
Der griechische Parlamentspräsident verweist den Nea-Dimokratia-Abgeordneten Dimitris Kyriazidis wegen Äußerungen im Plenum über Zoe Konstantopoulou an den Ethikausschuss
Parlamentspräsident Nikitas Kaklamanis leitete den Fall nach Kyriazidis' Äußerungen gegen die Plefsis-Eleftherias-Vorsitzende Zoe Konstantopoulou während einer Plenarsitzung am 28. Juli 2026 an den Ethikausschuss weiter, was einen einstimmigen parteiübergreifenden Aufschrei auslöste.
Parlamentspräsident Nikitas Kaklamanis verwies den Nea-Dimokratia-Abgeordneten Dimitris Kyriazidis am 28. Juli 2026 an den Ethikausschuss, wenige Stunden nachdem Kyriazidis während einer Plenarsitzung Äußerungen gegen Zoe Konstantopoulou, die Vorsitzende der Partei Plefsis Eleftherias, gemacht hatte. Kaklamanis leitete die offiziellen Parlamentsprotokolle an den Ausschussvorsitzenden Giorgos Georgantas weiter und bat das Gremium, zu prüfen, ob der Abgeordnete sich eines antiparlamentarischen Verhaltens schuldig gemacht habe.
Es wurde Spannung hervorgerufen, aufgrund eines Mitglieds des Hellenischen Parlaments, was das Ansehen der parlamentarischen Institution schädigt.
Reaktionen im gesamten Parlament
Der Vorfall löste eine sofortige und einhellige Reaktion aller politischen Parteien im Parlament aus. Die Oppositionsgruppen verurteilten die Äußerungen als unvereinbar mit dem Anstand, der von gewählten Mitgliedern erwartet wird. Die regierende Nea Dimokratia sah sich jedoch mit einer internen Spaltung konfrontiert. Mehrere Berichte wiesen darauf hin, dass die Partei unmittelbar danach zwei unterschiedliche Linien vertrat, wobei sich einige führende Persönlichkeiten von Kyriazidis distanzierten und andere eine öffentliche Stellungnahme vermieden.
Interne Bruchlinie innerhalb der Nea Dimokratia
Der Riss innerhalb der Regierungspartei wurde offensichtlich, als Parlamentspräsident Kaklamanis, ein erfahrener Nea-Dimokratia-Politiker, die Initiative ergriff und die Angelegenheit an den Ethikausschuss verwies. Seine Entscheidung deutete darauf hin, dass der Präsident den Vorfall als einen ausreichend schwerwiegenden Verstoß ansah, um die Parteitreue außer Kraft zu setzen. Von der Führung der Nea Dimokratia war bis zur Bekanntgabe der Überweisung am späten Nachmittag keine offizielle Stellungnahme abgegeben worden.
Was der Ethikausschuss prüfen wird
Der Ethikausschuss unter Vorsitz von Georgantas wird nun das wörtliche Protokoll der Plenarsitzung prüfen, um festzustellen, ob Kyriazidis' Worte gegen die parlamentarische Verhaltensordnung verstoßen haben. Sollte der Ausschuss feststellen, dass ein antiparlamentarisches Verhalten vorlag, kann er Konsequenzen empfehlen. Die Entscheidung des Ausschusses wird ausschließlich auf den transkribierten Verfahrensabläufen beruhen. Kyriazidis hat sich bisher nicht öffentlich zu der Überweisung geäußert, und es wurde noch kein Anhörungstermin festgelegt.

