
USA starten zweite Nacht mit Angriffen auf Iran, nachdem Tanker von Drohne angegriffen wurde
Die Vereinigten Staaten haben am Samstag eine zweite Welle von Luftangriffen auf iranische Militärziele gestartet, als Reaktion auf einen Drohnenangriff auf einen kommerziellen Öltanker, was den Waffenstillstand vom 17. Juni weiter gefährdet.
Eskalation nach dem Prinzip „Auge um Auge"
Am Donnerstag wurde in der Straße von Hormuz ein Handelsschiff angegriffen. Die USA reagierten am Freitag mit Luftangriffen auf iranische Ziele. Am frühen Samstag griff der Iran Bahrain an und feuerte eine Drohne auf den unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker M/T Kiku ab, der über zwei Millionen Barrel Rohöl geladen hatte, wie das US-Zentralkommando (CENTCOM) mitteilte. Stunden später führten die USA am Samstagabend eine zweite Angriffswelle durch.
Die Streitkräfte von CENTCOM haben heute Angriffe als direkte Reaktion auf die anhaltende iranische Aggression gegen die Handelsschifffahrt durchgeführt.
Die US-Angriffe
CENTCOM erklärte, dass Kampfflugzeuge iranische militärische Überwachungsinfrastruktur, Kommunikationssysteme, Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Minenlegekapazitäten angegriffen haben. In der Erklärung hieß es weiter, der Iran habe die Chance gehabt, den Waffenstillstand einzuhalten, habe sich aber dagegen entschieden.
Der Iran hatte die Gelegenheit, den Waffenstillstand zu respektieren, hat sich aber dagegen entschieden.
Waffenstillstand in Gefahr
Die Absichtserklärung vom 17. Juni hatte einen regionalen Waffenstillstand im Nahen Osten begründet. Die wechselseitigen Aktionen der letzten drei Tage haben ihn nun an den Rand des Scheiterns gebracht. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig der Verstöße, und die Aussichten auf eine Deeskalation scheinen in weite Ferne gerückt.
Öltransporte unter Beschuss
Die Straße von Hormuz, ein entscheidender Engpass für die globale Energieversorgung, bleibt ein Krisenherd. Der Angriff auf die M/T Kiku am Samstag folgt einem Muster, bei dem der Iran als Vergeltung für US-Aktionen die Handelsschifffahrt ins Visier nimmt. Der Tanker transportierte mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl, was das wirtschaftliche Risiko des Konflikts unterstreicht.
- Handelsschiff in der Straße von Hormuz angegriffen
- USA führen erste Angriffswelle auf Iran durch
- Iran schlägt zurück: Angriffe auf Bahrain und Drohnenangriff auf Öltanker M/T Kiku
- USA starten zweite Angriffswelle auf Iran
Wie geht es weiter
Die Lage bleibt angespannt, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass eine der beiden Seiten nachzugeben gedenkt. Der Kreislauf der Vergeltung zeigt die Fragilität der Absichtserklärung und erhöht das Risiko einer weiteren unbeabsichtigten Eskalation.

