
Aschewolke des Ätna legt Flughafen Catania lahm, Flüge bis Montagnachmittag ausgesetzt
Eine turmhohe Aschewolke des Ätna hat am Montag die Schließung des Flughafens Catania Fontanarossa erzwungen und alle Ankünfte und Abflüge bis mindestens 14 Uhr Ortszeit ausgesetzt. Dutzende Flüge wurden nach Palermo und auf andere Flughäfen umgeleitet.
Ausbruchszeitplan
Der Ätna begann am Sonntagmorgen, dem 5. Juli, gegen 5:45 Uhr Ortszeit Asche aus einem Schlot an der Ostflanke des Voragine-Kraters auszustoßen. Die Aschewolke verstärkte sich innerhalb einer Stunde, erreichte etwa 1,5 km über dem Gipfel und zog nach Südsüdosten. Eine zweite Aschewolke wurde am Montag um 3 Uhr morgens beobachtet, die auf 4.500 m anstieg, so der italienische Vulkanobservatoriumsdienst für die Luftfahrt (VONA), der die Alarmstufe Rot beibehielt. Die aktuelle Eruptionsphase begann am 26. Juni mit strombolianischer Aktivität und Lavaströmen; diese Ströme endeten am 4. Juli, aber die Ascheemission ist nun zur Hauptgefahr geworden.
- Der Ätna tritt in eine neue Eruptionsphase mit strombolianischer Aktivität und Lavaströmen ein.
- Kleiner Lavastrom bildet sich über Nacht, stoppt am Morgen des 3. Juli.
- Lavaströme aus Ende Juni enden.
- Ascheemission beginnt aus dem Voragine-Krater, verstärkt sich innerhalb einer Stunde, Wolke erreicht 1,5 km über dem Gipfel.
- Flughafen Catania begrenzt Ankünfte auf 5 pro Stunde.
- Luftraumsektor C1 geschlossen, alle Ankünfte ausgesetzt; 23 Flüge nach Palermo umgeleitet.
- Zweite Aschewolke beobachtet, Höhe 4.500 m, VONA-Alarmstufe Rot bleibt bestehen.
- Alle Flüge bis 12:00 Uhr ausgesetzt, später auf 14:00 Uhr verlängert; Passagiere aufgefordert, Status zu prüfen.
Flugausfälle
Der Flughafen Catania begrenzte die Ankünfte am Sonntagnachmittag zunächst auf fünf pro Stunde. Am Abend wurde der Luftraumsektor C1 geschlossen und alle Einflüge wurden ausgesetzt, obwohl Abflüge von bereits am Boden befindlichen Flugzeugen noch erlaubt waren. Am Montagmorgen weitete der Flughafenbetreiber Sac die Sperrung auf alle Flüge aus, zunächst bis Mittag und später bis 14 Uhr. Die Aussetzung kann je nach Vulkan- und Wetterbedingungen weiter verlängert werden.
Umleitungen und Auswirkungen auf Fluggesellschaften
Der Flughafen Palermo Falcone-Borsellino nahm einen Großteil des umgeleiteten Verkehrs auf und wickelte am Sonntag 23 zusätzliche Flüge ab. Für Montag werden 17 weitere erwartet, zusätzlich zu 33 zusätzlichen Bewegungen am Vortag. Weitere Umleitungen gingen nach Comiso, Trapani, Rom und Wien. Zu den betroffenen Fluggesellschaften gehören Ryanair, easyJet, Jet2, British Airways, Wizz Air, Iberia, Lufthansa, KLM, ITA Airways, SAS, Air France, Delta Air Lines und Air Canada. Die meisten gestrichenen Verbindungen waren europäische Routen, aber auch Transatlantikflüge nach New York und Montreal waren betroffen.
Hinweise für Passagiere
Sac hat Reisende dringend gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen, ohne zuvor ihren Flugstatus bei der Fluggesellschaft zu überprüfen.
Passagiere werden gebeten, nicht zum Flughafen zu gehen, ohne zuvor den Status ihres Fluges bei der Fluggesellschaft zu überprüfen.
Der Flughafen Comiso bleibt voll in Betrieb, und Palermo bewältigt die zusätzliche Belastung ohne größere Störungen. Für dorthin umgeleitete Passagiere wurden Busverbindungen eingerichtet.

