Regierung · Madrid

Spanische Ärzte beginnen fünfte Streikwoche – 16 Regionen fordern Ministerin zu Gesprächen auf

Tausende spanische Ärztinnen und Ärzte versammeln sich heute in Madrid zum Auftakt eines fünftägigen landesweiten Streiks gegen die Gesundheitsreform. Bis auf eine einzige Autonome Gemeinschaft fordern alle 16 Regionen Gesundheitsministerin Mónica García zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, EL MUNDO und El Periódico. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 15.06.Fünfte Streikwoche und Kundgebung in Madrid
  2. 26.06.Ende der öffentlichen Konsultation zum Gesetzesentwurf
  3. 1.09.Gewerkschaften planen Wiederaufnahme der Proteste

Eine geeinte Front

Ärztinnen und Ärzte aus ganz Spanien versammelten sich am Montagmorgen in Madrid zu einer Kundgebung, mit der ein fünftägiger Streik gegen die Gesundheitsreform begann. Es ist der fünfte landesweite Ausstand in diesem Jahr, zu dem sechs Gewerkschaften aufgerufen haben, darunter die Confederación Española de Sindicatos Médicos (CESM) und der Sindicato Médico Andaluz. Die Demonstration markiert eine Vertiefung des Konflikts, in dessen Verlauf seit Februar mehr als 177.000 Ärztinnen und Ärzte zu Streikunterstützung aufgerufen wurden. Die Gewerkschaften fordern den Rückzug des Entwurfs des Estatuto Marco, eines Rahmengesetzes, das ihrer Ansicht nach die Arbeitsbedingungen verschlechtert.

„Die Ministerin ist nicht in der Lage, ihre Rolle an der Spitze des Gesundheitsministeriums zu erfüllen.“

Rafael Ojeda, Präsident

Die Gewerkschaften werfen Ministerin García zudem vor, zu lügen und Verhandlungen zu blockieren. Die Organización Médica Colegial, die ärztliche Standesvertretung, erklärte, das Ministerium habe die Dialogkanäle abgebrochen.

Politische Isolation

Letzten Mittwoch unterzeichneten 16 der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens ein gemeinsames Dokument, in dem sie der Zentralregierung die Schuld am Konflikt gaben und die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das Estatuto Marco forderten. Selbst die drei von der Sozialistischen Partei regierten Regionen (Asturien, Navarra und Kastilien-La Mancha) distanzierten sich von der Ministerin.

„Die Ministerin steht völlig allein da.“

Alberto Martínez, Gesundheitsrat des Baskenlandes

Die Gemeinschaften erklären, sie trügen die versorgungsbedingten Folgen einer Krise, die sie nicht verursacht hätten.

„Die Regionen spielen den Hund im Stroh – sie lösen nichts und lassen nichts lösen.“

Mónica García, Spanische Gesundheitsministerin

Der Streik hat bislang zu knapp drei Millionen abgesagten Arztterminen und Eingriffen geführt.

Eskalierender Druck

Über den Streik hinaus haben Ärztinnen und Ärzte in acht Regionen (Katalonien, Madrid, La Rioja, Valencianische Gemeinschaft, Navarra, Baskenland, Murcia und Galicien) die Übernahme zusätzlicher Nachmittagsschichten eingestellt, was die Krankenhäuser zusätzlich belastet. In einigen Einrichtungen schlagen die Behörden vor, die Aktivität zu erhöhen, um dies auszugleichen.

„Sie zeigen Wirkung. Die Moral ist weiterhin recht gut; wir machen weiterhin Mobilisierungsvorschläge.“

Víctor Zarza, Anästhesist am Hospital Universitario 12 de Octubre

Das Streikkomitee, das die Straßenaktionen wegen Personalmangels für den Sommer ausgesetzt hatte, droht mit einer Wiederaufnahme der Proteste im September, falls die Regierung ihren Kurs nicht ändert.

Die Forderungen

Die Ärzteschaft fordert ein separates Statut für Mediziner, das sich vom allgemeinen Rahmen unterscheidet, einen eigenen Verhandlungstisch, eine berufliche Einstufung, die ihre Ausbildung anerkennt, eine maximale 35-Stunden-Woche, freiwillige und bezahlte Überstunden sowie verbesserte Bereitschaftsdienstbedingungen. Dazu gehört auch die Anrechnung von Bereitschaftsstunden auf die vorgezogene Altersrente mit Abschlagsfaktoren.

„Wir werden dieses System nicht länger durch unser Opfer aufrechterhalten – durch unseren Einsatz schon gar nicht.“

Carmen Fernández, Radiologin am Hospital Universitario Gregorio Marañón

Der Gesetzesentwurf befindet sich bis zum 26. Juni in der öffentlichen Konsultation, danach geht er ins Parlament. Die Gewerkschaften haben die Regierung aufgefordert, neue Gesprächspartner zu benennen.

Ein Jahr der Streiks

Der erste landesweite Streik fand am 13. Juni 2025 statt. Seit Februar 2026 werden monatliche Streikwochen abgehalten; diese Woche ist die fünfte konzentrierte Aktion. Die Zahl der abgesagten Eingriffe hat drei Millionen erreicht. Da keine Einigung in Sicht ist und die Sommerpause naht, zeigt der Konflikt keine Anzeichen einer Lösung.

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