Abriegelung aufgehoben, während Feuerwehr die Flanke des Waldbrands von Castillonroy in Aragonien sichert – 400 Hektar verbrannt
Die vorsorgliche Abriegelung von Albelda wurde am Donnerstagmorgen aufgehoben, während über 200 Feuerwehrleute daran arbeiten, einen Brand einzudämmen, der bereits 400 Hektar bei Castillonroy (Huesca) verbraucht hat.
Brandursprung und -ausbreitung
Der Brand brach am Mittwoch, den 8. Juli, gegen 18:14 Uhr in der Gemeinde Castillonroy in der Region La Litera in Aragonien aus. Begünstigt durch hohe Temperaturen, Wind und geringe Luftfeuchtigkeit breitete er sich schnell über landwirtschaftliche Flächen mit Buschwerk aus. Bis Donnerstagmorgen waren schätzungsweise 400 Hektar verbrannt, etwa die Hälfte davon Wald. Es ist der vierte Waldbrand in Aragonien in diesem Sommer und der zweite in derselben Comarca nach einem Brand Ende Juni in Tamarite de Litera, der über 4.000 Hektar vernichtete.
Abriegelung und Sicherheitsmaßnahmen
Als Flammen und dichter Rauch auf die Stadt Albelda (800–1.000 Einwohner) zusteuerten, versandten die Behörden gegen 21:30 Uhr eine ES-Alert-Nachricht, die die Bewohner aufforderte, mit geschlossenen Fenstern und Türen in ihren Häusern zu bleiben. Die als rein vorsorglich beschriebene Maßnahme blieb über Nacht in Kraft. Bei Tagesanbruch am Donnerstag, als sich die Bedingungen leicht verbessert hatten, hob die Regierung von Aragonien die Abriegelung auf und öffnete die Autobahn N-230 wieder, die zwischen den Kilometern 36,7 und 37 gesperrt war. Die regionale Straße A-140 bleibt zwischen Alfarràs und Tamarite gesperrt, um den freien Verkehr der Löschfahrzeuge zu ermöglichen.
Obwohl der Brand noch aktiv ist und sich auf der operativen Situation 2 Stufe 2 des Zivilschutzes befindet, ist das Wichtigste, dass Albelda heute Morgen entriegelt wurde und die Bevölkerung nicht mehr unmittelbar gefährdet ist.
- Brand bricht in Castillonroy aus, breitet sich schnell über landwirtschaftliche Flächen und Buschwerk aus.
- ES-Alert-Nachricht ordnet vorsorgliche Abriegelung der Bewohner von Albelda an.
- PROCINFO-Plan auf operative Situation 2 Stufe 2 angehoben, UME aktiviert.
- Abriegelung von Albelda aufgehoben, Straße N-230 wieder geöffnet.
- Schwerpunkt der Brandbekämpfung verlagert sich auf Sicherung der rechten Flanke; 200 Einsatzkräfte bleiben vor Ort.
Einsatz der Feuerwehr
Der Einsatz umfasst über 200 Einsatzkräfte aus mehreren Behörden. INFOAR, der Feuerwehrdienst der aragonesischen Regierung, hat fünf Hubschrauberbrigaden mit ihren Helikoptern, sieben Tanklöschfahrzeuge, acht Bodenbrigaden, eine erweiterte Einsatzleitung und einen schweren Bulldozer entsandt. Das Ministerium für den ökologischen Wandel stellte eine BRIF-Einheit aus Daroca, während das Verteidigungsministerium einen Zug der Militärischen Notfalleinheit (UME) beisteuerte. Auch Feuerwehrleute aus Huesca und Saragossa, Provinzmannschaften und örtliche Landwirte (die mit Traktoren Brandschneisen anlegten) helfen mit. Die Priorität heute ist es, die rechte Flanke des Feuers zu sichern und eine erneute Ausbreitung in Richtung Albelda zu verhindern.
Wetteraussichten
Eine Hitzewelle, die in weiten Teilen Spaniens nachlässt, hält Aragonien weiterhin im Griff. Laut AEMET bleiben die Temperaturen über 40 °C mit südlichen Winden und geringer Luftfeuchtigkeit – Bedingungen, die zwischen 17:00 und 22:00 Uhr das höchste Risiko darstellen. Der für Notfälle zuständige Ratsherr Roberto Bermúdez de Castro nannte die Vorhersage „traurig, weil mehr Hitze erwartet wird“ und warnte, dass der Nachmittag erneut schwierig werde.
Sommer der Brände in Aragonien
Der Brand von Castillonroy folgt einem zerstörerischen Muster. Erst zehn Tage zuvor hatte ein Feuer in der Nachbargemeinde Tamarite de Litera mehr als 4.000 Hektar verbrannt. Der aktuelle Brand hat bereits zwei Stromleitungen gekappt, sodass Castillonroy nur eingeschränkt mit Strom und Mobilfunk versorgt ist; der Versorger Endesa arbeitet an der Wiederherstellung. Die Regierung von Aragonien hält die operative Situation 2 Stufe 2 des PROCINFO-Plans aufrecht und hält die UME in Bereitschaft, solange die Gefahr neuer Aufflammungen besteht.


