
Erdbeben in Venezuela tötet 135 abgeschobene US-Staatsbürger – nur 12 überleben
Eine Gruppe von 147 Venezolanern, die unter der Trump-Regierung aus den USA abgeschoben worden waren, kam ums Leben, als nur Stunden nach ihrer Ankunft in Venezuela ein schweres Erdbeben die Region erschütterte. Nur 12 Menschen konnten lebend aus den Trümmern des staatlichen Hotels in La Guaira geborgen werden.
Das Erdbeben
Am 24. Juni erschütterten zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 innerhalb weniger Minuten den Norden Venezuelas – das stärkste seismische Ereignis seit über einem Jahrhundert. Das Epizentrum lag nahe La Guaira. Die Beben legten ganze Stadtviertel in Schutt und Asche, darunter den internationalen Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía, und zwangen hunderte Familien in Caracas dazu, in provisorischen Zeltlagern zu leben. Überlebende berichten von der Hitze und der mangelnden Versorgung in den improvisierten Siedlungen.
Für ihn ist es fast ein Spiel, für uns aber eine Tragödie. Fast alle im Haus gegenüber sind gestorben.
Vom Unglück ereilte Abgeschobene
Noch am selben Tag landete ein Flug aus Miami am Flughafen Maiquetía mit 147 Venezolanern an Bord, die im Rahmen der Rückführungsaktion der Trump-Administration abgeschoben wurden. Die Gruppe – 125 Männer, 21 Frauen und sieben Minderjährige – war von den US-Behörden ausgewiesen worden. Venezolanische Beamte nahmen sie in Empfang. Per Bus wurden sie ins Hotel Sanitario La Llanada in La Guaira gebracht, eine Einrichtung der staatlichen Stiftung Misión Hipólita. Dort sollten sie auf bürokratische Formalitäten warten. Wenige Stunden später lag das Hotel in Trümmern.
Der Einsturz und die Überlebenden
Nur zwölf Personen aus der Gruppe der Abgeschobenen konnten nach Angaben von Angehörigen lebend aus den Trümmern entkommen. Die Familien haben bislang keine offizielle Opferliste erhalten, noch wissen sie, wo die Leichen aufbewahrt werden. Rettungskräfte durchkämmten weiter das Geröll, beklagten jedoch den Mangel an geeigneter Ausrüstung.
Ich habe so viele Menschen verloren, liebe Freunde. Ihr Schmerz ist mein Schmerz.
Ein kleiner Lichtblick der Resilienz: Ein junges Mädchen namens Mariangel zeigte stolz ihren Leguan und ihre Schildkröten und sagte: „Wir schlafen in diesem Zelt, das ist in Ordnung; sie sind meine Freunde.“
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Politischer Hintergrund
Die Tragödie ist eng mit den angespannten Beziehungen zwischen Washington und Caracas verwoben. Im Januar 2026 führte eine US-Militäroperation zur Festnahme und Abschiebung von Präsident Nicolás Maduro, was eine Übergangszeit unter der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez einleitete. Der Rückführungsflug fand inmitten dieser angespannten Beziehungen statt. Der Tod der Abgeschobenen verleiht dem Konflikt eine neue Dimension aus Trauer und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Die Familien fordern von beiden Regierungen umgehende Maßnahmen.


