
Aschewolke des Ätna legt Flughafen Catania lahm, über 150 Flüge gestrichen, darunter Verbindungen nach Polen
Eine Aschewolke des Ätna hat am Montag die Schließung des Flughafens Catania-Fontanarossa erzwungen, über 150 Flüge gestrichen und Tausende Touristen, darunter viele aus Polen, auf Sizilien gestrandet.
Ausbruch und Aschewolke
Am Sonntag, den 5. Juli, begann der Ätna gegen 7:45 Uhr Ortszeit Asche aus seinem Voragine-Krater auszustoßen. Die Wolke aus Vulkanasche und Gasen stieg etwa 1,6 Kilometer über den Krater auf, und am Abend wurden auch glühende Lavafragmente ausgestoßen. Das Toulouser Vulkanasche-Beratungszentrum meldete, dass sich die Aschewolke mit etwa 45 km/h nach Südosten bewege und möglicherweise eine Höhe von 8.000 Metern erreiche. Das Italienische Nationalinstitut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) erhöhte die Luftfahrtwarnstufe auf die höchste rote Stufe.
Flughafenschließung und Flugausfälle
Der Flughafen Catania-Fontanarossa, der verkehrsreichste Siziliens, musste den gesamten Betrieb einstellen. Zunächst waren die Ankünfte auf fünf pro Stunde begrenzt, doch am Sonntag nahm der Flughafen keine ankommenden Flüge mehr an und ließ nur noch Abflüge von bereits auf dem Vorfeld befindlichen Flugzeugen zu. Am Montag gab der Flughafen bekannt, dass alle Ankünfte und Abflüge bis mindestens 14:00 Uhr eingestellt bleiben. Insgesamt wurden laut lokalen Medien 154 Flüge gestrichen, umgeleitet oder ausgesetzt.
Aufgrund der vulkanischen Aktivität in der Nacht von Sonntag, 5. Juli, auf Montag, 6. Juli, sind alle ankommenden Flüge ausgesetzt und abgehende Flüge vollständig eingestellt – derzeit bis 14:00 Uhr. Wir bitten die Passagiere, nicht zum Flughafen zu reisen, es sei denn, sie haben zuerst den Flugstatus bei der Fluggesellschaft überprüft.
Auswirkungen auf polnische Reisende
Mehrere Flüge zwischen Catania und polnischen Städten waren direkt betroffen. Am Montag wurden der morgendliche Wizz-Air-Flug nach Kattowitz (W6 1042, geplant 8:10 Uhr) und der Ryanair-Flug nach Kattowitz (FR6372, 11:25 Uhr) gestrichen. Auch eine Ryanair-Verbindung nach Modlin und ein Enter-Air-Charterflug nach Kattowitz wurden ausgesetzt. Spätere Flüge nach Warschau (Wizz Air, 16:55 Uhr), Krakau (Ryanair, 19:25 Uhr) und Breslau (Wizz Air, 22:55 Uhr) blieben unsicher. Am Sonntag wurde ein Enter-Air-Flugzeug aus Warschau nach Palermo umgeleitet, die Passagiere wurden mit Bussen nach Catania gebracht.
Es sind ältere Menschen, Behinderte und Kinder unter uns. Wir erhalten widersprüchliche Informationen und sind verwirrt.
Umleitungen und alternative Flughäfen
Der Flughafen Palermo-Falcone-Borsellino hatte bis Montagmorgen 23 umgeleitete Flüge aus Catania aufgenommen und bewältigte die zusätzliche Last ohne größere Probleme; im Laufe des Tages wurden 114 Ankünfte und 112 Abflüge abgewickelt. Die Fluggesellschaften organisierten Bustransfers von Palermo nach Catania für betroffene Passagiere. Einige Flüge wurden auch zu den kleineren Flughäfen in Comiso und Trapani umgeleitet, was jedoch zu stundenlangen Verspätungen und Informationschaos führte. Reisende wurden aufgefordert, sich vor dem Gang zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft zu erkundigen.
Ausblick auf die vulkanische Aktivität
Der Lavastrom, der seit dem 26. Juni angedauert hatte, endete am Samstag, aber der Vulkan befindet sich weiterhin in einem Zustand strombolianischer Aktivität, der durch regelmäßige Explosionen von Asche, Gasen und Gesteinsbrocken gekennzeichnet ist. Der Italienische Zivilschutz wies darauf hin, dass Lava normalerweise in höheren Lagen bleibt und selten bewohnte Gebiete bedroht, aber Vulkanasche bleibt die Hauptgefahr für die Luftfahrt. Die Behörden rieten davon ab, sich dem Gipfel zu nähern, und setzten geführte Exkursionen zu den oberen Hängen aus.
- Erhöhte vulkanische Aktivität beginnt am Ätna.
- Lavastrom-Ereignis; ein weiteres folgt in der Nacht zum 3. Juli.
- Ascheausstoß beginnt aus dem Voragine-Krater.
- Luftfahrtwarnstufe auf Rot erhöht; Flughafen Catania schränkt dann Flüge ein.
- Flughafenschließung bis mindestens 14:00 Uhr verlängert; über 150 Flüge gestrichen oder umgeleitet.


