob alles davon aus dem Angriff im September stammt. Die Partei erklärt, die Veröffentlichung mutmaßlich eines Teils der Daten werde derzeit geprüft:
„Die Veröffentlichung mutmaßlich eines Teils dieser Daten wird derzeit geprüft; eine erste Einschätzung kann erst nach Abschluss dieser Prüfung abgegeben werden.“
Die genauen Umstände des Angriffs und das Ausmaß des Datenabflusses sind nicht geklärt. Bis zur Aufklärung des Vorfalls bleiben Echtheit und Herkunft aller veröffentlichten Daten ungewiss.
Mediafax ordnet den Fall als Erinnerung an die Cybersicherheitsrisiken ein, denen politische Parteien ausgesetzt sind, insbesondere mit Blick auf E-Mail-Konten und interne Informationen. Die Darstellung der Partei von älteren, kaum genutzten Postfächern ist bislang ihr zentrales Verteidigungsargument, die veröffentlichten Zusammenfassungen und Dokumente sind der zentrale Anlass zur Sorge für die darin Genannten. Alexander Gauland und Alice Weidel werden in den Berichten als Absender oder Kontoinhaber genannt, doch die Berichte belegen nicht, dass eine der veröffentlichten Nachrichten echt ist.
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Die Partei erklärt, ein Angriff im September 2026 auf ihren Hosting-Anbieter habe Teile weniger Postfächer kopiert; die Echtheit der veröffentlichten Mails ist bislang nicht bestätigt. Betroffen sein sollen unter anderem Konten im Zusammenhang mit Alexander Gauland und der Bundesgeschäftsstelle.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online und weiteren Medien. Veröffentlicht .