Wirtschaft · Almelo
Niederländische Kartellbehörde ACM untersagt Zwanenberg die Übernahme von Unox von Unilever – Sorge um Wurstpreise
Zwanenberg wäre nach der Übernahme nahezu der einzige große Anbieter von geräucherten Würsten und Kochwürsten in niederländischen Supermärkten, erklärte die ACM am 27. Oktober 2026. Zwanenberg prüft nach eigenen Angaben einen Einspruch, Unilever wägt seine nächsten Schritte ab.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von de Volkskrant, vrtnws.be, NRC und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die ACM verweigerte am 27. Oktober 2026 die Genehmigung mit der Begründung, Zwanenberg wäre nahezu der einzige große Anbieter von geräucherten Würsten und Kochwürsten in niederländischen Supermärkten.
Die ACM beziffert Zwanenbergs Anteil bei Wurst und haltbaren Suppen in den Niederlanden auf 60 bis 85 Prozent und befürchtet höhere Preise für Supermärkte.
Zwanenberg prüft einen Einspruch und argumentiert, A-Marken und Eigenmarken stünden nicht im Wettbewerb; Unilever zeigte sich enttäuscht.
Eine am 26. Oktober 2026 veröffentlichte Untersuchung des Consumentenbond ergab, dass A-Marken binnen drei Jahren um 16 Prozent teurer wurden, Eigenmarken um 2 Prozent.
- Ende 2024Unilever kündigt an, Unox an Zwanenberg zu verkaufen
- 27.10.Die ACM verweigert die Genehmigung der Übernahme
- Später im Jahr 2026Die ACM plant eine breitere Untersuchung der Lebensmittelpreise
Behörde blockiert den Deal
Die niederländische Verbraucher- und Marktaufsichtsbehörde ACM hat die Übernahme der Marke Unox durch die Zwanenberg Food Group nach einer vertieften Prüfung des geplanten Kaufs nicht genehmigt. Der Deal war bereits weitgehend vereinbart, bevor die Behörde ihn prüfte. Die ACM erklärte, Zwanenberg wäre nach der Übernahme nahezu der einzige große Anbieter von geräucherten Würsten und Kochwürsten in niederländischen Supermärkten und hätte eine zu starke Stellung bei haltbaren Suppen. ACM-Vorsitzender Martijn Snoep sagte in einer Erklärung:
„Das ist unerwünscht, zumal es bereits Sorgen über höhere Lebensmittelpreise gibt.“
Marktmacht und Preissorgen
Die ACM beziffert Zwanenbergs Marktanteile bei Wurst und Suppen auf rund 60 bis 85 Prozent und befürchtet, das Unternehmen könne diese Position nutzen, um Supermärkten höhere Preise zu berechnen. Mehrere Supermarktketten warnten die Behörde während der Prüfung, sie hätten zu wenige alternative Anbieter. Die ACM fand keine Hinweise darauf, dass neue Anbieter in den Markt für Wurst und haltbare Suppen eintreten könnten oder wollten. Während der Prüfung bot Zwanenberg an, einen Teil seiner Produktionskapazität an einen neuen Wettbewerber zu verkaufen, doch die ACM befand diese Vorschläge als nicht ausreichend. Eine am Montag, 26. Oktober 2026, veröffentlichte Untersuchung des Consumentenbond ergab, dass die Preisschere zwischen Markenprodukten und Eigenmarken weiter auseinandergeht. Die Preise für A-Marken stiegen binnen drei Jahren um 16 Prozent, die für Eigenmarken um 2 Prozent.
- A-Marken (Durchschnitt)
- 16 %
- Eigenmarken (Durchschnitt)
- 2 %
Daten aus dem Artikeltext
Zwanenberg und Unilever wehren sich
Zwanenberg weist die Argumentation der Behörde zurück und prüft nach eigenen Angaben einen Einspruch. Das Unternehmen argumentiert, A-Marken und Eigenmarken stünden nicht im Wettbewerb zueinander, die Behörde werfe sie aber in einen Topf. Es verweist zudem auf die Konkurrenz ausländischer Hersteller und darauf, dass Supermärkte Wurst auch im Ausland einkaufen könnten. Zwanenberg erklärt weiter, die ACM unterschätze die Handelsketten systematisch, deren Größe ihnen eine starke Verhandlungsposition verschaffe. Konzernchef Sjoerd Van der Laan nannte die Vorstellung, Wurst werde teurer, Unsinn. Er argumentierte:
„Wenn wir die Preise erhöhten, würden die Verbraucher andere Produkte kaufen.“
Unilever zeigte sich enttäuscht und kündigte an, die Entscheidung zu prüfen, um die nächsten Schritte festzulegen. Sowohl Unilever als auch Zwanenberg können noch Einspruch gegen die Entscheidung einlegen.
Hintergrund des Verkaufs
Unilever kündigte Ende 2024 an, Unox an Zwanenberg zu verkaufen. Der Konzern will sich auf Körperpflege und Kosmetik konzentrieren, mit Marken wie Dove und Dermalogica. 2025 verkaufte er sein Eiscremegeschäft Magnum, zuvor hatte er die Lebensmittelmarken Conimex und De Vegetarische Slager abgegeben. Das in Almelo ansässige Unternehmen Zwanenberg beschäftigt rund 1.300 Menschen in Werken in den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten und erwirtschaftet rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Zu seinen Produkten gehören die Saucen Kips und Chicken Tonight. Laut La Libre gehört Unox seit 1937 zu Unilever und Zwan seit 1928; Zwan ist in Belgien vor allem für seine Cocktailwürstchen bekannt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- de VolkskrantACM zieht einen Schlussstrich unter die Übernahme von Unox durch den Wurst- und Suppenkönig Zwanenberg AlmeloACM zet streep door overname van Unox door worst- en soepkoning Zwanenberg Almelo · Original auf Niederländisch
- vrtnws.beWachhund mag Wurstmonopol in den Niederlanden nicht: Verkauf von Unox und Zwan blockiertWaakhond lust worstenmonopolie in Nederland niet: verkoop van Unox en Zwan geblokkeerd | VRT NWS Nieuws · Original auf Niederländisch
- NRCZwanenberg darf Unox aus Angst vor höheren Preisen nicht übernehmenZwanenberg mag Unox niet overnemen uit vrees voor hogere prijzen · Original auf Niederländisch
- La Libre.beUnilever darf Unox und Zwan nicht an Zwanenberg verkaufenUnilever n'est pas autorisé à vendre Unox et Zwan à Zwanenberg · Original auf Französisch
- Orte
- Niederlande
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen