
Vox-Chef Santiago Abascal in Tarragona mit Angriffsversuch konfrontiert und mobilisiert Anhänger in Barcelona
Ein Mann wurde in Tarragona festgenommen, nachdem er versucht hatte, Santiago Abascal während einer Regionaltour zu schlagen, die mit einer Kundgebung in Barcelona endete, an der bis zu 2.000 Menschen teilnahmen.
Vorfall in Tarragona und Festnahme
Santiago Abascals Tour durch Katalonien beinhaltete einen Halt in Tarragona am Freitag, den 18. September 2026, wo eine Auseinandersetzung zu einem Polizeieinsatz führte. Während der Vox-Chef durch die Stadt ging, näherte sich ihm eine Person, die ein Hemd mit Symbolen zur Unterstützung der ETA trug, und versuchte, ihn zu schlagen. Privates Sicherheitspersonal überwältigte den Mann und übergab ihn Beamten der Mossos d'Esquadra, die ihn festnahmen. Der Besuch war von zeitgleichen Demonstrationen in den umliegenden Straßen geprägt. Etwa 200 Gegendemonstranten versammelten sich in der Nähe, um ihren Widerstand gegen die Partei zu äußern, und skandierten Parolen gegen den Faschismus, was einen koordinierten Sicherheitseinsatz der Mossos d'Esquadra, der Guàrdia Urbana und der Policía Nacional auslöste, um rivalisierende Gruppen getrennt zu halten. Abascal äußerte sich am folgenden Tag in den sozialen Medien zu dem Vorfall und dankte den Anwohnern für ihre Unterstützung.
- Tour beginnt mit Auftritten in Lleida mit Schwerpunkt auf Einwanderungspolitik.
- Verdächtiger nach versuchtem Angriff auf Abascal während eines öffentlichen Spaziergangs festgenommen.
- Abschlusskundgebung auf der Plaza de la Marina unter Gegendemonstrationen abgehalten.
- Abascal veröffentlicht Video in sozialen Medien zum Vorfall in Tarragona.
Sicherheitsmaßnahmen bei der Kundgebung in Barcelona
Nach den Ereignissen in Tarragona reiste Abascal nach Barcelona, um die Regionaltour auf der Plaza de la Marina im Stadtteil Zona Franca abzuschließen. Polizeieinheiten errichteten Absperrungen rund um das Gelände, um Störungen durch eine Gegendemonstration zu verhindern. Etwa 200 antifaschistische Demonstranten versammelten sich in der Gegend, woraufhin die Bereitschaftseinheit Brimo der Mossos d'Esquadra die Zufahrt entlang der Avenida del Carrilet mit mehreren Polizeifahrzeugen blockierte. Die Teilnehmerzahlen der Parteikundgebung variierten je nach Quelle: Medien schätzten etwa 1.000 Teilnehmer mit spanischen Flaggen, während Vox von fast 2.000 Menschen berichtete.
Wahlwarnungen und politische Angriffe
Während seiner Rede in Barcelona warnte Abascal seine Anhänger vor Selbstzufriedenheit angesichts günstiger Meinungsumfragen vor den kommenden nationalen Wahlen. Er behauptete, dass Ministerpräsident Pedro Sánchez bis zum Äußersten gehen würde, um im Amt zu bleiben, und beschuldigte ihn, bereit zu sein, reguläre Wahlverfahren zu stören oder zu umgehen. Der Vox-Chef erklärte, dass Regierungsbeamte sich nicht ohne umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen in der Öffentlichkeit bewegen könnten, und stellte dies seinen eigenen Auftritten in katalanischen und spanischen Gemeinden gegenüber. Abascal forderte die Menge auf, trotz der jüngsten Umfragedynamik wachsam zu bleiben.
Pedro Sánchez ist gefährlicher denn je, seid nicht übermütig.
Auch der Generalsekretär der Partei, Ignacio Garriga, sprach bei der Versammlung und richtete Kritik sowohl an die nationale Regierung als auch an die katalanischen Regionalbehörden.
Die PSOE und die Separatisten haben absolut alles zerstört.
Strategischer Wandel in der regionalen Kommunikation
Die Veranstaltung in Barcelona, die unter dem Motto der nationalen Priorität und Remigration organisiert wurde, spiegelte einen überarbeiteten politischen Ansatz der Vox in Katalonien wider. Abascal verharmloste historische Streitigkeiten über Sprache und territoriale Autonomie zwischen Katalanen und Kastiliern und bezeichnete sie als geringfügige Folklorefragen. Stattdessen stellte er die zentrale politische Kluft als eine Auseinandersetzung über Grenzkontrolle und Kulturerhalt dar und argumentierte, dass die größte Herausforderung für die Region die illegale Migration sei, nicht die Unabhängigkeitsbewegung. Abascal appellierte direkt an die Stimmen früherer Anhänger der Volkspartei, der Sozialistischen Partei und ehemaliger Separatistenwähler von 2017 und wies auf gemeinsame Bedenken hinsichtlich öffentlicher Dienstleistungen, Wohnungszugang und Nachbarschaftssicherheit hin.


